Studien- und Erlebnisreisen-Trends

Trend in Richtung „Slow Travel“, kleinere Gruppen und Individualität

Print-Ausgabe 13. März 2026

Thomas Bohlander und Peter-Mario Kubsch

Thomas Bohlander (l.) und Peter-Mario Kubsch (r.) setzen bei den Programmen auf Individualität, Slow Travel und „Once-in-a-lifetime“-Erlebnisse

Die drei führenden Reiseveranstalter dieses Bereiches haben diese Aspekte bereits in ihre Angebote eingebaut – die Kneissl Touristik glänzt zudem mit Nachhaltigkeit

Bei den Studien- und Erlebnisreisen stehen 2026 klare Trends im Vordergrund: mehr Individualität, tiefere Inhalte, kleinere Gruppen, Slow Travel und außergewöhnliche „Once-in-a-lifetime“-Erlebnisse. Dies zeigen auch die Programme der führenden Reiseveranstalter dieser Nische ganz klar: Studiosus mit Peter-Mario Kubsch an der Spitze, Gebeco – gehört zu 50 % der TUI Deutschland – und den beiden Geschäftsführern Thomas Bohlander sowie Michael Knapp und Österreichs Kneissl Touristik, die als Geschäftsführer auf Elisabeth Kneissl-Neumayer sowie Johannes Schierl setzt.

Studiosus gilt als der unangefochtene Marktführer in Europa. Das Unternehmen erzielte im Vorjahr einen Umsatz von knapp 280 Mio. Euro (+9 %) und konnte auf 75.800 Gäste (+3 %) wachsen. In diesen Zahlen sind auch Marco Polo (Anbieter für preisbewusstere Entdeckerreisen) sowie der Wander- und Trekkingreiseveranstalter Hauser Exkursionen enthalten.

Während Studiosus für sein breites Portfolio bekannt ist, das von klassischen Kulturreisen bis hin zu Wander-Studienreisen reicht, kombiniert Gebeco als vielseitigster Anbieter klassische Studienreisen oft mit dem Aspekt der „Begegnung“ mit Land und Leuten. Kneissl Touristik wiederum setzt seit mehr als 40 Jahren auf hochkarätige und qualitativ hochwertige StudienReisen, StudienErlebnisReisen und ErlebnisReisen.

Bei Studienreisen liegt der Fokus auf dem Verstehen anstatt Abarbeiten: Es gibt weniger Programmpunkte, dafür mehr Zeit für Einordnung von Geschichte, Kultur und Alltag. Ein weiterer Trend besteht zu kleineren Gruppen, um mehr Austausch, Fragen und Nähe zur lokalen Bevölkerung zu ermöglichen. So bietet Studiosus etwa den Gedankenaustausch mit griechischen Nonnen, Schafe-Hüten mit einem irischen Farmer oder Meistern einer römischen Restauratoren-Werkstatt über die Schulter zu schauen. Gebeco setzt z.B. auf kleine Garküchen sowie Begegnungen, die in keinem Reiseplan notiert sind.

„Last but not least“ gehört auch der Bezug zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz dazu, der bei der Kneissl Touristik eine besondere Rolle spielt. Elisabeth Kneissl-Neumayer: „Wir setzen auf alle derzeit möglichen Mittel, den ökologischen Fußabdruck jeder Reise gering zu halten.“

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:

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