T.A.I. Serie INDIA CALLING – Teil 3

F.I.T ist nicht gleich F.I.T: Fünf Gruppen, auf die es ankommt

Print-Ausgabe 8. April 2016

Familien, DINKs, Jugendliche, Honeymooner und Senioren prägen das Geschehen – für sie alle gelten unterschiedliche Spielregeln

Welcher Quellmarkt Österreichs verbuchte diesen Jänner das stärkste Wachstum? Es war Indien (+ 28,8 %), das entspricht bereits einem Viertel des Volumens von Japan. Der 3. Teil der T.A.I.-Serie „India Calling“ beleuchtet die speziellen Bedürfnisse und Vorlieben der indischen F.I.T. Reisenden.

In den letzten Jahren haben sich fünf F.I.T.-Typen herauskristallisiert: Familien (Vater, Mutter, Kind(-er) und evt. Nanny), DINKs (Double Income No Kids), Kleingruppen von Jugendlichen (18-27 Jahre), Honeymooner und Senioren. Ihnen gemein ist die vorhandene Auslandserfahrung (v. a. in Ländern mit Indischer Diaspora), ein frei verfügbares Einkommen und Interesse an mitteleuropäischer Kultur, Natur sowie Lebensweise.
Während Familien hauptsächlich während der indischen Schulferien verreisen (je nach Landesteil April bis Juni), hängt die Hauptreisezeit der Honeymooner von deren Religionszugehörigkeit ab. Für Hindus spielt die Konstellation der Sternbilder eine wichtige Rolle. Sikhs, Moslems oder Christen heiraten bzw. „honeymoonen“ hingegen ganzjährig, ebenso wie DINKs bzw. Senioren.

Honeymooner verbringen 7 bis 14 Tage in Europa. Die neu gestartete Air India-Verbindung Delhi - Wien (Mi., Fr., So.) bietet dafür ideale Kombi-Möglichkeiten. Die bevorzugte Unterkunft sind 4- oder 5-Sterne Häuser sowie Boutique Hotels. Eine indische Hochzeit verschlingt oftmals sechsstellige Euro-Beträge, auch an der Hochzeitsreise wird nicht gespart. Hotels können mit Upgrades in bessere Kategorien ebenso punkten, wie mit Arrangements von Romantikprogrammen mit rein vegetarischer oder gemischter Verpflegung (je nach Religion).

Während Honeymooner ihren Aufenthalt eher stationär mit mehreren Sternfahrten verbringen, unternehmen Familien und Jugendliche oftmals Rundreisen. Als Fortbewegungsmittel wird die Bahn sehr geschätzt. So ist z. B. der „RAIL EUROPE Eurail Global Pass“ ein beliebtes Produkt, aber auch nationale (Klein)-Gruppentarife oder Family-Cards sind auf dem Vormarsch. Gebucht werden 3-, 4- oder 5-Sterne Häuser, im Optimalfall bieten diese Zimmer mit Verbindungstüre. Falls eigenes Personal, wie Nanny oder Haus-Boy mitreist, sollten Hoteliers für extra (Klapp-)Betten im Zimmer der Kinder sorgen. Die Zeiten, in denen das Personal auf dem Boden schlafen musste, sind vorbei.

Kleingruppen von Jugendlichen bzw. Senioren sind zeitlich am flexibelsten und verreisen meist mindestens 14 bis 21 Tage lang. Während Youngsters online buch-en, in Hostels oder 3-Sterne Häusern wohnen und am tiefsten in die lokalen Bräuche eindringen, sind Senioren als Genießer bekannt, die speziell bei F&B-Anforderungen mit europäischen Gästen vergleichbar sind. Vor allem die Zielgruppe der ehemaligen Staatsdiener (Verwaltung und Militär) gilt es mit maßgeschneidertem Programm zu gewinnen. 

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Erstellt am: 08. April 2016

v.l.: Ishvinder „Baba“ Maddh und Shri Pankaj Srivastava am Montag letzter Woche beim Air India-Abend in Delhi

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