Rottenbergs Roadbook

Der Rottenberg - Thomas Rottenberg

• österreichischer Moderator, Buchautor, Kolumnist und Journalist

Karriere-Steckbrief: ORF, später „profil“ und „Falter“, 2000-2011 Redakteur und Kolumnist bei „Der Standard“ und derStandard.at, seit dem Jahr 2011 ebendort Autor und Kolumnist (u.a. „Paparotti“, „Rottenbergs Stadtgeschichten“, aktuell: „Rotte rennt“, „Rad-kasten“), seit 2009 Moderator des reisenden Literaturmagazins „LiteraTOUR“ auf ServusTV.

Seit 2013 mit unverkennbarem Schreibstil für T.A.I. Tourist Austria auf Entdeckungstouren. thomas@rottenberg.at

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Das Fenster zum Hof

Ja, ich bin neugierig. Schon als Kind habe ich im Kopf Filme gedreht, in denen ich Geschichten über Menschen, denen ich über den Weg lief, erzählte. Das mache ich heute noch. Beruflich. Es sind meist kleine Details, an denen ich hängen bleibe – und aus denen Texte werden

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20. Oktober 2017 | Rottenberg
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Narziss und Selfie

Dass der Blick in den Spiegel, alles – inklusive der Naturgesetze – vergessen macht, ist seit der Antike bekannt: Narziss, der Sohn des Flussgottes Kephissos, war so in sein Spiegelbild verknallt, dass er vor Kummer starb, als Wellen das Bild seines Antlitzes „entstellten“.

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06. Oktober 2017 | Rottenberg
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Abzocko Veneziano

Die Frage war rhetorisch. Die gute Freundin, die sie da auf Facebook stellte, weiß natürlich selbst, dass „die“ alles andere als „wahnsinnig“ sind. Sie sind nur unverschämt. Maßlos. Gierig. Und sie wissen, dass sie damit durchkommen.

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22. September 2017 | Rottenberg
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Geisterzug nach Hogwarts

Natürlich bekam der Zugschef „Beton“ von den Fahrgästen. Obwohl er nichts dafür konnte. Und selbst rätselte: Wie kann es sein, dass die Erste eines ÖBB-Zuges als „ausreserviert“ geführt wurden – wenn sie nicht einmal halb voll ist?

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08. September 2017 | Rottenberg
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Ansichtskarten

Dass meine Mutter sich freut, bedeutet nichts. Verstehen Sie mich richtig: Es bedeutet mir viel, wenn meine Mama sich freut. Nur freuen sich Mütter halt immer, wenn man sich meldet. Egal, ob online oder per Ansichtskarte. Bei Freunden und Kollegen ist das anders: Online-Reisepics sieht man ständig. Auf jeder Plattform: Nicken – „liken“ – schon vergessen. „Wo warst du rasch nochmal?“

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25. August 2017 | Rottenberg
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Noch einmal: Die Schweiz

Vergeben Sie mir, wenn ich hier noch einmal die Schweiz thematisiere. Bloß: Es war auf meiner Reise ins Engadin einfach unmöglich, das konsequente Abfeiern der Klischees durch die offiziellen Repräsentanten der Schweiz, nicht fröhlich zu beschmunzeln: War es zuletzt die fast grotesk zelebrierte Freude an der Pünktlichkeit, die bis zur Gepäckband-Anzeige am Flughafen reichte, ist es heute die Kunst, neben Postkartenidylle und Sprache sogar, Sturheit als sympathisches Asset zu vermitteln .

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11. August 2017 | Rottenberg
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Unpünktliche Schweiz

„Wir entschuldigen uns für die entstandene Verspätung und hoffen, dass Sie dennoch wieder mit uns fliegen werden.“ In der Regel ignoriere ich diesen Satz: Verspätungen gehören zum Flugverkehr wie das Amen zum Gebet – und Landezeiten sagen auch nichts über die Dauer der folgenden Spazierfahrt über das Vorfeld aus.

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14. Juli 2017 | Rottenberg
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Aufstehen im Flieger

Ich muss nicht alles verstehen. Vermutlich ist das nur eine Ausrede – weil ich zu dumm bin. Zu dumm, zu kapieren, was allen anderen klar ist. Weil: Ohne Grund ... Es geht um die Sache mit dem Aufspringen. Im Flugzeug. Sobald der Flieger ausrollt.

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30. Juni 2017 | Rottenberg
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Reisedilemmata, Teil 2: Nähe

Letztes Mal ging es hier um das Problem, Menschen zu erklären, dass ein Ziel nicht „weit weg“ – also mühsam zu erreichen – , sondern „die Reise wert“ – also den Aufwand rechtfertigend – ist.

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16. Juni 2017 | Rottenberg
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„Die Reise wert“ statt „weit weg“

Menschen zum Reisen zu bewegen ist nicht einfach. Weil die Reise Entscheidung – so keine lebens- oder berufsentscheidende Notwendigkeit –, immer ein Balanceakt ist. Ein Abwägen zwischen Mühsal und Neugierde. Zwischen Zeit unterwegs und Zeit dort. Zwischen Sofa und Komfort und Autobahnraststätte, Bahnhof oder Airport.

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02. Juni 2017 | Rottenberg
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Wegelagerer-Warnung

Natürlich werde ich so etwas nicht gutheißen. Schließlich gibt es Regeln im Umgang mit fremdem Eigentum. Das Unversehrtlassen von anderer Leute Hab & Gut ist Teil derselben – und zwar auch dann, wenn mir das, was diese andern Leute tun, zuwider ist.

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19. Mai 2017 | Rottenberg
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Böses Laufen anderswo

Eine der Vorteile des Äterwerdens ist, dass man aufhört, alles verstehen zu wollen. Etwa dass Andere regelmäßig meine schönsten Reiseerlebnisse sezieren – und mir erklären, wie grotesk die seien. Mehr noch: Böse, umweltschädlich und unverantwortlich. Dann kommt „ökologischer Fußabdruck“. „Ressourcenvernichtung“. „Dekadent“. „Klimakiller“.

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05. Mai 2017 | Rottenberg
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Ende einer Stadtflucht

Ich bin dagegen. Obwohl ich verstehe, wieso das „Haus des Meeres“ das getan hat: Das „Haus des Meers“ (kurz HdM) ist ein Aquarium im FLAK-Turm im Wiener Esterhazypark. Flaktürme sind unkaputtbare 40 Meter hohe Beton-Blöcke, die als Flugabwehrkanonen-Stellungen und Bunker dienten. Heute sind sie Mahner – und im Weg.

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21. April 2017 | Rottenberg
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Die Marathonfrau

Tatsächlich hat Kathrine Switzer keine Regel gebrochen. Damals, vor 50 Jahren. Sie habe, sagt die heute 70-Jährige, auch nicht vorgehabt, einen Skandal zu provozieren.

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07. April 2017 | Rottenberg
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Ein Loblied

Lassen Sie mich heute eine Lanze für einen oft – eigentlich immer – ignorierten Berufsstand der Reisebranche brechen. Ignoriert, weil kaum jemand die Ortsveränderung mit ihnen als Reise wahrnimmt.

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24. März 2017 | Rottenberg
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