ÖHV Polit-Tagebuch

Kafkaeske Nr. 9: „Chef nicht schützenswert“

Print-Ausgabe 4. Dezember 2015

Das Auftanken von benzinbetriebenen Geräten, wie Rasenmähern und Motorsägen, ist keine so einfache Angelegenheit in der Seevilla Altaussee. Zumindest nicht mehr. Früher wurde einfach von einem Mitarbeiter des Hotels Benzin aus einem Kanister in das entsprechende Gerät gefüllt. Nach kritischer Beäugung der AUVA ist das nicht mehr möglich. Zu gefährlich seien die austretenden Dämpfe. Hotelier Alexander Gulewicz wurden drei Alternativen aufgezeigt: Erstens: Ein Mitarbeiter bringt die Geräte direkt zur fünf Kilometer entfernten Tankstelle, um sie dort wiederzubefüllen. Zweitens: Man steigt auf ein spezielles Gerätebenzin um. Oder drittens (und hier wird es skurril): Nicht der Mitarbeiter des Hotels, sondern Alexander Gulewicz selbst nimmt das Auftanken über den Kanister vor. „Unternehmer sind anscheinend weniger schützenswert“, so die sarkastische Schlussforderung des Hotelchefs.

Es ist nur eine von vielen Ungereimtheiten, auf die Gulewicz gestoßen ist. „Sicherheit hat oberste Priorität. Ich ziehe das durch“, so der Hotelchef. Jedoch müsse die Evaluierungsplattform der AUVA (www.eval.at) dringend aktualisiert werden: „Da stehen meiner Meinung nach Dinge drin, die sich widersperechen.“

§ Als Grundlage dient das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG)

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Erstellt am: 04. Dezember 2015

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