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Hoch über der Bundeshauptstadt, im Penthouse K47 am Franz-Josefs-Kai im Zentrum der Metropole, präsentierte Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner (l.) zusammen mit Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (2.v.l.) – sie ist auch Präsidentin des WienTourismus –, dem COO (Chief Operating Officer) von Austrian Airlines Stefan-Kenan Scheib (r.) sowie Othmar Frühauf (2.v.r.), dem Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG, Ende Jänner die Zahlen für das zu Ende gegangene Jahr 2025. „Es war das beste Jahr aller Zeiten“, betonte Norbert Kettner und laut Barbara Novak wurde mit 20,065 Mio. Übernachtungen (+6,4 %) „die Schallmauer durchbrochen“.
Die Umsatzzahlen („Beherbergungsumsatz“, wobei der netto Nächtigungsumsatz ohne Frühstück und Umsatzsteuer aus den Erträgen der Ortstaxe hochgerechnet wird) lagen von Jänner bis inkl. November vor, doch auch die erreichten mit 1,254 Mrd. Euro um +4 % mehr als im Vorjahr. „Die Marke von 1,4 Mrd. Euro aus dem Vorjahr wird wahrscheinlich überschritten werden“, stapelte Barbara Novak tief.
Der Grund: Alleine im November wurden um +9 % mehr Übernachtungen lukriert als im Jahr davor. Der Umsatz kletterte sogar um +10 % auf 131 Mio. Euro nach oben. Nimmt man diese Zahlen und Zuwächse, so werden die 1,4 Mrd. Euro sogar recht deutlich übertroffen. Der Beherbergungsumsatz für Dezember 2025 und somit für das Gesamtjahr wird im Februar 2026 feststehen.
Kein Wunder also, dass im K47 beste Stimmung herrschte. Wobei Norbert Kettner und Barbara Novak darauf hinwiesen, dass 83 % aller Wien-Übernachtungen aus dem Ausland stammten. „Wir hatten schon mal 83 %, aber das war in den 1990er Jahren“, nahm Norbert Kettner auf die sich seither tiefgreifend geänderten Zeiten zurück.
Die wichtigsten Quellmärkte des WienTourismus sind Deutschland (3,543 Mio. Übernachtungen, +2 %), Österreich (3,381 Mio., +1 %) und die USA (1,259, + 3 %). Der „Club der Nächtigungs-Millionäre“ Wiens wird durch Italien (1,077 Mio., +4 %) komplettiert.
Dieses Quartett führt in derselben Reihenfolge auch die Liste der umsatzstärksten Länder bezüglich Nächtigungsumsätze an (bis inkl. November), wobei Österreich als einziger Staat ein Minus (-1 %) auf 207 Mio. Euro zu verbuchen hatte. Deutschland (+1 % auf 214 Mio. Euro) führt die Rangordnung an. Die USA – gemessen am Nächtigungsumsatz im Bereich der 5-Stern-Hotellerie sogar auf dem ersten Platz – konnten sich auf 106,865 Mio. Euro (+2 %) verbessern, während Italien mit rund 55,7 Mio. Euro unverändert blieb.
Interessant ist die Entwicklung in Fernost: China (inkl. Hongkong und Macao) liegt gemessen am Beherbergungsumsatz (Jan.-Nov.) mit +19 % bereits auf Platz 10, schaffte aber mit 365.000 Nächtigungen (+22%, Ganzjahr) aber nur gut zwei Drittel (70 %) seines Vorkrisenniveaus. Japan konnte noch stärker zulegen (+24 % auf 202.000 Übernachtungen), doch auch dieses Land unterschreitet seinen Wert 2019 mit -40% deutlich. Die Ausnahme stellt Südkorea dar. Mit 232.000 Nächtigungen (+7%) liegt es weiterhin vor Japan. Norbert Kettner: „Südkorea hat sich als Quellmarkt schnell von der Pandemie erholt.“
Das Flugzeug (39 %) und die Bahn (32 %) waren 2025 die Verkehrsmittel erster Wahl bei der Wien-Anreise. Nur ein knappes Viertel (23%) der Gäste kam mit dem Auto. „Globale Verkehrsanbindung ist die Lebensader des Städtetourismus“, streute Norbert Kettner seinen beiden Kooperationspartnern Austrian Airlines und ÖBB Rosen. Das gemeinsame Budget des WienTourismus mit Austrian Airlines beträgt 2026 rund 2,2 Mio. Euro (jeder Partner trägt die Hälfte dieses Budgets bei), rund 400.000 Euro macht das gemeinsame Budget mit den ÖBB aus (auch hier übernehmen WienTourismus und ÖBB je 50 %).
Eingesetzt werden die Mittel bei Kampagnen, im Digitalmarketing oder bei Buchungs- und Reiseportalen. Wobei das gesamte Marketingbudget des WienTourismus bei rund 15,7 Mio. Euro liegt. Davon sind rund 1,8 Mio. Euro für die „Vienna Meeting Fund“ sowie das „Vienna Film Incentive“ reserviert.
Für 2026 hat dWienTourismus 12 Quellmärkte für seine Marketing-Aktionen ins Auge gefasst. Davon befinden sich sechs in Europa (UK, Spanien, Frankreich, Schweiz, Deutschland und Italien), bei vier handelt es sich um Fernmärkte (USA, Kanada, Japan und Südkorea). In zwei Märkten wird nur der Luxus-Bereich bearbeitet, nämlich China und die Golfstaaten (GCC - Gulf Cooperation Council), zu denen neben Saudi-Arabien auch Katar, die V.A.E., Bahrain, der Oman und Kuwait gehören.
So wie es aussieht, wird Wien 2026 ein weiteres Rekordjahr verbuchen. Über 80 % Auslastung der rund 42.400 Zimmer in den 450 Hotels gibt es bereits jetzt für den ECR-Kongress (European Congress of Radiology 2026) Anfang März, den „Vienna City Marathon“ Mitte April, für das Helene Fischer-Konzert der Schlagersängerin Mitte Juli. Fast 85 % sind es sogar beim Konzert der Punk-Rock-Band „Die Toten Hosen“ Mitte September und an die 100 % beim ESC (Eurovision Song Contest) Mitte Mai, der gleichzeitig mit dem Beginn der Wiener Festwochen über die Bühne geht.
Erstellt am: 28. Jänner 2026
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