Sixt
Weichenstellungen beim Mobilitätsanbieter

Gut vorbereitet in die Zukunft! Generationswechsel & Herausforderungen bei SIXT

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Als Aussteller ist er auf der virtuellen ITB NOW (9. bis 12. März 2021) vertreten, als einer der weltgrößten und profitabelsten Mobilitätsdienstleister bzw. Mietwagenanbieter kam er – trotz Verlust – vergleichsweise unbeschadet durch das erste Jahr der COVID-19 Pandemie: SIXT. Intern erfolgten dieser Tage die finalen Weichenstellungen für eine Übergabe an die nächste Generation.

Das 1912 von Martin Sixt gegründete Unternehmen ist mit der ITB seit Jahren eng verbunden und fungiert dort traditionell u.a. als Mobilitätspartner der ITB sowie des ITB Business Travel Forums. Auf der digital abgehaltenen ITB NOW sind die Schwerpunkte natürlich anders gelagert. So wird SIXT an den eTravel Data Talks über Auswirkungen des Digitalisierungsschubs auf die Reisebranche teilnehmen.

Der Generationswechsel

Digitalisierung, internationales Wachstum und strategische Kontinuität sind auch jene Aufgaben, denen sich Alexander und Konstantin Sixt ab Mitte Juni 2021 als Nachfolger von Konzernchef Erich Sixt (76) stellen müssen, der seit 1969 an der Spitze des Unternehmens steht, das er von damals 200 Fahrzeugen in Deutschland auf 175.400 Fahrzeuge in 2020 (-30,1% gegenüber 2019) in 110 Ländern ausbaute. Neben Auto- und Nutzfahrzeugvermietung ist Sixt auch in den Bereichen Carsharing, Fahrdienste und Auto Abos tätig. Sixt Senior wird in den Aufsichtsrat wechseln, wo er den Vorsitz übernehmen möchte. Den hat derzeit TUI-Chef Friedrich Joussen inne.

Die beiden Söhne von Erich Sixt, die gemeinsam als Vorstandsvorsitzende agieren werden, können auf fundierte Ausbildungen zurückblicken:

  • Alexander Sixt (41) arbeitete nach seinem Wirtschaftsstudium an der ESCP (École supérieure de commerce de Paris) zunächst bei der Deutschen Bank (London) und beim Consulting-Unternehmen Roland Berger, bevor er 2010 bei Sixt einstieg und seit 2015 im Vorstand tätig ist (Konzernstrategie, M&A, Einkauf, Prozessmanagement).
  • Konstantin Sixt (38) studierte in Genf, Paris und London und trat bereits 2005 bei Sixt ein, wo er das Online-Geschäft verantwortete. 2013 übernahm er die Leitung des Deutschland-Vertriebs und seit 2015 ist er im Vorstand für Vertrieb sowie E-Commerce zuständig.

Die übrigen Vorstandsmitglieder bleiben unverändert Nico Gabriel (Operations), Detlev Pätsch (Operations, Fuhrpark), Jörg Bremer (Finanzen, Controlling) und Daniel Marasch (Van & Trucks).

Die Herausforderungen

Die Corona-Pandemie ist natürlich auch an Sixt nicht spurlos vorübergegangen. Wie das Unternehmen (Börsenwert aktuell 4,62 Mrd. Euro, +59,75% gegenüber vor einem Jahr) Anfang März mitteilte, sank der Umsatz um -38,8% auf 1,53 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) war mit -81,5 Mio. Euro deutlich negativ. 2019 wurde noch ein Überschuss von 308,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Sixt zählte damit zu den profitabelsten Mobilitätsunternehmen weltweit.

Bezüglich 2021 gibt man sich bei Sixt vorsichtig, ein konkreter Ausblick kann vorerst nicht gegeben werden: „Derzeit ist nicht absehbar, wann die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen wieder an Dynamik gewinnen wird und in welchem Umfang touristische Reisen in diesem Jahr möglich sein werden.“ Insgesamt sei der Konzern aber „in all seinen Märkten auf eine Belebung der Nachfrage aufgrund der 2020 vorgenommenen strategischen, personellen und finanziellen Weichenstellungen sehr gut vorbereitet.“ Der Zeitpunkt für den Generationswechsel scheint damit klug gewählt zu sein.

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