DZT aktuell

Wanderlust trotz Reisewarnung:
Reiseland Deutschland bleibt auf Kurs

Print-Ausgabe 9. Oktober 2020

Laszlo Dernovics / DZT (l.) und Tobias Woitendorf / TVMV verkünden die aktuellen Trends aus dem Reiseland Deutschland.

Auf das 16. Rekordergebnis in Folge folgt vorerst einmal eine Verschnaufpause – nicht so bei den Marketingaktivitäten der DZT – „Meck-Pomm“ ist dabei im Vormarsch 

Reisewarnungen unterschiedlichster Art zwischen Ländern des Schengen-Raums erfreuen sich im Herbst 2020 einer Hochblüte – zum Leidwesen u. a. all jener, die gerne reisen sowie vom und im Tourismus leben. Auch LaszloDernovics, Leiter der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in Österreich, der Slowakei und Regional Manager Südosteuropa, bedauert, dass die Bundesrepublik Ende September nach Wien auch Vorarlberg offiziell zum Corona-Risikogebiet erklärt hat. 

Wie sich diese Maßnahmen auf die Reiseaktivität zwischen beiden Ländern auswirken werden, kann noch nicht abgeschätzt werden. Doch an das Auf und Ab hat man sich mittlerweile gewöhnt. In den ersten beiden Monaten 2020 gab es noch Zuwächse bei den Übernachtungen österreichischer Gäste in Deutschland (Jänner +3,7 %, Februar +7,1 %), im März kam es – bedingt durch den kompletten Lockdown ab Mitte des Monats – zu einer Stagnation. Das erste Halbjahr schloss dann mit einem Rückgang von -57,5 %. Dem folgte eine leichte Erholung. Wie sich die neuerliche, regional eingegrenzte Reisewarnung auswirken wird, kann aktuell noch nicht eingeschätzt werden.

Die Jahre davor brachten Laszlo Dernovics zufolge ausnahmslos positive Entwicklungen der Übernachtungszahlen aus Österreich. 2019 brachte etwa ein Plus von 3,2 % auf insgesamt 4,3 Millionen Übernachtungen – es war das 16. Rekordergebnis in Folge. Österreich lag damit auf Platz 5 der Top-Quellmärkte. Neben Städtetrips – vorwiegend nach München, Berlin oder Hamburg – standen die Bundesländer Bayern (1,8 Mio. Nächtigungen, +3,3 %) und Baden-Württemberg (566.000 Übernachtungen, +3,2 %) an der Spitze. Aber auch der Norden Deutschlands fand und findet immer mehr Zuspruch. 

Mecklenburg-Vorpommern, – zum zweiten Mal in Folge das beliebteste Inlandsreiseziel der Deutschen –, wird bei den ÖsterreicherInnen immer beliebter. TobiasWoitendorf, Geschäftsführer des TVB Mecklenburg-Vorpommern: „Die Gäste aus Österreich  können sich bei uns so richtig wohlfühlen.“ Das Angebot dieses Landes im Norden Deutschlands an der Ostsee passt laut Woitendorf „zu fast jedem Urlaubswunsch.“

Die Zahl 2.000 spielt dabei eine gewichtige Rolle: „Meck-Pomm“, wie die Deutschen das am dünnsten besiedelte Bundesland liebevoll nennen, bietet 2.000 Seen und Flüsse, – viele davon miteinander verbunden und so optimal für eine Hausbootsafari –, 2.000 Schlösser, 2.000 Sonnenstunden, 2.000 km Ostseeküste mit herrlichen Stränden „und nicht zu vergessen die gute Küche mit viel Fisch und anderen Köstlichkeiten“, wie Tobias Woitendorf betont. 

Bei der DZT werden die Reisewarnungen gegen Wien und Vorarl­berg, so wie es aussieht, nichts an den geplanten Marketingaktivitäten ändern. Laszlo Dernovics: „Mit unserer neuen Kommunikations-Kampagne ‚Feel Good‘ lenken wir die Aufmerksamkeit potenzieller Gäste auf nachhaltige Angebote. Die Kampagne wurde im September über die DZT-Kanäle auf Facebook und Instagram kommuniziert.“ Weitere Infos unter germany.travel/feelgood 

Neu kreiert wurde auch die Marketingkampagne „#WanderlustGermany“. Sie wirbt mit den Schwerpunkten Radfahren und Wandern vor allem in Deutschlands Nachbarländern um Natur- und Aktivreisende. Fortgesetzt wird der diesjährige Themenschwerpunkt „250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven“ und zwar bis 2021. 

Zurück zu Mecklenburg-Vorpommern: Das Bundesland zählt aktuell zu den sichersten Reiseländern was Corona betrifft. Tobias Woitendorf: „Seit der Wiedereröffnung des Tourismus konnten wir bis jetzt rund fünf Mio. Nächtigungen verzeichnen, aber keinerlei Infektionsherde registrieren.“ Geheimtipps hat Woitendorf ebenfalls auf Lager und zwar gleich drei: die Halbinsel Fischland Darß Zingst mit dem Ostseeheilbad Zingst, das autofreie Hiddensee (kleine Schwester der Insel Rügen) und das Sternberger Seeland östlich von Schwerin. „Das ist touristisch noch nicht so erschlossen, daher sehr reizvoll vor allem für Naturliebhaber und Individualisten – viel Natur und wenig Leute“, so Woitendorf, demzufolge „Mecklenburg-Vorpommern generell für Nachhaltigkeit, viel Natur und Individualität steht. Nicht zuletzt deshalb sind wir auch Pre­miumpartner der DZT bei der #WanderlustGermany-Kampagne.“ Mehr Infos dazu finden sich unter germany.travel/wanderlust.  

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben