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Die Flughafen Wien hat soeben seine Zahlen für das erste Halbjahr 2026 bekannt gegeben. Während der Standort Wien wie erwartet ab April aufgrund der Stationsschließung durch Wizz Air - betroffen waren insgesamt 28 Routen in 20 Ländern – und die Reduktion von Ryanair – sie zog mit Beginn des Sommerflugplanes fünf der 19 in Wien stationierten Flugzeuge ab – einen Passagierrückgang von -3,2 % auf 14,268 Mio. Passagiere verbuchte, konnte die Gruppe – also inklusive der Beteiligungen am Flughafen Malta und am Flughafen Košice – mit einem Plus von +1,9 % auf 19,975 Mio. Passagiere performen.
Dies ist deutlich besser, als die beiden Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger heuer zu Jahresbeginn kommuniziert hatten. Die Zahl der Passagiere sollte demnach für das Gesamtjahr um -4,4 %, wobei der Flughafen Wien mit einem Minus von -8,0 % zu Buche schlagen sollte.
Während Ryanair inkl. Lauda Europe mit Sitz in Malta mit 6,659 Mio. Passagieren 2025 die Nummer 2 Position auf Flughafen Wien inne hatte, war Wizz Air mit 1,832 Mio. Fluggästen die Nummer 3.
Verantwortlich für die nunmehr bessere Performance im ersten Halbjahr sind für allem die beiden Beteiligungen in Malta, der ein Passagierplus von bis zu +17,4 % verbuchen konnte, sowie in Košice mit Steigerungen von bis zu +66,5 %. T.A.I. hat sich die beiden Flughäfen näher angesehen.
Malta International Airport
Die Beteiligung am Flughafen Malta –sie besteht seit 2002, inklusive einer Erhöhung des Anteiles durch die Flughafen Wien AG im März 2016 auf rund 48,44 % - ist heuer so erfolgreich, weil über den Malta International Airport (MAL) nicht nur mehr Tourist:innen reisen (der Inselstaat hat sich vom Saison- zum Ganzjahresziel entwickelt), sondern er aktiv neue Märkte erschließt. So startete Delta Air Lines mit einer Boeing 767-300ER Anfang Juni erstmals eine Direktverbindung zwischen New York (JFK) und Malta. Dreimal pro Woche wird vorerst bis 23. Oktober 2026 geflogn.
Der Billigflieger Norwegian nahm im Juni eine neue Verbindung nach Billund in Dänemark auf, dem Geburtsort von „Lego“. Zudem werden weitere europäische Verbindungen laufend ausgebaut. Dazu kommt eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Low-Cost-Airlines Ryanair und easyJet.
Košice Airport
Der Flughafen Košice – er gilt als Airport für das wirtschaftliche Zentrum der Ostslowakei und kommt auf eine „catchment area“ von 1,5 bis 2 Millionen Menschen einschließlich Teilen Nordungarns und der Westukraine - erlebt 2026 sein bisher erfolgreichstes Jahr. Das Wachstum ist kein Zufall.
So gibt es neue Flugverbindungen durch Ryanair (der Low Cost Carrier hat sei Angebot deutlich ausgebaut, fliegt seit Frühjahr 2026 erstmals Málaga an und hat die Frequenzen nach Prag und Liverpool erhöht) und Wizz Air. Sie hat ihre neue Verbindung nach Rom Fiumicino aufgenommen und auch die Inlandsverbindung nach Bratislava hat sich als großer Erfolg erwiesen. Diese wird vom Wizz Air seit Ende November als Gewinner einer öffentlichen Ausschreibung des slowakischen Verkehrsministeriums betrieben, seit März 2026 gibt es bis zu 13 Flüge pro Woche. Dazu kommt die Rekordnachfrage im Tourismus.
Die Beteiligung der Flughafen Wien Gruppe am Košice Airport besteht seit 2006. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Auslandsinvestitionen der Flughafen Wien AG.
Erstellt am: 14. Juli 2026