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Für den „TUI Trend Talk Sommer 2026“ knapp vor der Eröffnung der Ferien-Messe Wien hat sich das TUI Austria-Team rund um den CEO Gottfried Math etwas Besonderes einfallen lassen: Es ließ aus Deutschland den CEO der TUI Hotels & Resorts (allen voran TUI Magic Life, TUI Blue und Robinson), Bernd Mäser, sowie Wybcke Meier, die CEO von TUI Cruises (Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises), einfliegen, unter Moderation von Aage Dünhaupt, den Kommunikationschef der TUI für die DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz)-Länder und Polen sowie Chef der Kommunikation und PR für die Airlines, Hotels und Kreuzfahrten des Konzerns, einfliegen.
Mit Bernd Mäser und Wybcke Meier waren die beiden entscheidenden Erfolgstreiber der TUI Group zugegen, denn beide konnten nicht nur die Umsätze ihrer Bereiche deutlich steigern (die TUI Hotels & Resorts um +7,4 % und die Kreuzfahrten – inkl. der britischen Marella Crusises mit ihren 5 Schiffen – um +5,2 %), sondern auch ihre Gewinne in Form der um Sondereffekte (z.B. Restrukturierungskosten, außergewöhnliche Gewinne) bereinigten EBITs (Gewinne vor Zinsen und Steuern) deutlich erhöhen (Hotels & Resorts +10,0 %, Kreuzfahrten +28,5 %).
Für Gottfried Math war es ein Auftakt nach Plan: „Die Urlaubsplanungen der Österreicher:innen für den Sommer 2026 laufen auf Hochtouren und erste Trends für die beliebtesten Zielgebiete zeichnen sich bereits ab. Die kommende Sommersaison wird wieder spannend.“ Er zeigte sich „sehr, sehr zufrieden“ mit der aktuellen Buchungssituation. Wie seit Jahren liegen dabei Griechenland, die Türkei, Spanien, Ägypten und Kroatien in Front. Unter den Top-5 Hotels von TUI Österreich sind derzeit 4 Magic Life Clubs.
Laut Wybcke Meier, die für 8 TUI Cruises-Schiffe (heuer kommt im Juni mit der Mein Schiff Flow die Nummer 9, zwei weitere der InTUItion-Klasse, die 2031 und 2032 kommen, sind bestellt) sowie 5 Hapag Lloyd-Cruise Ships die Verantwortung trägt, befinden sich die Kreuzfahrten generell auf Wachstumskurs, bei TUI ganz besonders: Rund 3,5 Mio. Kreuzfahrt-Passagiere kamen im Vorjahr aus dem deutschsprachigen Raum, also rund 9,3 % aller weltweiten Kreuzfahrtgäste. Wobei laut Wybcke Meier unter den TUI-Kreuzfahrtgästen auch „viele aus Österreich“ kamen. Sie schätzt den deutschsprachigen Markt aktuell auf rund 4,5 Millionen Gäste – Luft nach oben ist also noch deutlich vorhanden.
Alle 12 TUI Hotelmarken zusammen bestehen laut Bernd Mäser aktuell aus 460 Häusern, wobei im Schnitt 2-4 neue pro Monat dazukommen. Im Vorjahr gab es für die TUI Hotels & Resorts „das beste Jahr der Geschichte“ und auch heuer sei der Sommer „sehr stark gebucht“. Gemeinsam mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Artur Gerber zeichnet er vor allem für Robinson, TUI Magic Life, Aqi, TUI Soneo und TUI Blue verantwortlich. Bernd Mäser: „Wir wollen weiterwachsen.“ Wobei er und sein Kollege vor allem nach Ganzjahresbetrieben Ausschau halten, hauptsöchlich in der Ferne.
„Ende dieses Sommers werden wir 40 Hotels in Asien betreiben“, so Bernd Mäser, der auch „mehr auf dem Doppelkontinent (also Nord- und Südamerika), in Afrika und auf der arabischen Halbinsel machen will. „Wir dürfen vor Wachstum keine Angst haben“, meinte er.
Was sind nun die aktuellen Trends, wollte Aage Dünhaupt von Gottfried Math erfahren. Laut ihm bleibt „Strandurlaub die beliebteste Reiseform“, wobei es vielen Gästen auch darum geht, Kulturen und Landschaften kennenzulernen: „Wir sehen, dass All Inclusive-Urlaube am Strand öfter mit Ausflügen kombiniert werden.“
Die „Reiselust bleibt hoch“ (rund 85 % aller Österreicher:innen planen laut TUI Umfrage 2026 eine Reise), wobei mehrmals pro Jahr gereist wird und 52 % dies öfters tun wollen als im Vorjahr. „Fernreisen explodieren“ laut Gottfried Math (35 % wollen einen Kontinent entdecken, den sie bislang noch nicht kennen) und 29 % ziehen eine Kreuzfahrt in Erwägung.
Um das Gespräch mit den drei CEOs aufzulockern, ließ sich Aage Dünhaupt eine „Schnell-Rate-Runde“ einfallen. Thema: Wasserrutschen. Bernd Mäser fiel dazu ein, dass es bei TUI Magic Life Anlagen mit 10 Wasserrutschen gibt, während sich TUI Cruises laut Wybcke Meier „bewusst gegen Wasserrutschen entschieden hat, damit Schiffe noch wie Schiffe aussehen“ und Gottfried Math „Aquaparks und Wasserrutschen als wichtiges Kriterium für Familien“ ansieht.
Als drei wichtige Punkte für den strategischen Ansatz sieht Bernd Mäser den Ausbau der Qualitäts- und Marktführerschaft, das spezielle Wachstum bei Robinson und TUI Magic Life sowie generell das globale Wachstum an („Wir wollen den Club-Urlaub internationalisieren und nicht deutschsprachig halten“). Wybcke Meier wiederum möchte mehr „Kapazitäten für Österreich“ (im Vorjahr wuchs dieses Markt bei TUI Cruises um 30 % auf rund 30.000 Gäste), weiterhin einen „guten Rahmen bieten, wir haben nur moderne Schiffe“ und den starken Fokus auf das europäische Konzept weiter ausbauen. Dazu gehört natürlich auch die Nachhaltigkeit.
Der TUI-Ausblick auf 2026 ist generell überaus positiv. TUI Cruises erhält mit der Mein Schiff Flow ein neues Schiff, dazu kommen neue Routen in Westeuropa, wobei ex Österreich das Mittelmeer im Sommer der absolute Hit ist. Laut Bernd Mäser wird TUI heuer 35 Hotels eröffnen. Sowohl Wybke Meier als auch Bernd Mäser hoben die Frühbucher-Vorteile bis 31. Jänner hervor, während Gottfried Math betonte, „mit Spartipps für Kund:innen Österreich glücklich“ zu machen. Viele Gäste nutzen die Nebensaison, um günstiger zu reisen, wobei die Auswahl der Hotel-Kategorie auch ein wichtiges Kriterium darstellt, um die Kosten in den Griff zu bekommen.
T.A.I. nahm die Gelegenheit wahr, mit Wybke Meier und Bernd Mäser gesonderte Interviews zu führen. Mehr dazu in der kommenden Ausgabe, die Mitte Februar erscheinen wird.
Erstellt am: 19. Jänner 2026
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