Oberösterreich Tourismus

Neue Urlaubsmarke & Kampagne, Premiere für den Radschwerpunkt

Print-Ausgabe 13. März 2026

Andreas Winkelhofer und Markus Achleitner

Andreas Winkelhofer (l.) und Markus Achleitner (r.) präsentierten die ersten inhaltlichen Höhepunkte des Jahres (Foto: © Fotos: Land OÖ / Haag)

Dreifach-Paukenschlag im Vorfeld der ITB Berlin 2026 mit neuer Tourismusstruktur, dem Claim „Echt jetzt!“ und dem neuen Themenschwerpunkt „Rad & Bike“

Im Linzer Musiktheater präsentierte der OÖ Tourismus Ende Februar die ersten inhaltlichen Höhepunkte des Jahres. Es war eine denkwürdige Veranstaltung, zu der Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und der Geschäftsführer des OÖ Tourismus Andreas Winkelhofer baten, und zwar in doppelter Hinsicht: Erstmals wurden die inhaltlichen Highlights der neuen Zusammenarbeit mit den nun sieben regionalen Tourismusverbänden (TVBs) vorgestellt – die künftige Tourismusstruktur des Landes, die in der Strategie 2030 festgelegt wurde, trat bekanntlich mit Jahresbeginn offiziell in Kraft – und es wurde die neue Kampagne zum Thema Rad & Bike aus der Taufe gehoben. Moderiert wurde die gesamte Präsentation vom seit September vorigen Jahres amtierenden Unternehmenssprecher und Leiter des PR-Teams des OÖ Tourismus, Gernot Hörwertner.

Achleitner: „Vor sieben Jahren hatten wir noch 104 TVBs, dann 19, jetzt sind es sieben. Wir sind damit auf der Höhe der Zeit. Wir müssen nicht mehr x-mal dasselbe erzählen und wir haben eine andere Strahlkraft bekommen.“ Oberösterreich hat sich dabei dem Ganzjahrestourismus verschrieben, „weg von den Saisonen“, wie es Achleitner nannte. Ebenso geht es um Internationalisierung sowie darum, „professioneller zu werden. Wir wollen OÖ ganzjährig bespielen. Mit den sieben TVBs haben wir die optimale Struktur dafür.“ Es gehe um „Schlagkraft in den internationalen Märkten.“

Bei den sieben TVBs handelt es sich um die im Süden des Bundeslandes liegenden Destination-Management-Organisationen (DMOs) „360° Alpenland“, das von Pyhrn Priel über Bad Hall und Steyr bis zum Nationalpark Kalkalpen reicht und unter Leitung der Geschäftsführerin Corinna Polz steht, sowie der seit Anfang dieses Jahres gebildeten DMO „Salzkammergut“ (von Bad Ischl bis Mondsee) mit Stefan Brandlehner an der Spitze, um die im Norden liegende DMO „Mühlviertel“, die laut ihrem Geschäftsführer Markus Obermüller auf Quellen, Thermen und Moore setzt, und das westliche „Quellenviertel“, das sich von Braunau am Inn bis nach Vöcklabruck erstreckt und unter Führung von Philipp Haas steht. Quer durch OÖ zieht sich die DMO „Donauregion“ mit Geschäftsführerin Petra Riffert sowie die DMOs „Region Wels“ unter Leitung von Peter Jungreithmayr sowie „Linz“ mit Marie-Louise Schnurpfeil als Chefin.

Für Markus Achleitner „setzt sich am Ende das durch, was zielführend ist.“ So gesehen ist die Reduktion auf nunmehr sieben TVBs strenglogisch. „Wir müssen in Naturerlebnisräumen denken. Unsere Destinationen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern Oberösterreich insgesamt in Europa.“ Die nunmehrige Struktur biete Vorteile für Gäste, Betriebe, Einheimische und Beschäftigte.

Wobei der Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat nicht umhinkam, auf die tolle Nächtigungsentwicklung zu verweisen. „Wir hatten das dritte Rekordjahr in Folge“, so Markus Achleitner über die Ergebnisse 2025. In den zurückliegenden 10 Jahren konnte Oberösterreich um 27 % bei den Übernachtungen zulegen. Es scheint in dieser Tonart weiterzugehen, denn von November 2025 bis Jänner 2026 kamen rund 631.000 Gäste (+5,7 %) und sorgten für 1,5 Mio. Nächtigungen (+ 2,9 %). Und die Semesterferien im Februar brachten nicht nur viele Gäste aus Österreich, sondern auch aus wichtigen Märkten wie Deutschland, Tschechien und den Niederlanden.

Dieter Recknagl, Stefan Brandlehner, Petra Riffert, Andreas Winkelhofer, Landesrat Markus Achleitner, Corinna Polz, Peter Jungreithmayr, Markus Obermüller und Philipp Haas

V.l.: Dieter Recknagl, Aufsichtsrats-Vorsitzender des Linz Tourismus, der in Vertretung der erkrankten Geschäftsführerin Marie-Louise Schnurpfeil an der Pressekonferenz teilnahm, Stefan Brandlehner (Salzkammergut), Petra Riffert (Donauregion), Andreas Winkelhofer (OÖ Tourismus), Landesrat Markus Achleitner, Corinna Polz (360° Alpenland), Peter Jungreithmayr (Region Wels), Markus Obermüller (Mühlviertel) & Philipp Haas (Quellenviertel)

Zurück zur neuen Tourismusstruktur. „Wir bündeln die Ressourcen und schaffen eine klare Rollen- und Aufgabenteilung zwischen den Partnern. Jeder bringt seine eigenen Stärken ein“, so Markus Achleitner, der als erstes Projekt die digitalen Services nannte (personalisierte Informationen im Online-Marketing für potenzielle Gäste zum optimalen Zeitpunkt). Laut Markus Achleitner werden die Regionen Wels, Donau und Linz das neue System als Pilotpartner 2026 einführen, anschließend folgt das oberösterreichweite Roll-out.

Erster Themenschwerpunkt in der neuen Tourismusstruktur ist dem Radfahren gewidmet. Es erstreckt sich unter dem Motto „Rad & Bike“ über alle sieben Regionen und zwar in unterschiedlichen Ausprägungen. So gibt es im Mühlviertel die neue Marke „Velorama“, Wels promotet „Ride with the locals“ und in der Donau-Region werden Touren abseits des Donauradweges, der „Mutter aller Radwege“, angeboten. OÖ verfügt über ein Netz von rund 2.500 km touristisch genutzten Radwegen, ergänzt um 3.500 km an Mountainbike-Strecken. Insgesamt werden auf oberoesterreich.at mehr als 180 Tourenvorschläge für Rennrad und Gravelbike aufgelistet. Und mit 194 Euro geben die Radgäste pro Tag um ein Drittel mehr aus, als der durchschnittliche OÖ Gast. Der erste Großauftritt erfolgte dieser Tage auf der ITB 2026 in Berlin.

Auf der ITB Berlin kam es auch zur internationalen Premiere für den Claim „Oberösterreich – echt jetzt!“ Andreas Winkelhofer: „‚Echt jetzt!‘ ist das umfassende Versprechen an den Gast, in unserem Bundesland unerwartete Momente und Erlebnisse, in einer unverfälschten Naturlandschaft mit bodenständigen, ehrlichen und herzlichen Menschen zu erleben. Wir sind nicht das Land der großen Rekorde, des ‚schneller – höher – weiter‘. Wir sind das Land der besonderen Momente, die es in dieser Form und in dieser Qualität anderswo nicht gibt.“

Passend dazu rollt der Oberösterreich Tourismus gemeinsam mit den sieben TVBs die Kampagne in mehreren Phasen über das gesamte Jahr verteilt und auf allen wichtigen Herkunftsmärkten aus. So startet Mitte März 2026 die wichtigste Phase, „in der wir gemeinsam mit den Destinationen in Österreich, Deutschland, Tschechien, Niederlande, UK und Polen für Nachfrage sorgen wollen“, kündigte Winkelhofer an.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:
Oberösterreichischer Tourismustag

Verdoppelte Teilnehmerzahl! OÖ geigte auf dem Tourismustag 2025 richtig auf

22. Oktober 2025 | Österreich

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