WESTbahn

Mit 250 km/h durch den Koralmtunnel. Ab Ende Mai fünfmal pro Tag! WESTbahn fährt Südbahn

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Seit Anfang März 2026 fährt die private WESTbahn auch auf der Südbahn von Wien nach Villach. Sie ist seit 2011 (also 15 Jahre hindurch) unterwegs und verkehrt mehrmals täglich von Wien nach Innsbruck, Bregenz, Lindau/Bodensee, St. Johann im Pongau sowie nach München und Stuttgart. Auch auf der Südbahnroute ist die WESTbahn damit ein Konkurrent zur staatlichen ÖBB. Beim Frühjahrskongress des ÖRV (Österreichischer ReiseVerband) in Pörtschach am Wörthersee genossen viele Teilnehmer:innen die Anreise, so auch T.A.I.,  für die Franz Zussner folgenden Beitrag verfasste.

Verlängerung bis Südtirol geplant

Der WESTbahn ging es nicht nur darum, der ÖBB das Feld alleine zu überlassen – im Einzugsgebiet der Südstrecke leben mehr als 3,5 Millionen Menschen – sondern auch mit ihrem bewährten Qualitätsanspruch auf der Südstrecke zu punkten. Dies beginnt mit den nagelneuen Niederflur-Hochgeschwindigkeitszügen von Stadler-Rail, dem SMILE (Schneller Mehrsystemfähiger Innovativer Leichter Expresszug). Er hat Zulassungen für die Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich, was ein Novum in diesem Bereich darstellt und auch den grenzüberschreitenden Personenverkehr ermöglicht. Dies ist insofern von Bedeutung, als von der WESTbahn eine Direktverbindung zwischen Österreich und Südtirol eingerichtet werden soll. Diesbezügliche Gespräche laufen.

Drei dieser einstöckigen Garnituren (ein Unterschied zum KISS Doppelstock Angebot Richtung Westen) wurden von der WESTbahn für die Südstrecken angeschafft (Investition rund 120 Mio. Euro), mit Lederbestuhlung in allen drei Klassen (Standard, Comfort mit mehr Beinfreiheit und großen Tischen sowie First Class mit einer 2+1 Bestuhlung), WLAN und einer Steckdose an jedem Sitzplatz. Dazu kommen niveaufreie Einstiege, Klimaanlage, Gepäckablagen, Toiletten, Snacks- und Getränkeautomaten sowie West-Café in allen drei Komfortklassen. Upgrades sind gegen Gebühr möglich, Klimaticket-Besitzer:innen reisen in der Comfort-Class gratis.

Mehr Verbindungen an nachfragestarken Tagen

Laut den beiden WESTbahn Geschäftsführern Marco Ramsbacher und Thomas Posch können die bereits bekannten blau-weißen Doppelstockzüge wegen der Semmeringstrecke (Ghega Bahn) nicht eingesetzt werden, weshalb wurden die SMILE-Garnituren für die Südstrecke erworben.

Die Geschwindigkeit ist atemberaubend: Mit 250 km/h fahren die SMILE-Expresszüge durch den Koralmtunnel, die damit schneller sind als die Railjets der ÖBB, die „nur“ bis zu 230 km/h schaffen. Mit einer Länge von 202 Meter (elf Wagen) können bis zu 422 Passagiere befördert werden (bei den KISS-Zügen sind es 506 Fahrgäste in sechs Wagen).

Seit Anfang Mai 2026 ist die WESTbahn übrigens Mitglied im steirischen Verkehrsverbund, womit auch das Klimaticket-Steiermark auf der WESTbahn vom Semmering bis Graz gültig ist. Allerdings gelten für Passagiere, die Klimatickets für beide Bundesländer (Steiermark und Kärnten) besitzen, die Fahrten durch den Koralmtunnel nicht. Sie müssen dafür eine Extragebühr (wie bei den ÖBB auch) entrichten.

Wegen Bauarbeiten auf der Semmeringstrecke werden von der der WESTbahn vorerst nur drei tägliche Verbindungen je Richtung angeboten. Ab 29. Mai 2026 stehen dann fünf tägliche WESTbahn-Verbindungen nach Villach und retour auf dem Plan, wobei es an Wochenenden und nachfragestarken Tagen mehr Verbindungen geben kann.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:

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