Hotelimmobilien

Transaktionsvolumen 2026 drittbester Wert „ever“? Christie & Co zeigt sich zuversichtlich

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Der österreichische Hotelimmobilienmarkt entwickelt sich heuer insgesamt stabil bis leicht positiv. Christie & Co Austria, die österreichische Niederlassung der internationalen Beratungs- und Maklergesellschaft Christie & Co, die vor allem auf Hotelimmobilien mit starkem Fokus auf Österreich, Deutschland und CEE spezialisiert ist, geht von einem positivem Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2026 aus.

Sollten alle geplanten Verkäufe über die Bühne gehen, ist Manuel Strasser, Associate Director bei Christie & Co Austria überzeugt, „dass das an Hoteltransaktionsvolumen des Vorjahres von rund 500 Mio. Euro im laufenden Jahr übertroffen werden wird.“ Die für wahrscheinlich gehaltenen 525 Mio. Euro an veräußerten Hotels wären das höchste Transaktionsvolumen seit 2019 und das drittgrößte insgesamt.

Die wichtigsten Unternehmen im österreichischen Hoteltransaktionsmarkt sind als Marktführer CBRE (früher CB Richard Ellis), der zwar als Marktführer im Gewerbeimmobilienmarkt fungiert, aber über ein eigenes Hotelinvestment-Team und begleitet An- und Verkäufe aller Hotelkategorien verfügt. Danach folgt gleich Christie & Co Austria. Beide gelten als die aktivsten Berater.

Park Hyatt Vienna steht vor Verkauf

Christie & Co Austria veröffentlichte Mitte Juli den Marktbericht für das erste Halbjahr 2026 für Österreich. Das bisherige Hoteltransaktionsvolumen wurde seit Jahresbeginn auf rund 240 Mio. Euro geschätzt. Dies ist weniger, als im Vorjahr (2025 wurden im ersten Halbjahr rund 360 Mio. Euro in Hotels investiert), doch weit mehr, als der langjährige Schnitt, der bei rund 200 Mio. Euro liegt (daten seit 2014).

Damit dürfte die Einschätzung von Manuel Strasser aufgehen: Denn im zweiten Halbjahr wurden im Durchschnitt seit Beginn der T.A.I. vorliegenden Aufzeichnungen rund 285 Mio. Euro an Hoteltransaktionen getätigt. Dies würde hochgerechnet für 2026 rund 525 Mio. Euro bedeuten (also die 240 Mio. Euro im ersten Halbjahr plus die erwähnten 285 Mio. Euro).

Insbesondere der Verkauf des Park Hyatt Vienna, der sich in einer fortgeschrittenen Phase befindet, dürfte im Falle eines erfolgreichen Abschlusses einen erheblichen Beitrag zum Jahresvolumen leisten. Das 5-Sterne-Hotel in der Wiener Innenstadt (146 Zimmer) war eines der Prestigeobjekte der Signa Holding und wird auf etwa 170 Mio. Euro bis 190 Mio. Euro geschätzt.

Vom Andaz Vienna bis zum Hilton Garden Inn

Die größte Transaktion des bisherigen Jahres bei Christie & Co Austria betraf den Verkauf des Andaz Vienna Am Belvedere an die Deka Immobilien um 92 Mio. Euro (der Verkauf war Teil des Insolvenzverfahrens gegen die Signa Development Selection - SDS). Das Hotel wird künftig von MHP Hotels betrieben und unter der Marke Hyatt Regency Vienna geführt.

Zu den weiteren größeren Transaktionen zählen der Verkauf des Leonardo Smart Hotel Vienna Airport des Wiener Immobilienentwicklers „Mamma Group“ an die Leonardo Group (für das neue 510 Zimmer-Holzhotel wurde keine Transaktionssumme genannt), der Verkauf des Hilton Garden Inn Innsbruck (159 Zimmer) von dem Investmentfond „Union Investment“ an die Schiehser Hotels rund um den geschäftsführenden Gesellschafter und CEO Alexander Schiehser (21 Hotels in Österreich und Deutschland, darunter Franchise-Häuser wie ibis Styles, Hampton by Hilton) der das Hilton Garden Inn Wiener Neustadt, das von der Kesco-Hotel GmbH an einen kasachischen Privatinvestor veräußert wurde.

„Dormero MaHo Steyr“ und „Hotel Josefine“ in Wien

Parallel zu großvolumigen Einzeltransaktionen gewinnt auch der Markt für kleinere Hotelinvestments zunehmend an Dynamik, wie Elena Berwanger, Consultant Investment & Letting bei Christie & Co Austria, erläutert. Beispiele dafür sind unter anderem das Hotel Mader in Steyr, das vom Düsseldorfer Immobilieninvestor Ben Dalheim gekauft wurde und der es seit Juni unter dem Namen „Dormero MaHo Steyr“ betreibt, oder der Verkauf des Pachtvertrags des „Hotel Josefine“ in Wien durch „JP Immobilien“ an die Eurostars Hotels (diese internationale Hotelmarke gehört zur spanischen Grupo Hotusa, die mit mehr als 300 Hotels in über 20 Ländern unter sieben Marken zu den größten Hotelunternehmen Europas gehört).

Internationale Investoren & private Käufer

Laut Elena Berwanger wurden rund 80 Prozent des bisherigen Volumens von internationalen Investoren getragen. Gleichzeitig bleiben private Käufer und strategische Betreiber weiterhin präsent und leisten insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Transaktionen einen wichtigen Beitrag zur Marktliquidität. „Investoren agieren selektiver und legen verstärkt Wert auf nachhaltige Cashflows sowie leistungsfähige Betreiberstrukturen“, betont Elena Berwanger,.

Besonders gefragt sind Objekte, bei denen operative Stabilität und Wertsteigerungspotenzial nachvollziehbar kombiniert werden können. Investoren prüfen selektiv, Finanzierungsprozesse bleiben anspruchsvoll und realistische Preisvorstellungen sind entscheidend für erfolgreiche Transaktionen.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
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