ÖTT – Österreichischer Tourismustag 2026

So viele Teilnehmer:innen wie noch nie! ÖTT mit Ö3-Mikromann & starken Ansagen

T.A.I. 24 TOP News

Es war ein Tag der Rekorde, wie Astrid Steharnig-Staudinger gegenüber T.A.I. feststellte: Vor vier Jahren, als sie das Amt der Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW) antrat – es war exakt der Tag, an dem der ÖTT über die Bühne ging (es war gleichzeitig die erste live-Veranstaltung des ÖTT) – wurden gerade einmal 250 Anmeldungen gezählt (plus 250 der gleichzeitig abgehaltenen ATB – Austria Travel Business). Heuer wurden 1.100 Anmeldungen verzeichnet, von denen bereits 900 bei er offiziellen Eröffnung anwesend waren, die der Ö3-Mikromann Tom Walek (er sorgte den gesamten ÖTT für die Moderation) vornahm.

„Der Tourismus ist die ganz zentrale Säule der Österreichischen Wirtschaft“, betonte Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer in seiner Eröffnungsrede, „ich definiere mich auch immer als Tourismusminister.“ Die von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner einen Tag davor erstmals präsentierte „Vision T“ (mehr dazu auf www.tai.at) gibt „ganz klare Antworten, um den Tourismus zu stärken.“ Und an die ebenfalls anwesende WKO (Wirtschaftskammer Österreich)-Präsidentin Martha Schultz gewandt: „Zwischen uns passt kein Blatt Papier.“

„Müssen noch viel tun“

Gleich nach dem Wirtschaftsminister ergriff Staatssekretärin Elisabeth Zehetner das Wort. Sie betont, „dass wir unser touristisches Öko-System größer denken müssen, als Hotellerie und Gastronomie.“ In den Verhandlungen mit dem vor kurzem präsentierten Doppelbudget 2027 und 2028 wurde (für den Tourismus) „einiges durchgebracht“, gleichzeitig betonte sie aber: „Wir müssen noch viel tun.“

Was vor allem „durchgebracht“ wurde, darauf ging Martha Schultz ein: „Die Lohnnebenkosten-Senkung.“ Diese wurde „gemeinschaftlich“ mit dem Wirtschaftsminister durchgesetzt: „Wenn wir gemeinsam vorgehen, gelingt uns einiges“, so Martha Schultz.

„Last but not least“ kam bei der Eröffnung Astrid Steharnig-Staudinger zu Wort. Sie ging auf den hohen Stammgästeanteil Österreichs ein (er liegt bei 68 %), „aber die werden älter. Wir müssen uns deshalb vermehrt um junge Gäste kümmern, allen voran die ‚Gen Z‘.“ Diese Generation sei derzeit „am reisefreudigsten und auch hoch technologisch affin.“

„Gen Z“, KI und weitere Internationalisierung

Alle vier – also Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, WKO-Chefin Martha Schultz und ÖW-Geschäftsführerin Astrid Steharnig-Staudinger gingen dann umgehend zur Pressekonferenz, die ebenfalls im Austria Center Vienne (ACV) stattfand. Allerdings nicht wie der ÖTT auf Ebene -2, sondern auf Ebene 3. In den Bereichen dazwischen tagte von 14. bis 19.Juni die „21st International Conference on Soil, Mechanics and Geotechnical Engineering (ICSMGE 2026) mit rund 3.000 Teilnehmer:innen.

Dabei standen neben der „Gen Z“ vor allem die KI (Künstliche Intelligenz) und die weitere Internationalisierung des Tourismusstandorts Österreich im Fokus. Während Astrid Steharnig-Staudinger betonte, „dass der ÖTT noch nie politisch und wirtschaftlich so höchstkarätig besetzt“ war und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nochmals auf die „Vision T“ einging – „Sie beschreibt, was im Jahr 2035 sein soll, jetzt gilt es, sie umzusetzen“ – sprach Martha Schultz davon, „dass sich viele Spielregeln (im Tourismus) stark verändert haben.“ Sie ging dabei vor allem auf die Kosten für Energie, auch den Fachkräftemangel sowie die Bürokratie ein. Wichtig sein es deshalb, „dass wir uns mit der Zukunft beschäftigen. Die ‚Vision T‘ kommt gerade recht.“

Mehr Indien & höheres ÖW-Budget

Keine Pressekonferenz ohne Fragen der T.A.I. Von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer wollte sie wissen, wie er zu einem der wichtigsten Wachstumsmärkte, Indien, stehe, wo der Marktanteil Indiens (aktuell bei 0,25 %) im Jahr 2030 stehen soll und welche konkreten Schritte gesetzt werden, um dies zu erreichen? Wolfgang Hattmannsdorfer wollte bzw. konnte keine konkreten Zahlen nennen, doch die indischen Gäste „zählen zu den kaufkräftigsten Tourist:innen.“ Hattmannsdorfer wolle deshalb „mehr Film-Produktionen nach Österreich“ holen, ebenso werde die Filmförderung so angepasst, dass indische Produktionen auch in diese fallen. Bis 2030 soll die reisefreudige indische Mittelschicht auf rund 770 Mio. Einwohner:innen steigen.

Die derzeitigen Zahlen: Es waren 2025 rund 391.000 Nächtigungen aus Indien. Die Tagesausgaben der Inder:innen im Sommer liegen bei 391 Euro, jene im Winter bei 348 Euro (aggregierte T-MONA Daten 2017-2024). Sie geben damit mehr als das doppelte aus, als die durchschnillichen Österreich-Gäste (179 Euro).

Von Martha Schultz wollte T.A.I. erfahren, wie es um das Budget der ÖW bestellt sei (Anm.d.Red.: 25 % der ÖW-Anteile hält die WKO, 75 % der Bund, der sein Budget für die Tourismuswerbung 2027 bei 30,1 Mio. Euro beibehält, 2028 aber auf 33,1 Mio. Euro erhöhen wird. Die WKO steht unverändert bei 8 Mio. Euro). Dazu Martha Schultz: „Es ist uns gelungen, für heuer und 2027 ein zusätzliches Marketing-Budget für die ÖW von 2 Mio. Euro zu sichern.“ In Summer also 10 Mio. Euro. Wie T.A.I. dann noch mitgeteilt wurde, sei 2028 noch nicht abgesegnet. Es kann aber damit gerechnet werden, dass es ebenfalls zumindest die 10 Mio. Euro werden.

Ausführlicher Bericht über den ÖTT in der kommenden T.A.I.-Print.

ÖTT 2026

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Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
"Vision T"

16. Juni 2026 | Tourismuspolitik

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