MARITIM Hotels

Familiär, regional und trotzdem international: „Maritim ist anders“

Print-Ausgabe 7. September 2019

Seit bald 50 Jahren behauptet sich die MARITIM Gruppe als privater Hotel-Hecht im globalen Konzern-Karpfenteich – die Erfolgsstrategie ist kein Geheimnis

International agierende Hotelketten in Privatbesitz sind eine Seltenheit. Eine davon, die deutschen Maritim Hotels mit Sitz in Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen), feiern 2019 ihr 50-jähriges Bestehen. T.A.I. bat Mark Spivey, seit 2002 Director of International Sales, zum Gespräch über die Hotelgruppe, deren USPs, Expansionspläne und Kundenstruktur.

T.A.I.: Was unterscheidet Maritim Hotels von den anderen Hotelmarken? Was ist das Allein­stellungsmerkmal?

Spivey: „Heutzutage gibt es wenige Unternehmen, die in Privatbesitz sind. Gerade in der Hotellerie gibt es eine Vielfalt von Ketten mit verschiedenen Marken, die sehr ähnlich oder sogar gleich sind, egal ob man in Paris, Tokyo oder Berlin zu Gast ist. Ich denke MARITIM ist anders. Bei uns gehört ein Gast zur Familie und gleichzeitig versuchen wir, dass unsere Hotels je nach Region etwas Lokales anbieten. Berlin ist nicht gleich München oder Titisee im Schwarzwald. Bei MARITIM wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass vom reichhaltigen Frühstücksbuffet bis zum À la Carte-­Restaurant lokale Produkte und Spezialitäten aus der Region angeboten werden. Beispielsweise Schwarzwälder Honig in Titisee oder Original Weißwürste in München. Wir wollen herausstechen und ganz anders sein.“

T.A.I.: Nächstes Jahr feiern die Maritim Hotels ihr 50-jähriges Jubiläum. Können Sie uns dazu schon näheres sagen?

Spivey: „Oh ja! Wir sind sehr stolz auf unser 50 jähriges Jubiläum, gerade im heutigen Zeitalter. Als Dankeschön für unsere treuen Kunden bieten wir 2019 ein Jubiläumspaket für Gruppen an, für einen Preis zwischen 79,50 und 99,50 Euro pro Person je nach Destination. Dies inkludiert einen Aufenthalt von zwei Nächten mit reichhaltigem MARITIM-­Frühstücksbuffet, Sektempfang und „Kaffee und Kuchen.“

T.A.I.: Wie wichtig ist der österreichische Markt für Ihr Unternehmen?

Spivey: „Österreich zählt für unsere Hotelgruppe seit ein paar Jahren als Top 20 Incoming-Markt. Letztes Jahr lag Österreich auf Platz 13 und in unseren Halbjahresergebnissen 2018 haben wir schon ein Plus von 6,5 Prozent verzeichnet. Hauptdestinationen hier sind Berlin, Dresden, München, Nürnberg, Stuttgart, Köln und Düsseldorf.“

T.A.I.: Haben Sie spezielle Firmenprogramme? Gibt es ein eigenes Kundenbindungsprogramm?

Spivey: „Ja, MARITIM hat ein Kundenbindungsprodukt, unsere MARITIM Partnerkarte, mit welcher man 3 Prozent Rückvergütung auf alle Logis und F&B-­Umsätze gutgeschrieben bekommt. Viele weitere Vorteile, wie zum Beispiel Zimmer­upgrades, kostenfreier Late Check-Out sowie VIP-Status, kommen ebenfalls mit der Karte. Im Bereich Meeting und Incentives haben wir mit unseren Hauptkunden ‚Preferred Partnerships‘ aufgebaut. Sämtliche MICE-Anfragen, von der Konferenz bis zu Groß­events, werden bei uns maßgeschneidert. Bei MARITIM stehen mehr als 650 Veranstaltungsräume zur Verfügung.“

T.A.I.: Wie sieht es mit den Auslands-Standorten aus?

Spivey: „Haupthäuser außerhalb von Deutschland sind Mallorca, Teneriffa, Malta und unsere beiden Häuser auf Mauritius, einer wichtigen Urlaubsdestination, die seit November von Austrian Airlines direkt ab Wien angeflogen wird.“

T.A.I.: Wie stehen Sie zur Thematik Internet-Hotel-Portale und Airbnb?

Spivey: „OTAs sind eine sehr gute Quelle für unsere Hotels in Bezug auf Individualreisende. Airbnb zählt in der heutigen Geschäfts­landschaft zur Konkurrenz dazu. Man hat auch schon vieles gehört – Positives aber auch Negatives – im Hinblick darauf, dass Airbnbs nicht nach ‚festen Regelungen‘ wie Hotels geführt werden müssen. Feste Regelungen, die Gäste absichern und zur Sicherheit beitragen, greifen leider nicht, dies beunruhigt zunehmend. Daher muss jedem Kunden bewusst sein, was er genau kauft.“

T.A.I.: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am besten?

Spivey: „Ich denke, es gibt vieles, das mir an meinem Job sehr gefällt. Junge Menschen, die beruflich weiter kommen möchten zu motivieren, steht jedoch ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Auch all die Erfahrungen und kulturellen Einblicke, die man bei Fern- und Lokalreisen sammelt, die Menschen, die man trifft, sei es in Sao Paulo, Osaka oder in Wien – diese Begegnungen sind im Job sehr wichtig. Erst vor kurzem habe ich in Tokyo am Flughafen Haneda beim Gepäck­karussell auf meinen Koffer gewartet und am gleichen Gepäckband stand einer meiner Lieblingskunden aus Amerika. Wir haben uns direkt zum Abendessen in Tokyo verabredet. Momente wie dieser machen das Leben einfach schön.“ 

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Erstellt am: 07. September 2018

„Bei uns gehört der Gast zur Familie“: Mark Spivey, Director of International Sales bei MARITIM

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