DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus)

Zum Frühstück Gustostückerln von Mecklenburg-Vorpommern! Deutschlands Norden begeistert

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Deutschland hat eine extreme Vielfalt zu bieten, wie etwa im hohen Norden des Bundesgebietes: Dort liegt direkt an der Ostsee das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Es ist mit knapp 1,6 Mio. Einwohner:innen das am dünnsten besiedelte Land der Republik. Über die Reize Mecklenburg-Vorpommern gab es dieser Tage in kleinster Runde ein informatives Frühstück, zu dem die DZT (Deutsche Zentrale für Tourismus) Österreich mit Laszlo Dernovics an der Spitze zusammen mit dem Geschäftsführer des MV-Tourismus, Peter Kranz, in das DZT-Büro in der Wiener Mariahilfer Straße bat.

Bis Oktober vorigen Jahres leitete Peter Kranz in der Staatskanzlei das Landesmarketing MV (Mecklenburg-Vorpommern). Dann übernahm er die Geschäftsführung des MV-Tourismus, einer neu gegründeten Landesgesellschaft mit Sitz in Rostock. Sie ist für die nationale und internationale Vermarktung des Urlaubslandes verantwortlich und löste mit Jahreswechsel den TVB Mecklenburg-Vorpommern ab, der bis dahin für die Vermarktung zuständig war. Der Slogan wurde übernommen: „MV tut gut.“

Land der 1.000 Flüsse und Seen

Das Bundesland hat sich längst zu einer „Germany’s Must Sea Destination“ entwickelt. Vor der Öffnung – also noch zu DDR-Zeiten – durfte man nicht ins Meer, „das nur in Sichtweite war“, wie sich Peter Kranz erinnert, „daher ist den Bewohnern die Gastlichkeit und Offenheit seit der Öffnung sehr wichtig.“

Ebenfalls geschätzt wird die Verbindung zu den Nachbarn Österreich und Schweiz (dort fand einige Tage zuvor ein Frühstück für eidgenössische Reiseveranstalter und Medien statt). Dank Austrian Airlines besteht eine gute Erreichbarkeit über Berlin oder Hamburg, von dort geht es weiter mit dem ICE (Intercity-Express).

Dazu kommen die Möglichkeiten mit weitreichenden Aktivitäten, die über 1.000 Flüsse und Seen, deren Nutzung für viele Sportarten, und natürlich die Ostsee, die der Adria und dem Mittelmeer aufgrund des Klimawandels den Rang abläuft. Peter Kranz: „An der Ostsee wird Aktivurlaub ganz großgeschrieben. Die Verweildauer ist zwar momentan  kürzer, es wird auch spontaner gebucht, aber dafür auch immer weiter in den Herbst hinein.“ Im Vorjahr wurden in ganz Mecklenburg-Vorpommern rund 1 Mio. Ausländer-Übernachtungen gezählt.

Ganzjahresziel mit vielen Schwerpunkten

Es wäre nicht Mecklenburg-Vorpommern, würde es sich nicht auch als Ganzjahresziel eignen. So gibt es über 2.000 Guts-und Herrenhäuser (sie werden wie jene in Litauen, Estland und Lettland unter dem Begriff „Baltic Manors“ zusammengefasst), welche die Geschichte der Gutshöfe und deren Familien erzählen.

Die verschiedenen Schwerpunkte betreffen den Kulturtourismus (von Festspielen, Festivals, über Museen, wie etwa das Staatliche Museum Schwerin, bis hin zum Schloss Ludwigslust, oder dem Geigenvirtuosen Daniel Hope, der mit Kindern Geige übt), den Wassertourismus (es gibt viele Sehenswürdigkeiten, die per (Haus)-Boot oder im Kanu bereist werden können), pures Erleben der Natur (etwa beim Radfahren, oder beim Wandern; eine Besonderheit ist der „Sternenpark“ in der Nossentiner-Schwinzer Heide mit Themenführungen) oder der Campingtourismus, der laut Peter Kranz in den letzten Jahren stark verbessert wurde und weiterhin wächst. Im Winter sucht man in MV in erster Linie Ruhe bei Wellness an der Ostsee, aber auch im Landesinneren.

Von „Workation“ bis Rügen und Usedom

Was tut sich sonst? Wie Peter Kranz erwähnte, bemüht sich die Hansestadt Rostock momentan um die Austragung für die olympischen Segelwettbewerbe 2036, 2040 oder 2044, – das Warnemünder Segelrevier gilt als eines der schönsten Deutschlands –, „Workation“ ist ganzjährig möglich und der Hochzeitstourismus in den schönen Herrenhäusern boomt. Dazu kommt der neue Reisetrend „Skillcation“, bei dem Gäste anstatt nur zu entspannen neue Fähigkeiten lernen wollen, vom Kochen über Surfen bis hin zu Fotografie oder Handwerk.

Ein Hit für Familien ist die „Binzer Bucht“ auf Rügen, die sich als idyllischer Badeort mit weißer Bäderarchitektur, langem Sandstrand und Naturschutzgebiet einen Namen gemacht hat. Rügen ist die größte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands, die eine 574 km lange Küstenlinie aufweist, mit Sand- und Naturstränden. Rügen verzeichnet etwa ein Viertel aller Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 8,2 Mio. (+1,7 %) Gäste haben im vergangenen Jahr Mecklenburg-Vorpommern besucht (mehr kamen u.a. aus Österreich und der Schweiz), die für 33,3 Mio. Übernachtungen (+1,2 %) sorgten.

Eine andere Insel, die sich bis ins benachbarte Polen erstreckt, ist Usedom. Der größere Teil gehört aber zu Deutschland. Berühmt ist Usedom durch seine drei Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Die drei Kaiserbäder werden von einer 12 km langen Strandpromenade verbunden, die längste ihrer Art in Europa. Und der feine 40 km lange Sandstrand ist durchschnittlich 40 Meter breit. Kein Wunder, dass hier die zweitlängste Verweildauer mit 4,2 Tagen nach Schleswig-Holstein gezählt wird.

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