Maximilian Schultz gab Details zum Baustart der neuen Sesselbahn bekannt.
Neues Seilbahnprojekt in St. Jakob

Grünes Licht für 12 Mio. Euro teure Sesselbahn! Schultz-Gruppe investiert in Osttirol

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Größere Seilbahnprojekte sind im zweiten Corona-Jahr und nach dem Komplettausfall der Wintersaison 2020/2021 eher nicht die Regel. Umso bemerkenswerter ist der Ende August 2021 erfolgte Baustart für den neuen 6er-Sessellift auf den Leppleskofel im Skizentrum St. Jakob. Die Schultz-Gruppe von Heinz und Martha Schultz, die das Skizentrum 2010 erworben hatten, investiert in das Vorhaben 12 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist bis November 2022 geplant.

Details rund um den Baustart gaben Maximilian Schultz, er ist der Sohn von Heinz Schultz, und Bürgermeister Ingo Hafele (er ist Juniorchef des Urlaubsresorts Hafele mit mehreren Appartementhäusern und Bungalows sowie einem Spa) bekannt. Schultz: „Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten für den Tourismus wollen wir mit dem Baustart ein klares Signal setzen und die positive Entwicklung im Tal unterstützen.“ Heuer stehen Vorbereitungsarbeiten auf dem Programm, nächstes Jahr folgen dann die neue Tal- und Bergstation.

Modernste Bahn von Leitner

Hersteller der Sesselliftanlage, die über 48 beheizte Premiumsitze mit Wetterhauben verfügen wird, ist der Südtiroler Herstellers Leitner. Von der Talstation des 1,05 km langen Almspitzliftes wird es in einer Fahrtzeit von 3 Minuten auf 2680 Meter gehen. Damit ist laut Maximilian Schultz Schneesicherheit gegeben. Die Beförderungsleistung soll bei 2.400 Personen pro Stunde liegen.

Zusätzlich entstehen durch die Anlage – sie ersetzt den bestehenden Almspitz-Schlepplift - drei neue Abfahrten, wodurch das Pistenangebot um ca. 25 % anwächst. Derzeit erstreckt sich das Skigebiet über 23,7 Pistenkilometer mit einer Pistenfläche von 96 ha.

Von der Konkursmasse zum Eigenkapitalkaiser

Die Schultz-Gruppe hatte 2010 die einige Monate zuvor mit Verbindlichkeiten in Höhe von 9,2 Mio. Euro in Konkurs gegangenen Bergbahnen St. Jakob im Defereggen gekauft. Die Überschuldung gab die APA (Austria Presseagentur) mit rund 6 Mio. Euro an, 5,7 Mio. Euro davon Bankverbindlichkeiten. An der Gesellschaft waren rund 240 Gesellschafter beteiligt, darunter auch die Gemeinde St. Jakob. Schultz hatte damals laut Masseverwalter, Rechtsanwalt Stefan Geiler, den besten Kaufpreis geboten, kolportiert wurden 5 Mio. Euro. Für die betroffen 65 Gläubiger gab es eine Quote von 40 %.

Heute steht die Skizentrum St. Jakob i.D. GmbH & Co KG hoch weiß da. Die Eigenkapitalquote belief sich in der letzten veröffentlichten Bilanz (Stichtag 30. April 2020) auf satte 85,2%. Laut Skiresort.de handelt es sich um ein Familienskigebiet abseits des Massentourismus, mit absoluter Schneesicherheit bis in den April. Derzeitige Highlights sind die 6er-Kabinenbahn Brunnalm, die 3er-Sesselbahn Mooserberg und die 6er-Sesselbahn Weißspitz.

Schultz-Stärke auch in der Hotellerie

Zum ebenfalls seit längerem geplanten Vorhaben, im Bereich der Talstation in St. Jakob ein Hotel mit 200 Betten zu errichten, wollte sich Maximilian Schultz nicht zu konkret äußern, nur so viel: „Schritt für Schritt.“ Absage war es also keine.

Der Schultz-Gruppe gehören aktuell u.a. fünf Skiresorts im Tiroler Zillertal, in Matrei, Kals, Sillian und St. Jakob in Osttirol. Dazu kommen 17 Hotels und Gastronomiebetriebe (u.a. die 4-Sterne superior Hotels Sportresidenz Zillertal mit 22 Zimmern, die Dolomiten Residenz Sillian mit 104 Zimmern, das Gradonna Mountain Resort Chalets + Hotel in Kals am Großglockner mit 171 Zimmern sowie ganz neu das Alpenhotel Kitzbuehel mit 80 Zimmern und Appartements).

Die bevorstehende Saison ist von 8. Dezember 2021 bis 18. April 2022 geplant. Maximilian Schultz gibt sich zuversichtlich: „Wir sind überzeugt, dass der Wintertourismus wieder boomen wird.“

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