ÖHV Polit-Tagebuch

Kafkaeske Nr. 7: „Vier Hektar Wald aufforsten für einen Hektar Rodung“

Print-Ausgabe 6. November 2015

Nicht nur Negatives sagen möchte Bert Jandl bezüglich Errichtung eines Sees und einer ökologischen 9-Loch Jugendgolfanlage in der Vila Vita Pannonia im burgenländischen Pamhagen: „Die Abwicklung ist strategisch positiv verlaufen“, meint er. Doch was ihn mehrfach auf die Palme gebracht hat, war die Dauer der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): zweieinhalb Jahre bei hohem finanziellen Aufwand für diverse Gutachten zogen ins Land, bis ein positiver Endbescheid erstellt wurde. Selbst das war „schnell“. Andere Betriebe berichten von weit längeren Verfahren, mit hohen Kosten und unvorhersehbarem Ausgang des Verfahrens (Abwicklung im Land, Endbescheid durch Umweltministerium).

Überhaupt keine Relation sieht Bert Jandl etwa bei Auflagen bezüglich Ausgleichsflächen: für einen Hektar gerodeten Wald sind ganze vier Hektar neu aufzuforsten! „Woher soll man Flächen in dieser Größenordnung nehmen?“ Was ihn am meisten stört: „Man steht immer als Bittsteller vor Behörden und wird oft – obwohl man etwas Positives tun will – behandelt wie ein Angeklagter.“

§ Basis dafür liefern das Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 sowie verschiedene Gesetze im Bereich der Bodenreform

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Erstellt am: 06. November 2015

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