Bergbahn AG Kitzbühel

Snow-Farming, Rekord-Projekt, Komfort wie im Oberklassen-Auto

Print-Ausgabe 31. Oktober 2019

Josef Burger und Martin Leitner

Josef Burger und Martin Leitner


 

Früher Saisonstart bringt laut DSV ökologische Vorteile – 200 Skitage als nicht Gletschergebiet sind einzigartig – Fleckalmbahn „neu“ setzt mehrfach Maßstäbe

Mit einem Medien-Event im Audi-­Forum am Flughafen München startete die Bergbahn AG Kitzbühel Mitte Oktober in den Ski­winter 2019/20. Der wird mit der „Fleckalmbahn neu“ ein besonderes Highlight bieten – die mit mehr als 27,5 Mio. Euro bisher größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens, wie „KitzSki“ Vorstands-Chef Josef Burger betonte. Insgesamt werden heuer von Österreichs zweitgrößtem Berg­bahn-Unternehmen (knapp 55 Mio. Euro Umsatz 2017/18) rund 33 Mio. Euro investiert.

Als Vorgeschmack auf die künftige „Fleck“ brachten Josef Burger und Martin Leitner (Leitner AG) eine der neuen 10er-Kabinen im Pininfarina-Design mit in die Bayernmetropole. Sie verfügt über „Kabinen-Sitze wie ein Oberklassen-Auto“, schwärmte Martin Leitner, dem zufolge der Fleckalm-Bau derzeit „etwas vor dem Zeitplan“ liegt. Sollte nichts Gravierendes dazwischen kommen, ist die Premiere am Nikolaustag, den 6. Dezember, ebenso fix, wie die offizielle Eröffnung acht Tage später am 14. Dezember.

Die neue Fleckalmbahn wird Leitner und Burger zufolge über den „höchsten am Markt befindlichen Fahrgastkomfort“ verfügen (u. a. Sitz- und Lendenheizung), sowie eine hohe Windstabilität aufweisen, an der es ihrer Vorgängerin (sie war 35 Jahre in Betrieb) mangelte.

Die „KitzSki“-Saison 2019/20 wurde am selben Tag eröffnet, an dem auch das Mediengespräch in München über die Bühne ging. „Wir sind damit eines der ersten Nicht-Gletscher-Skigebiete, das mit Publikumslauf und Trainingsbetrieb startet“, so Burger. „Snow Farming“ die Sommermonate über am Resterkogel machte es möglich. Dass „KitzSki“ für das weiße Band auf knapp 2.000 Metern Seehöhe in noch herbstlicher Umgebung Kritik ausgesetzt wird, tragen Josef Burger und die Präsidentin des Kitzbühel Tourismus Signe Reisch mit Fassung. Denn der Resterkogel wird durch den frühen Start Mitte Oktober „offizielles Renn- und Trainingsgebiet des Deutschen Skiverbandes“, der dort heuer insgesamt 26 Rennen austrägt – teils FIS-Rennen – sowie 550 Trainingslinien für Nachwuchs- und Weltcupteams durchführt. DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier: „Durch den frühen Kitzbühel-Start haben wir kürzere Trainings-Anreisewege (Anm.d.Red.: als in Gletscherskigebiete), auch das ist ökologisch.“ Signe Reisch: „Das stärkt die Marke Kitzbühel. Unser Winter mit inzwischen 200 Skitagen als nicht Gletschergebiet ist einzigartig!“

Auch die Ski-Community scheint es zu schätzen. „Unser Saisonkarten-­Vorverkauf war so stark wie noch nie“, freute sich Josef Burger. Das Plus liegt aktuell bei 20 Prozent und setzte damit die hohen Steigerungsraten der Vorjahre eindrucksvoll fort. In Summe wurde damit bereits mehr als die Hälfte der im Vorjahr verkauften Saisonkarten geordert.

Fortgesetzt wird auch der tägliche „Kitz-Ski-Express“ von Geldhauser Omnibus, der im Winter 2019/20 (November bis April) erstmals auch mehrtägige Ski-Urlaube in der Hahnen­kamm-­Region ab München anbieten wird (2 Tage, Halbpension, 3-Sterne Hotel, 2-Tagesskipass, Hin- und Rückfahrt ab 219 Euro). 

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