Buchungstrends März 2016

Zurück zur Reisebüro-Buchung! Offline gewinnt wieder an Gewicht

Print-Ausgabe 8. April 2016

In der weiterhin anhaltenden generellen Markt-Schwäche verbucht der stationäre Vertrieb gegenüber der Online-Konkurrenz leichte Zugewinne

Die „Urlauber kehren aus dem Netz zurück“ betitelte die dpa (Deutsche Presse Agentur) Ende März einen Bericht, demzufolge das klassische Reisebüro in der Bundesrepublik gegenüber dem Internet ein Comeback feiert. Auch in Österreich zeichnet sich ein derartiger Trend ab. So weisen die März-Buchungen im stationären Vertrieb laut aktueller Zahlen des TAIPURA (T.A.I. Pauschalreisebuchungs-Radar) eine deutlich bessere Entwicklung auf, als bei den Portalen. Das Gesamtumfeld bleibt dabei angespannt.

Die TAIPURA-Zahlen basieren auf den von TravelTainment monatlich erhobenen Daten für die 15 meistgebuchten Flugpauschalreise-Destinationen in Österreichs Reisebüros sowie in den österreichischen Portalen.

Im Vergleich „Year-to-Date“ (YTD), also den kumulierten Werten seit Jahresbeginn, fällt auf, dass nur vier (im Februar noch fünf) der Top-15 über Portale gebuchten Ziele im Plus liegen, der Rest ist zum Teil deutlich im Minus. Bei den Reisebüros verbuchen hingegen mit acht genau doppelt so viele Destinationen einen Zuwachs.

Interessant ist, dass die Portale mehr vom Trend zu den Kanaren (Teneriffa Süd und Gran Canaria) profitieren, während die Reisebüros beim Top-Ziel des Jahres, Mallorca, und auch bei Ibiza deutlich besser punkten. Ibiza liegt bei den Portalen sogar im Minus.

Bemerkenswert ist, dass Hurghada trotz starker Rückgänge die Nummer 2-Position bei den Reisebüros zurückerobert hat. Der Grund dafür: Die Rückgänge sind deutlich geringer als jene von Antalya, das im stationären Vertrieb erstmals aus den Top-3 hinausgefallen ist. Darüber hinaus hatte das Flugziel Hurghada in den ersten drei Monaten des Vorjahres hohe zweistellige Zuwächse verbucht, während Antalya bereits damals deutlich an Boden verlor.

Das Verhältnis zwischen Reisebüro- und Portal-Buchungen wurde zuletzt auf ca. 75:25 geschätzt. Die Tendenzen im stationären Vertrieb haben also eine stärkere Hebelwirkung auf das Gesamtgeschehen.

Fazit: Eine Trendwende im Buchungs-schwachen Touristikjahr 2016 ist noch nicht eingetreten, im März gab es aber erste Anzeichen für eine leichte Wende zum Besseren. 

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Erstellt am: 08. April 2016

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