ITB Berlin 2026

„Der ‚Späti‘ gehört auf die ITB Berlin!“ 60 Jahre musste die Fachmesse warten

Print-Ausgabe 13. Februar 2026

„Wir rechnen heuer wieder mit rund 100.000 Teilnehmer:innen“, berichtet Deborah Rothe (Foto: © ITB Berlin)

Es ist bei weitem nicht die einzige Neuerung, welche sich die größte Tourismusmesse der Welt für heuer ausgedacht hat – heuer dürfte es erneut Rekordzahlen geben

Die ITB Berlin als weltgrößte Tourismusmesse (2025 gab es 100.000 Teilnehmende, davon 87 % international, und 5.800 ausstellende Unternehmen aus 170 Ländern) feiert heuer ihren 60. Geburtstag. T.A.I. sprach mit der Projektleiterin, Exhibition Director Deborah Rothe, über Zahlen und Neuerungen.

T.A.I.: Heuer feiert die ITB Berlin ihren 60. Geburtstag. Welche Emotionen spielen bei Ihnen mit?

Deborah Rothe: „Die 60 Jahre sind für mich sehr emotionell. Es gab in den sechs Jahrzehnten viele Meilensteine, auch in der Tourismus-Industrie. Ich freue mich aufs Jubiläum und darüber, dass wir mit so tollen Partnern zusammenarbeiten dürfen.“

T.A.I.: Mit welchen Zahlen rechnen Sie heuer?

Deborah Rothe: „Wir rechnen heuer mit rund 100.000 Teilnehmer:innen, die wir im Vorjahr geknackt haben. Wir sehen schon, dass wir so gut wie ausgebucht sind. Eine Woche vor der Veranstaltung machen wir ‚zu‘, weil dann erfahrungsgemäß nichts mehr verfügbar ist. Generell haben wir tolle Reaktionen aus der Branche.“

T.A.I.: Sie haben bereits während ihres Studiums bei der Messe Berlin mitgearbeitet. Was waren da Ihre Aufgaben?

Deborah Rothe: „Tatsächlich habe ich während meines Studiums in verschiedene Bereiche der Messe geschaut, man lernt da viel bezüglich Preisen, Technik und im Projektgeschäft. Auch habe ich viel mit Ausstellern und im Bereich Business-Development gearbeitet. Ich kann davon viel in meine jetzige Arbeit einfließen lassen.“

T.A.I.: Gilt das auch für ihren Aufenthalt in Shanghai, wo sie für die ITB China zuständig waren?

Deborah Rothe: „Ja, es ermöglichte mir die Kontaktaufnahme mit chinesischen Stakeholdern, wie die Trip.com Group, HeyTrip oder Alibaba. Es war spannend, weil China damals als Quellmarkt stark expansiv war. Heute ist die CNTA (China National Tourism Administration) großer Sponsor unseres ITB Buyers Circle. Und es gibt heute auf der ITB Berlin mehr Aussteller aus China, als vor der ITB China.“

T.A.I.: Welches sind bei der ITB 2026 die Länder mit den größten Standflächen?

Deborah Rothe: „Thailand hat mit mehr als 2.000 m² die größte Präsenz, gefolgt von Ländern wie Ägypten, der Türkei und Italien. Auch Marokko ist stark vertreten, gleich neben Spanien. Insgesamt sehen wir eine starke Teilnahme aus Asien, die Halle 26 platzt aus allen Nähten. Darüber hinaus verzeichnen wir eine hohe Nachfrage sowohl aus dem Bereich „Travel Tech“ als auch bei den Kreuzfahrten. Im Bereich „Travel Tech“ bestehen bereits Wartelisten.“

T.A.I.: Welche Schwerpunkte setzt noch auf der ITB 2026?

Deborah Rothe: „Unser Ziel ist es, alle Teilnehmer:innen zusammenzubringen sowie eine Plattform für Business, Vernetzung und Kooperation zu bieten. Neu sind die Informationsformate ‚ITB Tech Time‘, die auf die Schnittstelle von Technologie und Tourismus abzielt, und die ‚ITB Deep Dives‘, die praxisnahes Wissen zu Trends wie KI, Nachhaltigkeit und Destinationsmanagement vermittelt. Abgerundet wird dies durch den ‚ITB Späti‘. (Anm.d.Red: Ein ‚Späti‘ ist ein kleiner Laden, der bis spät in die Nacht geöffnet hat.) Jetzt ist es Zeit, wir sind 60 und der ‚Späti‘ gehört auf die ITB! Man kann sich das so vorstellen wie einen Berliner Kiez, in den wir die Halle 7.2c verwandeln, die dadurch zum Networking-Hotspot wird.“

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
ITB Berlin 2025

Bündel an Innovationen statt „business as usual“ auf der ITB Berlin

14. Februar 2025 | Reisebüros & Veranstalter

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