Print-Ausgabe 15. Mai 2026

Mit einem neuen CEO – Bilal Ekşi ging in Pension – und einem neuen Chairman reagiert der Carrier auf die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen
Eine Änderung im Topmanagement hat Turkish Airlines im April vorgenommen. So wurde die Position des CEO durch Ahmet Olmuştur neu besetzt, der viele Jahre als CCO (Chief Commercial Officer) des Unternehmens verantwortlich war. Er folgt Bilal Ekşi nach, der die Airline nahezu 10 Jahre lang geleitet hatte und nun seinen Ruhestand antrat. Ebenfalls neu ernannt wurde der Aufsichtsratsvorsitzende: Es ist Murat Şeker, der seit 2016 als CFO (Chief Financial Officer) von Turkish Airlines tätig war. Sein Vorgänger, Ahmet Bolat, ist zurückgetreten. Als Hintergrund werden die jüngsten geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken genannt. Turkish Airlines hat sogar die Dividende für 2025 gestrichen. Analysten sehen hinter dem Wechsel eine strategische Verschiebung, weg von starkem Wachstum, hin zu mehr Profitabilität, Liquidität und Risikokontrolle.
Als Nachfolger für Murat Şeker als CFO wurde Metin Gülşen bestellt. Er war zuletzt Senior Vice President für Accounting und die finanzielle Kontrolle des Carriers. Die Aufgabe von Ahmet Olmuştur als CCO hat Harun Baştürk übernommen, der vorher als Senior Vice President Sales Europe & Digital Sales Channels tätig war.
Turkish Airlines hatte das Jahr 2025 mit einem Nettogewinn von 2,91 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Der Umsatz kletterte um +6,3 % auf knapp 24,1 Mrd. US-Dollar. Das Jahr 2026 begann vielversprechend mit einem Umsatz-Plus von +21,1 % sowie einem von -44 Mio. US-Dollar auf 226 Mio. US-Dollar gedrehten Gewinn. Das Passagieraufkommen stieg im ersten Quartal um 12,7 % auf 21,3 Mio., die Flotte war bis Ende März auf 528 Flugzeuge angewachsen.
Entsprechend stark ist und bleibt auch die Präsenz in Österreich. Hier gibt es 5 tägliche Flüge ab Wien nach Istanbul und einen täglichen Flug ab Salzburg, ebenfalls in die Stadt am Bosporus. Damit nicht genug, stellt der Carrier erhöhte Frequenzen in Aussicht, etwa von zwei auf 14 Flüge pro Woche zwischen Istanbul und Hongkong ab 6. Juli 2026, ebenso viele nach Peking (ab 15. Juni, Erhöhung um 9 Flüge pro Woche) und nach Shanghai (ab 29. Juni, 8 zusätzliche Flüge). Die In-Destination Tokio/Narita wird ab 15. Juni auf 12 Flüge pro Woche ausgebaut, das Sonne-Strand-Ziel Seychellen einen Tag später auf drei Flüge pro Woche nach Mahé – allerdings nur im Sommerflugplan.
Erstellt am: 15. Mai 2026
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