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Um „Trends bei Sommerbuchungen nachhaltiger Ferienunterkünfte” ging es in der aktuellen Analyse des Ferienhaus-Spezialisten Interhome. Das Problem: Es wurden zwar die Zielländer Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Schweiz untersucht, nicht aber Österreich. T.A.I. wandte sich deshalb an Olga Lundquist, der Leiterin Unternehmenskommunikation von Interhome, um die Daten für den Markt Österreich zu erhalten.
Ihre soeben erhaltene Antwort war einerseits unerfreulich (Olga Lundquist: „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es für uns leider schwierig, Daten für Österreich nachträglich in die Analyse einzubeziehen“), anderseits aber überaus positiv. Denn die Anfrage von T.A.I. blieb nicht ohne Wirkung. So wird Interhome laut Olga Lundquist “darauf achten, den österreichischen Markt in der nächsten Ausgabe unseres Berichts zu berücksichtigen.“
Ebenso kündigte Olga Lundquist einen Kommentar von Rene Gatt, dem Geschäftsführer von Interhome Österreich, zu den aktuellen Marktentwicklungen in Österreich an. Rene Gatt fungiert auch als Leiter der Produktmanagement-Gruppe bei Interhome.
Verändertes Buchungsverhalten in Österreich
Rene Gatt: „Wir sehen weiterhin eine stabile Nachfrage, merken aber, dass sich das Buchungsverhalten verändert.“ Die Gäste entscheiden sich demnach kurzfristiger, vergleichen Angebote genauer und achten stärker auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
„Seit Anfang Juli beobachten wir in Österreich ein wachsendes Interesse an Last-Minute-Angeboten für den Sommer und Herbst“, so der frühere Thomas Cook-, TUI- und Dertour-Manager, der seit Sommer 2022 für Interhome tätigt ist und seit bald einem Jahr als Österreich-CEO agiert.
Besonders freut sich Rene Gatt darüber, dass sich „gleichzeitig immer mehr Eigentümer von Ferienimmobilien für unser Full-Service-Modell interessieren“ und dass Interhome das Portfolio in Österreich kontinuierlich ausbaut.
Nachfrage nach nachhaltigen Ferienunterkünften
Zur Analyse: Sie basiert auf den eigenen Interhome-Buchungsdaten und untersucht, wie sich Nachhaltigkeit in wichtigen europäischen Ferienhausmärkten entwickelt. Dies auf Basis der Anreisedaten für Aufenthalte zwischen Juni und September.
Für die Ferienunterkünfte in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Schweiz – also die Untersuchten Länder - zeigt sich dabei, dass sich die Buchungen nachhaltiger Unterkünfte für die Sommermonate zwischen den Jahren 2020 und 2025 mehr als verdoppelt haben. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Buchungen nachhaltiger Ferienunterkünfte an den Sommerbuchungen von Interhome von 16,7 % auf 29,5 %. Das entspricht einem Plus von 12,8 Pp. (Prozentpunkte).
Die Analyse deutet auf einen strukturellen Wandel in der Nachfrage nach Ferienunterkünften im Sommer hin. Im Vorjahr 2025 verzeichnete übrigens der Zielmarkt Italien mit 40,1 % den höchsten Anteil an Buchungen nachhaltiger Ferienunterkünfte, gefolgt von Deutschland (36,1 %) und der Schweiz (35,9 %), während Spanien (29,3 %) und Frankreich (16,1 %) unterschiedliche Entwicklungsstadien der Märkte widerspiegeln.
Der Ferienhaus-Spezialist Interhome verfügt über ein exklusives Portfolio von mehr als 70.000 Ferienunterkünften in über 20 europäischen Ländern und betreibt mit mehr als 200 das größte Netzwerk lokaler Servicebüros in Europa.
Gegründet wurde Interhome als „als Swiss Chalets“ 1965 durch den Tourismuspionier Bruno Franzen (1942 – 2017) und den Architekten Werner Frey (1912 – 1989). Erst 1977 erfolgte die Umbenennung in Interhome. Im Zeitraum 2011 bis 2013 wurde Interhome Teil der Hotelplan Group. Vor einem Jahr wurde der Deal mit der „HomeToGo Group“, Europas führender Ferienhausgruppe, perfekt.
Das deutsche Travel-Tech-Unternehmen hat sich auf Ferienunterkünfte spezialisiert und wurde erst 2014 gegründet. Über die Webseiten und Apps bündelt „HomeToGo“ über 15 bis 20 Mio. Unterkünfte aus mehr als 200 Ländern von über 60.000 Partnern und Anbietern. Durch die Übernahme von Spezialisten, wie Agriturismo.it oder Interhome, gehören zur Gruppe auch Zehntausende direkt verwaltete bzw. exklusiv betreute Ferienhäuser und -wohnungen.
Erstellt am: 11. August 2026