Print-Ausgabe 15. Jänner 2026

Elisabeth Zehetner (l.), Korinna Schumann (2.v.l.) und Josef Schellhorn (r.) stellten Maßnahmen zur Stärkung des Tourismus vor (Fotos: © BKA / Andy Wenzel)
Die österreichische Bundesregierung will den Tourismusstandort mit gezielten Maßnahmen stärken – viele der Vorhaben sind aber seit geraumer Zeit bekannt
Mit gezielten Maßnahmen will die Bundesregierung den Tourismus stärken. „Er ist eine tragende Säule der österreichischen Wirtschaft“, betont Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner. Der Grund des Paketes: Trotz guter Nachfrage steht die Branche unter Druck (u.a. steigende Energie-, Personal- und Finanzierungskosten, und Bürokratie). Die nun ergriffenen Maßnahmen sind zum Teil bereits seit längerem bekannt.
Neben der „Vision T“ (so heißt der Nachfolger von „Plan-T“) und der Erarbeitung einer neuen nationalen Tourismusstrategie gibt es demnach ein Sonderbudget von 1 Mio. Euro rund um die Olympischen Winterspiele 2026 für die internationale Bewerbung Österreichs als Skidestination. Weitere Maßnahmen sind die Modernisierung der Beherbergungsstatistik (als Voraussetzung für das digitale Gästeblatt), die neue Imagekampagne „Team Tourismus“ sowie der Start des „Tourismusbeschäftigtenfonds“, in dessen Rahmen jährlich 6,5 Mio. Euro für Qualifizierungs- und Unterstützungsleistungen ausgeschüttet werden.
Auch die Überprüfung der Inflationsberechnung im Tourismus gemeinsam mit Statistik Austria gehört zu den Maßnahmen, ebenso das Programm „NextGen4Austria“ zur Betriebsnachfolge im Tourismus, die Vereinfachung der Preisauszeichnung für Beherbergungsbetriebe sowie die Umsetzung der EU-Verordnung „Short-Term Rentals“ (diese wurde im Frühjahr 2024 vom EU Parlament beschlossen, muss aber ab Mai 2026 in den Mitgliedsstaaten angewendet werden; es geht darum, Transparenz auf Plattformen wie Airbnb zu schaffen).
Elisabeth Zehetner: „Tourismus ist kein Schönwetterthema, sondern ein echter Standortfaktor.“ Für Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann basiert der Erfolg des Tourismus in Österreich auch „auf den Menschen, die diese Branche Tag für Tag tragen“. Sie wird deshalb in den nächsten Monaten eine Fachkräftestrategie erarbeiten. Und Laut Staatssekretär für Deregulierung sowie Entbürokratisierung, Josef Schellhorn, soll der administrative Aufwand mit der verlängerten „Grace Period“ bei Betriebsübergaben (die Übergabe wird durch Abbau bürokratischer Hürden und steuerlicher Rechtssicherheit erleichtert), sowie durch den digitalen Beleg spürbar verringert werden.
Erstellt am: 15. Jänner 2026
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