Finnair

Starke Langstrecken-Ansage aus dem Hohen Norden

Print-Ausgabe 6. Mai 2016

Am kommenden Wochenende nimmt Finnair gleich zwei neue Ziele in Asien auf – der Airbus A350 erweist sich dabei als Triebfeder

Sie sind von der Größenordnung ziemlich ident: Finnair und Austrian Airlines. Daher ist es immer interessant, wie sich der finnische Nationalcarrier (zu 68,4 % in Staatsbesitz) im Vergleich zum österreichischen (zu 100% Lufthansa) entwickelt. Gelegenheit dazu bot vor kurzem ein internationales Presse-Meeting, zu dem Mitte April Juha Järvinen, CCO von Finnair, nach Helsinki bat.

Ein Trumpf von Finnair sind die aufgrund der geographischen Lage von Helsinki in vielen Fällen schnellsten Verbindungen ab Europa (70 Ziele, darunter Wien 2x täglich) in Richtung Ferner Osten. Nach China wurden zuletzt fünf ganzjährige Verbindungen (Peking, Chongqing, Hongkong, Shanghai, Xi‘an) angeboten. Per heute, 6. Mai, kommt als sechstes Ziel Guangzhou mit vier wöchentlichen Frequenzen dazu. Insgesamt bietet Finnair 17 Ziele in Asien. Ab morgen, 7. Mai, wird mit Fukuoka das bereits vierte Ziel in Japan angeflogen.

Hilfreich beim Aufbau neuer Asien-Strecken ist nicht zuletzt der überaus wirtschaftliche Airbus A350-900, den Finnair im Oktober 2015 als erste europäische Airline in Dienst stellen konnte. Finnair-CEO Pekka Vauramo bezeichnete ihn vor kurzem als „Maschine für unser Wachstum“. Vier A350 stehen bereits im Einsatz, bis Ende 2016 werden sieben weitere zur Langstrecken-Flotte stoßen, die derzeit 17 Stück umfasst (neben den vier A350 sind dies acht Airbus A330-300 sowie fünf ältere A340-300, die durch die A350 ersetzt werden). Per Ende 2023 werden neben den A330 insgesamt 19 Airbus A350 bei Finnair in Dienst sein.

Die A350 kommt auch bei Passagieren gut an. So kürten kürzlich die Leser der Fachzeitschrift TTG China Finnair zur besten europäischen Fluglinie. „Unser Ziel ist es, die Kundenzufriedenheit auf unseren Flügen kontinuierlich zu verbessern. Mit dem Airbus A350 auf den Peking und Shanghai Routen konnten wir diesbezüglich einen großen Schritt nach vorne tätigen“, sagt Juha Järvinen.

Parallel dazu wurde ein neues Cateringkonzept eingeführt. Es beinhaltet, neben dem internationalen Speiseangebot, auf Flügen aus Europa hinaus nordische Spezialitäten mit mehrheitlich finnischen Zutaten, kreiert von  finnischen Spitzenköchen. Auf Flügen von Asien nach Helsinki werden Speisen aus der jeweiligen Destination serviert, zusammengestellt von lokalen Spitzenköchen. „Die Bedeutung von qualitativ hochwertigen Mahlzeiten in Verbindung mit dem einzigartigen Kundenerlebnis auf unseren Flügen kann nicht genug betont werden“, sagt Maarit Keränen, Head of In-flight Service bei Finnair, derzufolge viel Feedback von Kunden in die Entwicklung der neuen Catering-Linie eingeflossen ist.

Dasselbe trifft auf das weitere verbesserte und erweiterte „StopOver Finland“ Programm zu, das sich an Langstrecken-Passagiere wendet, die damit Zeit bis zu den Weiterflügen mit diversen Aktivitäten überbrücken können – von kurzen fünfstündigen Aufenthalten bis hin zu mehrtägigen Rundreisen (visitfinland.com/stopover).

Und wie steht Finnair im Vergleich mit Austrian Airlines da? Wirklich rund lief es bei beiden im Vorjahr nicht, auch wenn es da wie dort deutliche Ergebnisverbesserungen gab. Einen großen Vorsprung hat Finnair mit ihrer deutlich größeren Langstreckenflotte, die durch die A350 eine Attraktivitäts-Steigerung mit einer erheblich verbesserten Wirtschaftlichkeit erfährt. Die Ernte der nordischen Langstrecken-Offensive wird entsprechend reichlich sein. 

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Erstellt am: 06. Mai 2016

„A350 hilft, die Kundenzufriedenheit zu steigern“ - CCO Juha Järvinen

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