Zukunftsjob REISEBÜRO

Zu wenige Nachwuchskräfte? Drei Vorschläge, um dies zu ändern

Print-Ausgabe 31. Mai 2019

Gregor Kadanka

MODUL-SchülerInnen erarbeiteten im Zuge des Wettbewerbs „Marketingpreis Reisebüro“ Konzepte, um Lösungen gegen den Fachkräftemangel zu finden

Wie kann man junge Menschen für eine berufliche Zukunft in einem Reisebüro begeistern? Diese Fragestellung stand im Mittelpunkt des „Marketingpreis 2018/2019“, den die Fachgruppe Reisebüros der Wirtschaftskammer Wien ausgeschrieben hatte. Anfang Mai wurden die PreisträgerInnen des Wettbewerbs gekürt. T.A.I. berichtete bereits darüber und hat sich die prämierten Arbeiten näher angesehen.

Sieben Teams, die gerade eine Schulausbildung beendet haben beziehungsweise kurz vor deren Absolvierung stehen, hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Zur Vorbereitung und Auseinandersetzung mit dem Berufsbild wurden Mitte Dezember einige Betriebsbesuche organisiert.

Das Augenmerk bei den Konzepten sollte vor allem auf die Ansprache von Jugendlichen gelegt werden, wobei es keine Vorgaben bezüglich Wahl des passenden Formates gab. Die Bandbreite reichte deswegen von Videos über Social-Media-Konzepte bis hin zu Ideen für Messeauftritte. Beurteilungskriterien für die Fachjury, der u. a. Sandra M. Paulhart-Hebenstreit angehörte (sie unterrichtet im MODUL die Reisebüroklassen), waren Neuheitswert, Durchführbarkeit, Kreativität, Eignung für die Zielgruppe sowie natürlich die Präsentation der Arbeiten.

Am überzeugendsten war am Ende das Projekt von, Marie Klinger, Mira Buchbauer und Lena Haas „Zukunftsjob Reisebüro“. Das Trio löste die gestellte Aufgabe mit einem selbst gezeichneten und animierten 3-minütigen Video, das einen guten Überblick über mögliche Karrierechancen im Reisebüro gibt und Lust macht, selbst diesen Weg einzuschlagen beziehunsgweise sich noch näher darüber zu informieren. „Der Kurzfilm soll auf Youtube und Instagram für Aufmerksamkeit sorgen“, so die drei Gewinnerinnen, die durch „das Setzen von zusätzlichen Tags auch für eine gute ‚Auffindbarkeit‘ des Videos“ sorgten.

Die drei gingen zu Beginn auch auf „häufige Vorurteile gegenüber Reisebüros“ ein, um diese dann im Laufe des Videos zu widerlegen: „So zeigen wir, dass solche Bedenken zwar nachvollziehbar, jedoch keineswegs begründet sind.“ Abgerufen werden kann das Video am Ende dieses Artikels.

Den zweiten Platz erreichte das Team um Hannah Müller, Yana Hudson und Sarah Hartl mit ihrer Instagram-Seite „Holiday20for7“. Deren erklärtes Ziel ist es, junge Menschen anzusprechen und durch ansprechende Bilder und Texte etc. ihre Aufmerksamkeit auf die Reisebranche zu lenken (mindestens ein Post pro Tag). Kombiniert werden soll das mit günstigen Reisebüroangeboten sowie attraktiven Jobausschreibungen. „Wir hoffen, Personen, die Interesse am Reisen haben, zu motivieren ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen“, so die drei MODUL-SchülerInnen. Der Link lautet www.instagram.com/­holiday20four7

Mit dem dritten Preis ausgezeichnet wurde das Projekt #workinatravelagency von Georg Chwala. Er hat die gestellte Aufgabe mit einem Blog gelöst und auf den Plattformen Twitter sowie Instagram eine „Frage-Antwort“ Seite erstellt (http://arbeiten-im-reiseburo4.webnode.at). Zusätzlich sieht sein Konzept im Rahmen des Tages der offenen Tür an den Tourismusschulen MODUL ein „Kahoot“ Quiz vor (es basiert auf Zusammenarbeit mehrerer Geräte, die über das Internet verbunden sind und zusammen ein Spiel bilden), das für alle BesucherInnen veranstaltet wird.

Gregor Kadanka, Obmann der Fachgruppe Wien und des WKÖ Fachverbandes der Reisebüros, zeigte sich ebenso wie die übrigen Mitglieder der Fachjuy „von den Leistungen und der Kreativität“ der jungen TouristikerInnen begeistert: „Sie bieten wertvolle Inputs, wie Jugendliche von den Vorteilen einer Karriere in unserer Branche überzeugt werden können.“ 

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