Sommer-Hoch & Winter-Freuden, aber Energie-Sorgen! KitzSki bleibt Qualitätskurs treu
Bergbahnen AG Kitzbühel

Sommer-Hoch & Winter-Freuden, aber Energie-Sorgen! KitzSki bleibt Qualitätskurs treu

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Unaufgeregt und in positiver Stimmung ist Mitte Juni die diesjährige Generalversammlung der Bergbahnen AG Kitzbühel (KitzSki) über die Bühne gegangen. Der Grund: Die erfreuliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2021/22, das am 30. November endet. „Es schaut schon viel besser aus (als das Vorjahr)“, so Marketing-Vorstand Christian Wörister dieser Tage im Gespräch mit T.A.I. zusammen mit Sylvia Brix, Marketing-Leiterin von KitzSki. Wörister: „Wir werden in einer Größenordnung von plus/minus 90% der Vor-Corona-Zahlen landen und das waren die besten Geschäftsjahre. Wir haben Corona gut durchgetaucht.“

Bester Sommer zeichnet sich ab

Aktuell verzeichnet KitzSki „den besten Sommer, den wir je hatten“, so Christian Wörister. Dies bezieht sich auf den Umsatz. Die Zahlen der Tagesgäste reichen nicht ganz an jene des Vorjahressommers heran. Die Vorsaison brachte noch ein schönes Plus, der zu Ende gehende Juli liegt aber unter den Werten von 2021. Durch die im Vorjahr abgesegneten Preiserhöhungen von 3-4% konnte dies aber mehr als kompensiert werden.

KitzSki verfügt laut Sylvia Brix über das Gütesiegel der „Besten Österreichische Sommer-Bergbahnen“: Die Hahnenkammbahn ist als „Family-Berg“ ausgezeichnet, die Hornbahn sowohl als „Family-Berg“ als auch als „Panorama & Naturerlebnis“.

Starker Saisonkarten-Verkauf

Treiber der erfreulichen Umsatz-Entwicklung im aktuellen Sommer sind vor allem die Saisonkarten (Verkaufsstart war Anfang Mai), von denen laut Sylvia Brix bis Ende Juli rund 5.500 verkauft wurden. Dies entspricht rund einem Drittel des Jahresvolumens an Saisonkarten und liegt aktuell um rund ein Viertel (ca. 1.000 Stück) über den im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielten Verkäufen.

Sylvia Brix: „Wir haben viel dafür getan. Jeder, der im Vorjahr eine Saisonkarte kaufte, wurde heuer persönlich mit einem Directmailing per Post angeschrieben.“ Zwar erfolgten auch in den Vorjahren entsprechende Mailings, dies aber in Form „normaler Briefe. Heuer setzten wir auf ein komplett neues hochwertiges Design. Wir haben sehr gute Resonanzen.“

Damoklesschwert Energiekosten

Bei KitzSki (wie bei vielen anderen Seilbahnunternehmen Österreichs auch) könnte man angesichts dieser erfreulichen Tendenz aufatmen. Eines macht dem allerdings einen dicken Strich durch die Rechnung: Die Entwicklung im Bereich Energie und Treibstoff. Hauptkostenfaktor sind auch bei den Bergbahnen Kitzbühel die Personalkosten, doch danach folgen bereits jene für die Technik. „Wir haben über 30 Pistenfahrzeuge und mehr als 1.200 Schneeerzeuger“, so Sylvia Brix.

Christian Wörister: „Wir erwarten Mehrkosten in Höhe von einigen Millionen Euro für Strom und Treibstoff.“ Diese würden zwar aufgrund bestehender Verträge noch nicht im kommenden Winter schlagend, „aber unsere Sorge ist, dass es in diese Höhe geht.“ Welche Auswege bestehen? Wörister: „Wir müssen im Management dagegen steuern.“ Möglich wären z.B. kürzere Betriebszeiten (derzeit von 08:30 bis 16:30 Uhr in der ersten Saisonhälfte, danach 08:00 bis 17:00 Uhr), eventuell die eine oder andere Anlage nicht in Betrieb zu nehmen oder ein späterer Saisonstart (heuer 29. Oktober auf der Resterhöhe). Sylvia Brix: „Wichtig ist, dass der Gast davon nichts spürt. Wir werden nicht in der Qualität einsparen, sondern in der Menge.“

Winter 2022/23 startet Ende Oktober

Wie wichtig die weiße Jahreszeit für KitzSki ist (2022 erneut zum weltbesten Skigebiet gekürt), verdeutlichten Christian Wörister und CEO Anton Bodner im aktuellen Geschäftsbericht: „Unsere Gesellschaft erzielt in normalen Wirtschaftsjahren über 90% seiner Einnahmen im Winter.“ Da jener von 2021/22 „gute Einnahmen“ erbrachte, kann die wirtschaftliche Lage „wieder als positiv und stabil bezeichnet werden.“ Los geht der Winter 2022/23 wie erwähnt Ende Oktober. Kurz davor am 20. Oktober 2022 erfolgt die große Winterstart-Pressekonferenz in der Allianzarena München.

Interessant sind ergänzend dazu folgende weiterführende Berichte:

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