Aviation Industry Austria (AIA)

Keine Sommer-Sorgen bezüglich Kerosin! Flugverkehrs-Abgabe gehört sofort weg

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Nach dem Flughafen Linz im Vorjahr fand das Meeting der AIA (Aviation Industry Austria - der österreichische Dachverband Luftfahrt) diesmal Anfang Mai 2026 am Flughafen Salzburg statt. Die AIA unter Geschäftsführer Peter Malanik (3.v.l.) hatte mit dem Abhalten des „Expertenforums Luftfahrt“ auf dem W.A. Mozart Airport eine hervorragende Entscheidung getroffen, denn der begeht heuer seinen 100. Geburtstag (am 20. Juni 2026 gibt es zum Jubiläum einen Tag der offenen Tür mit großem Flughafenfest). Das Motto des diesjährigen AIA-Meetings war dem Flughafen als Schnittstelle für Wirtschaft, Tourismus und Kultur sowie über seine Bedeutung für die regionale und internationale Standortentwicklung gewidmet. T.A.I. war durch Franz Zussner präsent, die Fotos schoss der steirische Luftfahrtphotograph Michael Jentner.

Mit rund 100 anwesenden Gästen gab es eine deutliche Steigerung gegenüber den 80 in Linz. Julian Jäger (2.v.r.), - der Flughafen Wien Vorstand ist amtierender Präsident der AIA –, und Peter Malanik konnten dabei u.a. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Mi.), Branchengrößen wie Edi Wolfensberger, COO (Chef Operating Officer) bei Eurowings, Stephan Erler, Country Manager für Deutschland und die Schweiz beim Low Cost Carrier easyjet, die Flughafen-Geschäftsführer Marco Pernetta (r.; Innsbruck) und Wolfgang Grimus (2.v.l.; Graz) und natürlich die Hausherrin, Bettina Ganghofer (3.v.r.), Geschäftsführerin des Salzburg Airport, als Panelgäste und Vortragende begrüßen.

Charter-Destination für Ski-Touristen

Peter Malanik hob in seiner Eröffnungsrede die Rolle des W.A. Mozart-Flughafen als „regionales und internationales ‚Asset‘ für Salzburg“ hervor. Vor allem im Winterhalbjahr ist er „der beliebteste Zielflughafen für sehr viele Wintersport-Touristen aus ganz Europa und genießt fast Kultstatus!“ So sind die Februar-Wochenenden mit bis zu 180 Flugbewegungen an Samstagen und Sonntagen die frequentiertesten des Jahres.

Die anerkennenden Worte von Peter Malanik waren für Bettina Ganghofer eigentlich „ein aufgelegter Elfmeter“, um in die Fußballersprache zu wechseln. Die Geschäftsführerin des Flughafens Salzburg betonte, dass der W.A. Mozart-Airport mit rund 1,8 Mio. Fluggästen als der zweitgrößte Verkehrsflughafen Österreichs gilt und im Winterhalbjahr die rot-weiß-rote Nummer 1 als Charter-Destination für Ski-Touristen. Europaweit dürfte laut ihr der Flughafen Genf in der Schweiz aufgrund seiner Nähe zu Frankreich und den Westalpen im Wintercharter die Nase vorne haben.

Salzburg sei ein Flughafen der kurzen Wege, Headquarter für viele internationale Firmen und gelte deshalb auch als „Premium-Airport“ für die General Aviation. Im Großraum Salzburg leben auch viele ethnische oder religiöse Minderheiten (türkische, serbische, kosovarische usw.), die Flugverbindungen in ihre Herkunftsländer sehr zu schätzen wissen. „Da haben wir die richtigen Verbindungen“, sagte Ganghofer.

Flugverkehrs-Abgabe & Kerosinverfügbarkeit

Eurowings-Manager Edi Wolfensberger betonte ausdrücklich, dass sich die Basis seiner Airline am Flughafen Salzburg seit 2017 „sehr erfolgreich entwickelt“ hat und nun bereits drei Jets samt Crews dort stationiert sind. Alle drei Eurowings-Basen in Österreich (neben Salzburg sind dies Wien und Graz) entwickelten sich prächtig. „Wir sind froh, diese zu haben“, so Wolfensberger. Nicht beliebt sei hingegen die Flugverkehrs-Abgabe in Österreich, „die Ticketpreise verteuert und besser heute als morgen abgeschafft werden sollte“, wie Wolfensberger betonte

Bezüglich der Iran-Krise und Kerosinverfügbarkeit gab es keine stimmige Aussage. Der Grund: Niemand kann in die viel zitierte „Glaskugel“ schauen. Kerosin ist bis dato durch „Hedging“ (Sicherung gegen Kurs-, Zins-, Währungs- oder Rohstoffpreisschwankungen) abgesichert. Es sollte diesbezüglich wohl ein Problem geben, zumindest für die anstehende Sommersaison.

Airports als Motor globaler Vernetzung

Bleibt die Bedeutung von Flughäfen als Schnittstelle für regionale und internationale Standortentwicklung. „Wirtschaftsstandorte entstehen an Verkehrsknotenpunkten“, so der Tenor aller Vortagenden. Die Luftfahrt gilt somit als „zentraler Motor für Wertschöpfung, Beschäftigung und globale Vernetzung.“ Gerade für export- und tourismusgetriebene Regionen sei eine leistungsfähige Fluganbindung unverzichtbar, wie sich am Beispiel des Flughafens Salzburg ganz besonders deutlich zeigt, wie Julian Jäger meinte. Peter Malanik ergänzte in seinem Schlusswort, wie eng Luftfahrt, Tourismus und kulturelle Entwicklung miteinander verknüpft sind: „Globale Erreichbarkeit ist heute ein entscheidender Faktor für internationale Sichtbarkeit und wirtschaftlichen Erfolg von Regionen.“

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:

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