DZT – Deutsche Zentrale für Tourismus

Kleiner Auszug aus deutscher Vielfalt, diesmal mit Bayern, Berchtesgaden, Nürnberg und Wiesbaden

T.A.I. 24 TOP News

„Es ist eine Wertschätzung“, stellte der DZT-Manager für Österreich, die Slowakei und Regionalmanager für Südosteuropa, Laszlo Dernovics, dieser Tage jene vier Tourismusmanager:innen vor, die gemeinsam mit ihm das DZT-Mediengespräch Mitte März in der Wiener Labstelle gestalteten: Yvonne Skala, Marketing Managerin beim Wiesbaden Congress & Marketing, Silvia Unger, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei Bayern Tourismus Marketing, Franziska Steyer, zuständig für PR und Kommunikation bei Tourismus Nürnberg, und Björn Engbert, Media- und Projektmanagement bei der Destination Bergerlebnis Berchtesgaden.

Wertschätzung deshalb, weil nicht nur die vier extra nach Wien anreisten, sondern soeben auch die Zahlen für das Jahr 2025 publiziert wurden: 4,4 Mio. Übernachtungen gingen auf das Konto der Österreicher:innen. Damit steht das Herkunftsland „in der Rangliste ganz, ganz vorne“, wie Laszlo Dernovics betonte. Verglichen mit den 83,8 Mio. Ausländernächten ist das zwar wenig, aber für das 10 Mio.-Einwohnerland Österreich extrem viel (5,3 %).

Österreichischer Maler, „Kocherball“ & Welterbe

Besagtes Mediengespräch bestand aus 3 Fragen (sie wurden zwischen den jeweils servierten Gängen des Brunches beantwortet). Die erste betraf die kulturtouristischen Schwerpunkte 2026, wobei Yvonne Skala (r.) aus Wiesbaden (ca. 40 km westlich von Frankfurt am Main) den Anfang machte. Dort öffnete ein deutscher Kunst-Mäzen in einem eigens dafür errichteten Museum seine Sammlung der Öffentlichkeit, die heuer noch bis Ende Oktober dem Österreicher Wolfgang Hollegha (1929 – 2023) gewidmet ist. Es handelt sich um die erst dritte Ausstellung in dem vor zwei Jahren eröffneten Museum.

Für Silvia Unger (Bayern Tourismus) steht heuer der „Kocherball“ (drittes Juni-Wochenende im Englischen Garten München) im Vordergrund, ebenso die UNESCO-Kulturerbe-Reisen zu den Königsschlössern Neuschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee und Schachen, die erst im Vorjahr zu Welterbe gekürt wurden. Auch Regensburg feiert, und zwar 20 Jahre Welterbe am 7. Juni 2026, dem „UNESCO-Welterbetag“.

Reichsparteitage, Berghof & Obersalzberg

Frage Nummer 2 von Laszlo Dernovics betraf den „Slow Travel“. Silvia Unger (Bayern) konzentrierte sich auf das Radfahren und „Longevity“ (langes Leben in guter Gesundheit, mit Vitalität und Selbstständigkeit), Franziska Steyer (Nürnberg) konzentrierte sich auf „Slow Food“, hob Nürnberg als die Stadt mit der höchsten Sterne-Dichte Deutschlands hervor und das „Knoblauchland“ (sehr gut per Fahrrad zu erreichen), eines der größten zusammenhängenden Gemüseanbaugebiete in der Bundesrepublik. Auch das sieben Seen umfassende „Fränkische Seenland“ (halbe Stunde mit dem Zug zu erreichen) passt hervorragend zum Thema „Slow Travel“.

Laut Björn Engbert verfügt die Destination Berchtesgaden über den einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands: „Man solle sich viel Zeit nehmen“, denn der Nationalpark mit dem Watzmann, dem Blaueis-Gletscher und einem Großteil des Königssees erstreckt sich über 210 km². Auch Yvonne Skala (Wiesbaden) wartete mit einem Berg auf, dem Neroberg, doch sorgt mit nicht einmal 250 Metern Höhe „bei Österreicher:innen bestenfalls für ein Lächeln“. Der Neroberg überragt aber den Schlossplatz in Wiesbaden und es führt – Stichwort „Slow Travel“ – die zweitälteste Wasserlast- und Zahnstangen-Standseilbahn Europas dorthin: „Dann sind sie entschleunigt.“

Blieb als 3. Frage jene nach den Veranstaltungshighlights 2026. Während Nürnberg mit zahlreichen Musikfestivals aufwartet, lockt Berchtesgaden mit den „Blüht-auf-Wochen“ Mitte April und der „Bartholomä Weihnacht am Königssee in der Adventzeit. Wiesbaden setzt laut Yvonne Skala (unteres Bild) auf die „Rheingauer Weinwoche“ ab Mitte August mit über 1.000 Weinen und Bayern stellt heuer in Bayreuth das 150. Jubiläum der „Richard–Wagner–Festspiele“ in den Vordergrund.

Deutsche Vielfalt am Beispiel Schloss Schwetzingen

Alles in allem präsentierte die DZT in der Labstelle nur einen klitzekleinen Auszug der Vielfalt der Bundesrepublik. Oder hat jemand schon Schloss Schwetzingen in der baden-württembergischen Stadt Schwetzingen besichtigt? Eine Kollegin, die T.A.I. auf besagtem Medienbrunch kennenlernte, war dort, zeigte Bilder und schwärmte von dem Klein-Versailles, das europaweit einmalig über beidseits des Schlosses angefügte eingeschossige Bauten, genannt „Zirkel“, verfügt.

Interessant ist ergänzend dazu folgender weiterführender Bericht:

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben