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V.l.: Moritz Luft, Laszlo Dernovics und Susanne Pamminger
Seit Austrian Airlines für den Sommerflugplan 2025 die Nordsee-Insel Sylt in ihr Programm aufnahm (wöchentliche Flüge ab Wien, Ende Juni bis Anfang September), hat sich viel getan: Denn die Rotationen wurden für 2026 nicht nur auf zwei Verbindungen pro Woche aufgestockt (Flugtage Mi. und Sa.), sondern die Flüge von Mitte Mai bis Mitte September verlängert. Details stellten dieser Tage Laszlo Dernovics (Mi.), seit 15 Jahren Leiter der DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus)-Auslandsvertretung Österreich & Slowakei sowie Regional Manager Südosteuropa, Moritz Luft (l.), Geschäftsführer bei Sylt Marketing, und Susanne Pamminger (r.), Director Leisure Sales von Austrian Airlines, in der Wiener Kochschule „La Cocina“ vor. Sylt gilt als der absolute touristische Spitzenreiter in Schleswig-Holstein, dem nördlichsten Bundesland Deutschlands.
Für Laszlo Dernovics, der den Abend mit DZT-Marketing Managerin Melanie Roth gestaltete, ist das „was wir innerhalb eines Jahres mit Austrian Airlines geschafft haben, wirklich großartig“. Geflogen mit einem Embraer-195-Jet (Abflüge am Mittwoch in Wien um 15:15 Uhr, am Samstag um 08:00 Uhr), die Landung erfolgt eindreiviertel Stunden später. Die Retourflüge starten um 17:45 bzw. um 10:30. Susanne Pamminger: „Es ist ein tolles Produkt.“ Wobei sie bereits an einen dritten Flug pro Woche denkt.
Eine Hürde stellt dabei die Ausflottung der zuletzt 17 Embraer 195 dar, die im Dezember 2025 begonnen hatte. Bis inklusive 2027, spätestens Ende 2028 wird sich Austrian Airlines komplett von den Embraer-Jets trennen, allerdings schrittweise.
Wie dem auch sei, jetzt geht es einmal um die Flüge 2026 von Wien nach Sylt. Moritz Luft hatte im „La Cocina“ eine „kulinarische Reise“ vorbereitet, die vom südlichen Hörnum bis zum im Nordosten gelegenen List führte. Er hatte dazu den 2-Sterne-Guide Michelin-Koch und Gastgeber Jan-Philipp Berner vom Restaurant „Söl'ringhof“ – einer von fünf Spitzenbetrieben auf Sylt – mitgebracht, der vom Duo seines Küchenteams Viktoria Anna Buchner und Maximilian Sandrock unterstützt wurde.
Moritz Luft: „Was die Insel so einzigartig macht, ist die Vielfalt ... auch kulinarisch.“ Essen und Trinken gab es im „La Cocina“ aus neun verschiedenen Sylter Locations – vom Strandrestaurant über einen Kiosk bis zum Sternelokal – sowie ein Giveaway.
Laut dem Sylt Marketing Geschäftsführer stammten 2025 rund 97 % der rund 740.000 Gäste aus Deutschland, 1,5 % kamen aus der Schweiz. Knapp halb so viele waren es mit 0,7 % aus Österreich, wobei Moritz Luft „durch die Verdoppelung der Flüge und die Ausweitung der Saison heuer mit erheblich mehr“ rechnet.
Die Österreicher:innen sorgten zuletzt für ungefähr 30.000 der 4,8 Mio. gewerblichen Übernachtungen in den 339 Beherbergungsbetrieben, darunter rund 90 reine Hotels und Hotels garni (ohne Campingplätze und mit mindestens 10 Betten). Da auf Sylt extrem viele Urlauber:innen in kleineren Ferienwohnungen und bei Privatvermietern unterkommen, fällt ein großer Teil der Gäste durch das Raster der offiziellen Statistik. Sylt Marketing rechnet inklusive dieser Kleinvermieter in der Regel mit etwa 6,7 bis 7 Mio. Übernachtungen pro Jahr.
Viel wichtiger als die Zahlen ist aber das, was Sylt zu bieten hat. Moritz Luft: „Vor über 100 Jahren entstanden erste Naturschutzgebiete.“ Damals – man schrieb das Jahr 1923 – wurden das Morsum-Kliff und das Listland unter Schutz gestellt. In puncto Wassersports stellen Kiten und Surfen große Themen dar, wobei man auch das Segeln etc. nicht vernachlässigen darf. Dazu kommen Golf und vor allem das Radfahren. Moritz Luft: „Es braucht kein Auto.“ Auch der Bus – seit 1888 Teil des Lifestyle-Urlaubs – gilt als wichtiger Part des Inselverkehrs. Alle Linien starten oder treffen sich am ZOB (Zentraler Omnibusbahnhof) Westerland, was das Umsteigen extrem einfach macht.
Sylt hat zudem 40 Kilometer Strände, 12.000 Strandkörbe, eine „A-Wasser Qualität“ (Bestnote der EU-Badegewässerrichtlinie; auch bezüglich Trinkwassers gilt das Sylter Wasser als eines der reinsten in Deutschland) sowie extrem viel Kultur. Das Angebot reicht von traditionellen Inselfesten bis hin zu hochkarätigen Literatur- und Musikfestivals. Moritz Luft nannte diesbezüglich etwa das „Verdensballett“, das jeden Sommer im Benen-Diken-Hof in Keitum stattfindet (heuer am 10. Juli), das „Petro-Surf Festival“ am 27. Juni im Strandrestaurant „Samoa Seepferdchen“ oder die unzähligen „Sundowner & Strandpartys“, wohl auch im Sommer 2026 „die entspannteste Art bieten, den Abend zu beginnen“.
Erstellt am: 13. März 2026
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