Österreichische Seilbahntagung 2026

Doppel-Jubiläum mit Rekord-Ergebnis! Österreichs Seilbahnen als Motor der Wirtschaft

T.A.I. 24 TOP News

Der Rekord kam zum doppelten Jubiläum 100 Jahre Seilbahnen in Österreich und 25 Jahre „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“ gerade rechtzeitig: Mit rund 54 Ersteinritten („Skier Days)“, rund ein Siebentel des Weltvolumens, wurde das Vorjahr um ca. +4 % übertroffen und damit an die beiden Spitzenjahre von vor der Pandemie angeschlossen. Entsprechend gut war die Stimmung zur Seilbahntagung 2026, die aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums in Wien stattgefunden hat.

Der Obmann des Fachverbandes Seilbahnen, Franz Hörl (l.), und der Anfang Mai scheidende Geschäftsführer des Fachverbandes Erik Wolf (Mi., er geht in den Ruhestand) sowie Moderatorin Ex-Skirennfahrerin Alexandra Meissnitzer konnten unter den über 300 Teilnehmer:innen in der „Orangerie“ des Schlosses Schönbrunn zahlreiche Ehrengäste begrüßen, allen voran Infrastrukturminister Peter Hanke. Per Video-Botschaft wurde Bundespräsident Alexander Van der Bellen eingespielt.

Tolles Ergebnis mit Schönhitsfehler

Von Österreichs führenden Seilbahnunternehmen war durchwegs das Spitzenmanagement vertreten, allen voran Wolfgang Hettegger (Geschäftsführer der Nummer 2 unter Österreichs Seilbahnen, den Snow Space Salzburg Bergbahnen, Jakob Falkner (Geschäftsführer der Söldner Bergbahnen), Erich Egger (r., Geschäftsführer der Schmittenhöhebahn) oder Hannes Parth, Konsulent der Silvrettaseilbahn, Österreichs Nummer 1, deren Vorstand er von 1987 bis zum Jahr 2018 war.

Wie Franz Hörl betonte, war der Winter 2025/2026 „sehr, sehr gut.“ Er währe noch besser verlaufen, denn per Ende Jänner lag die Seilbahnbranche noch mit +6 % im Plus. Im Februar konnte die Bilanz nicht ganz gehalten werden, auch wenn immer noch ein Plus von mehr als zwei Prozent zu Buche steht. Franz Hörl: „Einzig der März mit einem Minus von -6,6 Prozent sorgte für einen leichten Dämpfer mit Blick auf die Nachsaison.“

Österreichs Seilbahnbranche als „global player“

Minister Peter Hanke nannte die Seilbahnen einen „unheimlich starken Wirtschaftsfaktor. Das können wir in Österreich nur von wenigen Branchen sagen.“ Laut Franz Hörl ging sogar einen Schritt weiter: „Stellen sie sich Österreich ohne Seilbahnen vor.“

Vor 100 Jahren, als mit das Rax-Seilbahn (seit mehr als 50 Jahren eng mit der Familie Scharfegger verbunden) und der Tiroler Zugspitzenbahn (zur Eröffnung noch „Österreichische Zugspitzbahn“, dann war sie „Deutsches Eigentum“, ging nach dem Krieg wieder in die österreichische Verwaltung über, wurde 1958 in „Tiroler Zugspitzenbahn“ umbenannt und steht seit 1988 in Eigentum der Familie Dengg) die beiden ersten Seilbahnen in Betrieb gingen, herrschte in weiten Teilen Österreichs bittere Not. Dies hat sich geändert: „Wo Seilbahnen entstanden sind, ist alles aufgeblüht“, so Franz Hörl, „das war 1926 so, das ist 2026 so und wird auch so 2126 so sein.“ Die Seilbahnbranche sei nicht nur Teil der österreichischen Erfolgsgeschichte, sondern ist einer ihre Motoren.“ Und: „Wir sind heute ein ‚global player‘ und matchen uns jedes Jahr mit Frankreich und den USA um Platz 1.“

Frühes Saisongeschäft durch technische Beschneiung

Bei dem vorangegangenen Mediengespräch wurden einige Details bekannt gegeben. Allein in diesen November und Dezember 2025 wurden in Österreichs Bergregionen rund 12,2 Millionen Nächtigungen (davon 8,7 Millionen durch Skifahrerinnen und Skifahrer) erzielt – ein Spitzenwert im Mehrjahresvergleich.

Die Analyse von der auf Marktforschung (Schwerpunkt Datenanalyse und deren strategische Schlussfolgerungen) spezialisierten Firma MANOVA von Klaus Grabler zeigt gleichzeitig deutlich, wie stark diese Nachfrage an den alpinen Wintersport gekoppelt ist: Rund 71 % der Österreich-Gäste reisen primär für alpinen Wintersport (Skifahren, Snowboarden, Freeriden) an. Für sie zählt Schneesicherheit auf den Pisten zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.

Seilbahnobmann Franz Hörl: „Ohne technische Beschneiung wären große Teile unseres frühen Saisongeschäfts nicht realisierbar gewesen.“ In konkrete Zahlen gefasst, hätten rund 8,7 Mio. Nächtigungen und 10,4 Mio. Skitage gefehlt, was zu einem Bruttoumsatzverlust von rund 2,74 Mrd. Euro geführt hätte (davon Beherbergung rund 940 Mio. Euro, Seilbahnen 460 Mio. Euro, Mobilität ca. 400 Mio. Euro) sowie Gastronomie 380 Mio. Euro).

Die Wertschöpfung der Seilbahnbranche Österreichs liegt heute bei etwa 6,7 Mrd. Euro im Winter. Insgesamt hängen 128.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt an den Seilbahnen. Ihre Wirkung geht dabei weit über den Tourismus hinaus – jeder investierte Euro löst ein Vielfaches an regionaler Wertschöpfung aus.

Interessant sind ergänzend dazu folgende weiterführende Berichte:
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Top-40-Bergbahn-Unternehmen mit Rekordumsätzen & stolzen Kennzahlen

14. November 2025 | Bergbahnen

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