Österreichs Städtetourismus

Salzburg als Verlierer und Gewinner! Rückgang bei Ankünften & Nächtigungen, Spitze beim Anteil

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Wie hat sich der Anteil des Tourismus (Ankünfte und Nächtigungen) in den Landeshauptstädten der Bundesländer sowie in Wien (gemessen am Österreich-Volumen) entwickelt? Diese Frage stellte sich anlässlich des Treffens der ARGE Städte mit Norbert Kettner (WienTourismus), Marie-Louise Schnurpfeil (Linz Tourismus) und Barbara Plattner (Innsbruck Tourismus) sowie nach der Aussage Kettners heuer im Frühjahr: Als Vorsitzender der ARGE Städte betonte er nämlich heuer, dass der „Städtetourismus ein zentraler Wachstumstreiber des österreichischen Gesamttourismus“ sei.

Mit 29,1 Mio. Nächtigungen kommen die neun Hauptstädte (Wien sowie die acht Landeshautstädte) für rund ein Fünftel (18 %) des österreichischen Tourismusvolumens auf. Heuer trafen sich die Tourismusdirektor:innen der österreichischen Landeshauptstädte in Linz. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen im Städtetourismus, gemeinsame Strategien sowie die Chancen und Auswirkungen des „Eurovision Song Contest 2026“ für den österreichischen Tourismus.

Wien führt vor Salzburg und Innsbruck

Bei den absoluten Werten gemessen an Ankünften und Gästeübernachtungen führt Wien das österreichische Städteranking an. Gezählte 8,5 Mio. Ankünfte sowie 20,09 Mio. Übernachtungen (Zahlen als 2025, Quelle: TourMIS) entfallen auf die Bundeshauptstadt. An zweiter Stelle folgt Salzburg Stadt (mehr als 1,83 Mio. Ankünfte und knapp 3,29 Mio. Nächtigungen). Der dritte Platz ist in fester Hand Innsbrucks (1,07 Mio. Ankünfte, fast 1,97 Mio. Nächtigungen).

Bregenz, Linz und Salzburg verlieren

Auch bezüglich des Wachstums gegenüber 2019, -dem letzten Jahr vor der Pandemie und damit am vergleichbarsten mit den Werten von 2025 -, konnte Wien am kräftigsten zulegen: Die knapp als 575.000 mehr an Ankünften und die 2,49 Mio. mehr Übernachtungen suchen ihresgleichen. Dahinter folgt als Überraschung Graz, denn die steirische Landesmetropole legte bei den Ankünften um 130.600 zu, bei den Übernachtungen um mehr als 215.200.

Anders verhält es sich mit Bregenz (-28.300 Nächtigungen) und Linz (-29.700 Ankünfte) sowie die Mozartstadt Salzburg, die sowohl bei Ankünften (-78.300) als auch bei den Übernachtungen (knapp -20.300) einbüßte.

Mozartstadt hat den höchsten Landesanteil

Wie verhält es sich mit den Anteilen? Diesbezüglich ist die Mozartstadt einsam in Front und hat in den Bundesland – trotz der Rückgänge - einen Ankünfte-Anteil von 21,8 % sowie einen Nächtigungsanteil von 10,6 %. Erst auf Platz 2 folgt Wien, dessen Anteile an den gesamtösterreichischen Zahlen genommen wurden (ansonsten hätte es 100 % Anteil in beiden Fällen). Der dritte Platz gebührt Linz, den vierten hat Graz.  

Laut Norbert Kettner ist der „Städtetourismus ein Ganzjahres-Produkt“, also jene Richtung, in der sich der österreichische Tourismus hinbewegen will. Städte warten demnach saisonunabhängig mit einem reichhaltigen Kunst- und Kulturangebot auf. Und kaum ein Segment in Österreichs Tourismus setzt stärker auf internationales Publikum.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
WienTourismus

Kultur, Kongresse und Luxus! Fokussierung im klassischen Marketing

13. Februar 2026 | Österreich
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