Kreuzfahrten

Letzte Gäste der Schiffe im Persischen Golf sind zu Hause! „Straße von Hormuz“ bleibt zu

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Kreuzfahrten und der Iran-Krieg

Die Sperre der von der Schifffahrt intensiv genutzten „Straße von Hormuz“ – sie liegt zwischen einer Einbuchtung der Küste Irans und den V.A.E. (Vereinigte Arabischen Emirate) bzw. dem Oman – durch den Iran-Krieg hat auch vier Kreuzfahrtreedereien ins Schwitzen gebracht: TUI Cruises, MSC Cruises, Aroya Cruises und Celestyal Cruises. Zwei der acht Schiffe von TUI Cruises, die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 5, eines von MSC Cruises (die MSC Euribia, das dritte der Meraviglia-Plus-Klasse und das erste der Reederei, das mit LNG – Liquefied natural gas betrieben werden kann), die Aroya Manara der saudischen Reederei Aroya Cruises sowie die Celestyal Discovery und die Celestyal Journey sitzen in den Häfen von Abu Dhabi und Dubai fest.

Die erst 2023 gegründete Aroya Cruises, die vorerst nur ein Schiff mit 1.686 Kabinen betreibt (bei der Aroya Manara handelt es sich um die einstige „World Dream“ der 2022 insolvent gewordenen Dream Cruises der Genting Group), hat die Golf-Saison aufgrund des Iran-Krieges vorzeitig beendet und plant für 2026 eine Mittelmeer-Saison. Wann das Schiff den Hafen von Dubai verlassen kann, ist offen. Denn solange die Straße von Hormuz gesperrt bleibt, steht über dem Saisonstart im Mittelmeer ein großes Fragezeichen. Aktuell sind nur Crewmitglieder an Bord.

Hohe Komplexität bei MSC Cruises

Für MSC Cruises ist zwar der Ausfall der MSC Euribia (2.419 Kabinen) schmerzhaft, doch betrifft dies nur eines von aktuell 22 Schiffen. Die Gäste waren noch einige Zeit an Bord im Hafen von Dubai, aber laut Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises, wurden bis zum Freitagmorgen, dem 6. März, bereits sieben vollbesetzte Maschinen aus der Region verabschiedet. Neben eigens angemieteten Chartermaschinen wurden in enger Kooperation mit den Fluggesellschaften Emirates und Fly Dubai Kontingente auf regulären Linienflügen gesichert. In Einzelfällen griffen zudem staatliche Rückholprogramme, um die Sicherheit der Staatsbürger:innen zu gewährleisten.

Für MSC Cruises gab es eine extreme Komplexität, und zwar durch die Internationalität der Gäste, die aus Deutschland, UK, Italien, Spanien, den USA und Brasilien stammten. Geplant ist, dass dieMSC Euribia heuer im Frühjahr Norwegens Fjorde erkundet, später durch das westliche Mittelmeer kreuzt.

Gesamte Flotte von Celestyal Cruises

Jeweils zwei Schiffe haben die zypriotische Reederei Celestyal Cruises und die deutsche TUI Cruises im Persischen Golf. Während die Celestyal Discovery (633 Kabinen, es handelt sich um die einstige AIDAaura) im Hafen von Dubai festsitzt, befindet sich die fast gleich große Celestyal Journey (630 Kabinen) in Doha, der Hauptstadt von Katar. Es sind da wie dort nur noch Crewmitglieder an Bord. Beide Schiffe sollten heuer im Frühjahr durch das östliche Mittelmeer fahren, davor durch den Suezkanal. Auch hier wird es wohl zu Verzögerungen kommen. Das Problem: Celestyal Cruises hat mit beiden Schiffen die gesamte Flotte derzeit im Persischen Golf.

Gäste von Mein Schiff 5 mussten warten

Bei TUI Cruises sind hingegen nur zwei der acht Schiffe großen Mein Schiff-Flotte in der Golfregion stationiert. Wobei TUI Chef Sebastian Ebel noch Anfang März davon ausging, dass „spätestens in 14 Tagen diese Schiffe in anderen Regionen wieder in normalem Einsatz“ sein werden. Davon kann derzeit nicht die Rede sein. Auf der Mein Schiff 4, die über 1.253 Kabinen verfügt, sind nur noch Crewmitglieder an Bord. Sie sitzt in Abu Dhabi fest.

Auf der Mein Schiff 5 (sie hat 1.267 Kabinen) wurden erst gestern, Donnerstag, dem 12. März 2026, die letzten Gäste nach Hause gebracht. Sie mussten teilweise bis zu 12 Tage auf dem Schiff im Hafen von Doha ausharren, bevor die Rückreise stattfinden konnte. Der Grund: Die direkte Ausreise aus Katar war erschwert, es wurde an einer Route über Saudi-Arabien gearbeitet, von wo aus die Weiterreise nach Deutschland erfolgte.

Ab Mitte April soll die Mein Schiff 5 wie geplant durch das Mittelmeer kreuzen, die mein Schiff 4 über Kapstadt Richtung Adria unterwegs sein.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:

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