
T.A.I. 24 TOP News
Das Mediengespräch vor der „TUI Global Awards 2026“-Verleihung am Montag vor der ITB Berlin stand ganz im Zeichen der kriegerischen Auseinandersetzung der USA und Israels gegen den Iran. Wobei TUI-Chef Sebastian Ebel (2.v.r.) kurzerhand die Sitzordnung änderte: Anstatt auf dem vorbereiteten Konferenztisch neben dem Bildschirm Platz zu nehmen, setzten sich die TUI-Manager – neben CEO Sebastian Ebel waren auch der CEO von den TUI Markets + Airline, David Schelp (Mi.), der CCO (Chief Commercial Officer) Stefan Baumert (l.), der Chairman der TUI Care Foundation, Thomas Ellerbeck (l.), und Aage Dünhaupt (2.v.l.), Communications-Director für die DACH-Region und Polen sowie Head of Communications der Airlines, Hotels und TUI Cruises, mit dabei – kurzerhand mitten unter die Medienvertreter:innen.
„Es ist eine Herausforderung für die Branche“, begann Sebastian Ebel seine Ausführungen. Der vorjährige Bahnstreik war „harmlos gegen den Iran-Krieg“. Um gleich darauf hinzuzufügen, dass der Tourismus mittlerweile auf derartige Krisen gut eingestellt sei. Ebel: „Es ist eine traurige Situation. Wir hatten einen unheimlich starken Winter und werden sehen, wie sich der März entwickelt.“ Ebel hofft „dass diese Krise bald vorbei geht“.
Wobei der Iran-Krieg nicht die einzige aktuelle Herausforderung darstellt. Denn nach der Tötung eines Drogenbosses Ende Februar kam es bekanntlich in Mexiko zu massiven Ausschreitungen und 100 Tage vor Beginn der Fußball-WM stehen große Fragezeichen hinter der Sicherheitslage in diesem Land. Auch die USA seien mittlerweile ein Problemfall.
TUI plant ab dem Zeitpunkt, wenn der Luftraum in Nahost wieder offen ist, „mit eigenem Gerät hinunterzufliegen und die Gäste zurückzuholen“. Ebel vermutet, dass insgesamt (nicht nur von TUI) rund 100.00 Europäer:innen in der Region sind, darunter ca. 30.000 Deutsche.
Ein Problem sei, dass TUI Cruises derzeit zwei der acht Schiffe großen Mein Schiff-Flotte in der Golfregion stationiert habe. Wobei Ebel davon ausgeht, dass „spätestens in 14 Tagen diese Schiffe (in anderen Regionen) wieder in normalem Einsatz“ sein werden.
Für David Schelp zeigt die aktuelle Situation einmal mehr „wie wichtig die Pauschalreise ist". Von den rund 33 Mio. Kund:innen im Konzern buchen rund 20 Mio. bei den Märkten + Airline, davon um die 16 Mio. eine Pauschalreise.
TUI hat aktuell rund 14.000 Hotel-Partner, die Verträge mit dem Veranstalter abgeschlossen haben (von denen 100 mit den Awards geehrt wurden), was zeigt, wie wichtig mittlerweile die Differenzierung von der TUI genommen wird. „Die Brands werden in Zukunft nochmals wichtiger werden“, ist Sebastian Ebel überzeugt, der auch die AI (Artificial Intelligence) „als große Chance für uns“ sieht.
Laut Stefan Baumert wurden die Awards heuer in 22 Kategorien vergeben, von denen 20 „rein auf Gäste-Feedbacks“ basieren. Bei den beiden anderen Kategorien handelt es sich im den „Lifetime Achievement Award“ und um den „Sustainable Award“.
Am Schluss kam Sebastian Ebel nochmals auf das zurück, was derzeit wohl alle beweget: den Iran-Krieg. Der Ukraine-Krieg, „an den wir uns inzwischen alle gewöhnt haben, ist von den Auswirkungen viel schlimmer“, so Ebel. Und: „Wenn TUI etwas kann, dann ist es Krise.“ Die TUI habe „wirtschaftlich mehr Resilienz als vor sieben Jahren“, so Sebastian Ebel. Wichtig sei „dass wir die Gäste rausbringen“.
T.A.I. wird über die Preisträger der Hotel Awards aus Österreich gesondert berichten.
Erstellt am: 03. März 2026
Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder