AIDA Cruises

„Wollen den Marktanteil-‚Gap‘ im Vergleich zu Deutschland schließen“

Print-Ausgabe 17. September 2021

„Wir wollen Österreich weiter ausbauen, wir sehen hier ein sehr großes Potential“, so Uwe Mohr


 

Der lag zuletzt bei 50 % – entsprechend intensiv will AIDA Cruises ihre Markt­bemühungen in Österreich intensivieren und zwar auch ohne eigener Niederlassung

„Wir wollen in Österreich dort anknüpfen, wo wir vor der Pandemie aufgehört haben.“ Diese Ankündigung von Uwe Mohr, Vice President bei AIDA Cruises, lässt aufhorchen. Hatte doch die von AIDA im März dieses Jahres vollzogene Schließung des Österreich-Büros nach etwas mehr als 15 Jahren eine andere Schlussfolgerung zugelassen. Corona ließ grüßen. Seither ist Österreich Chef-Sache und Uwe Mohr unterstreicht dies im T.A.I.-Gespräch gleich mehrfach: „Der persönliche Kontakt ist in Österreich sehr wichtig. Wir werden unsere Partner und den Markt ebenso eng wie intensiv betreuen.“

So reiste der AIDA Vice President Anfang September persönlich zum Kreuzfahrtausschuss des ÖRV (Öster­reichischer ReiseVerband) an und stattete drei Tage hindurch vielen Top-Partnern einen Besuch ab. „Die Gespräche waren sehr konstruktiv“, zieht Uwe Mohr zufrieden Bilanz. Das nächste Mal nach Wien bzw. Wiener Neustadt führen wird ihn Anfang Oktober der 60. ÖRV Kongress („Ich freue mich schon darauf“) und auch die Ferien-Messe Wien 2022 (geplant von 13. bis 16. Jänner) steht fix auf seinem Terminplan, falls sie tatsächlich stattfinden kann.

Ebenso ist Uwe Mohr zufolge für einen intensiven permanenten Kontakt mit dem Vertrieb gesorgt. So wird künftig der süddeutsche AIDA-­Außendienst den österreichischen Markt mitbetreuen: „Alle unsere Agenturpartner in Österreich sind mit Email-Adressen und Telefonnummern ausgestattet, damit sie direkt kommunizieren können.“

Wie bisher liegt der Fokus von AIDA Cruises in Österreich auf dem Partnervertrieb. „Wir sind in Öster­reich breit aufgestellt“, erklärt Uwe Mohr, demzufolge drei große Säulen den Hauptteil des Volumens tragen: das Reiseveranstalter-Geschäft, Direkt­vermarkter sowie der FIT (Fully bzw. Free Independent Traveler) in den Reisebüros. Der Eigenvertrieb sei im Vergleich dazu „sehr gering“.

Wo steht AIDA aktuell mit dem Restart ihrer „Kussmund“-Flotte? Derzeit stehen sieben der insgesamt 13 Schiffe im Einsatz. Die Anzahl wird in den kommenden Wochen sukzessive hochgeschraubt: „Wir wollen im Winter mit bis zu zehn Schiffen wieder auf Fahrt gehen“, erklärt Uwe Mohr. Nicht länger dabei ist die AIDAcara, das allererste Kussmund-Schiff, das heuer im Juni verkauft wurde und nun als Astoria Grande unterwegs ist.

Im Winter 2021/22 werden nach aktueller Planung drei AIDA-­Schiffe in der Karibik kreuzen, mit der Dominikanischen Republik als bevorzugtem Einreiseziel (es werden Flugcharter dorthin von Condor und Eurowings Discover inkl. Zubringerflügen ab/bis Österreich angeboten). Ein Schiff wird ab/bis Dubai eingesetzt, die Kanaren werden mit zwei Kussmund-­Schiffen bereist. Ein bis zwei Schiffe werden laut Uwe Mohr im Mittelmeer stationiert, dazu kommen Abfahrten zu europäischen Metropolen ab Hamburg.

Wichtig ist, dass für alle AIDA-­Passagiere hohe Sicherheitsstandards garantiert werden. Laut Uwe Mohr ist der generell verpflichtende PCR-Test Voraussetzung, um eine Kreuzfahrt unternehmen zu können, es erfolgt zudem ein täglicher Temperatur-Check und die Landausflüge werden in „sicheren Bubbles“ durchgeführt. Im Winter dürfen nur geimpfte Personen mit entsprechendem Zertifikat an Bord.

Zurück nach Österreich: Wie sieht es mit der Umsetzung des geplanten Direktinkassos aus? Diesbezüglich gibt Uwe Mohr Entwarnung: „Wir sind in Österreich beim Agentur-Inkasso geblieben!“ Und weiter? „Erst sollen alle wieder gute Umsätze machen und in einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb kommen.“

Etwas anderes genießt bei AIDA Cruises und bei Uwe Mohr weitaus höhere Priorität: „Wir wollen Österreich weiter ausbauen, wir sehen hier ein sehr großes Potential.“ Konkrete Zahlen will der Vice President keine nennen, nur so viel: „Wir wollen den ‚Gap‘ bei den Marktanteilen im Vergleich zu Deutschland schließen.“ Was bedeutet das konkret? „In Deutschland haben wir fast 50 %.“

Kussmund als Vorreiter

AIDA revolutionierte 1996 die Kreuzfahrtbranche durch zwanglosen Urlaub in Club-Atmosphäre mit Indienststellung ihres ersten Schiffes. Seit 2004 ist die Reederei Teil der Carnival-­Gruppe, wobei die Carnival-­Tochter Costa Crociere für AIDA verantwortlich zeichnet. Die AIDA-Flotte ist eine der modernsten und umweltfreundlichsten Flotten der Welt, was durch Indienststellung der AIDAnova 2018 unterstrichen wurde: Sie war das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das vollständig mit emissionsarmem Flüssigerdgas (LNG) betrieben wird. Ebenso verfügen bereits zehn AIDA-Schiffe über Landstromanschluss bzw. sind technisch dafür vorbereitet. 2030 wird das erstes Zero-Emission-Schiff von AIDA auf Reisen gehen, spätestens 2030 soll die gesamte Flotte klimaneutral auf Kurs sein.

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Erstellt am: 17. September 2021

Fotos: © AIDA Cruises

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