Luftfahrt-Portale

Grandioser Höhenflug der Visits:
AustrianAviation als Corona-Rakete

Print-Ausgabe 22. Mai 2020

Der ausgebildete Meidziner Martin Metzenbauer gründete Austrian­Aviation.net im Jahr 2004

Im März und April schossen die User-Zahlen des österreichischen Luftfahrt-Portals durch die Decke – damit liegt es plötzlich auf Augenhöhe mit Europas Nummer 1

Es war während des Lockdowns im April: Gassi-Gehen mit Dackel­dame Taboo. Im sicheren Abstand von mehreren Babyelefanten war ein anderer „Gassi-Geher“ unterwegs, telefonierend und gestikulierend. „Das steht im Austrian­Aviation.net …“, meinte er zu seinem Smartphone-­Gesprächspartner. Ein Pilot? Ein Flugbegleiter? Ein Airline-Mitarbeiter? Oder einfach ein leidenschaftlicher Luftfahrt-Freak? Keine Ahnung. Aber mit Sicherheit ein User von Austrian­Aviation.net, jenem von Martin Metzenbauer 2004 gegründeten Luftfahrtportal „made in Austria“, das seit Corona wie eine Rakete abgeht. 

Der berufliche Hintergrund von Martin Metzenbauer liegt allerdings nicht in der Luftfahrt: Der gebürtige Wiener startete nach seiner Matura zunächst ein kurzes IBWL-Inter­mezzo, um sich dann voll der Medizin zu widmen. Spezialgebiete des Dr. med. univ. sind Geburtshilfe und Gynäkologie. Nach eineinhalb Jahrzehnten im Donauspital gründete Metzenbauer 2013 die auf Pränatalmedizin spezialisierte Praxis „TwoCare“ im „Goldenen Kreuz“. Sein großes Interesse neben der Medizin gehört aber der Luftfahrt. Seit 2004 liefert AustrianAviation.net News rund um Fluglinien, Airports und Luftfahrt-Unternehmen. Ein Forum dient als Diskussionsplattform und es gibt auch eine Jobbörse. Zum Redaktionsteam gehören u. a. Jan Gruber (Leitender Redakteur) und der frühere Leiter der ORF-Wirtschaftsredaktion Michael Csoklich

Der Stellenwert, den Austrian­Aviation.net mittlerweile in der Airline-­Community genießt, ist beachtlich: Bis inkl. Februar 2020 lagen die monatlichen Visits laut SimilarWeb zwischen starken 240.000 und 300.000. Im März verdreifachten sie sich auf 880.000, um im April um ein weiteres Viertel auf 1,1 Mio. nach oben zu schießen.  Damit hat sich AustrianAviation.net im SimilarWeb-Ranking der Top 50-Aviation-Websites der Welt auf Platz 19 vorgearbeitet. Zum Vergleich: Flugrevue.de, das Portal von Europas auflagenstärkster Luft- und Raumfahrtzeitschrift, liegt auf Rang 14 und brachte es im April auf 1,26 Mio. Visits (plus 4,6 % zum März). 

Der direkte Konkurrent von Austrian­Aviation.net, das 2009 gegründete Portal AustrianWings.info (Medieninhaber und Herausgeber sind Thomas Huber und Patrick Huber), kann mit diesen Zahlen nicht mehr mithalten. Die monatlichen Visits bewegen sich zwischen 130.000 und 190.000. 

Die Verweildauer auf AustrianWings.info ist mit 48 Sekunden etwas länger (AustrianAviation.net 37 Sekunden), pro Besuch werden 1,55 Seiten angesehen (Austrian­Aviation.net 1,29 Seiten). Die Absprungrate ist mit 75,42 % etwas niedriger (AustrianAviation.net 87,87 %), was angesichts der im April achteinhalbmal so hohen Aviation.net-­Visits zu relativieren ist. Wo also kommt der Unterschied zwischen beiden Portalen her? Die Antwort dürfte u. a. in der deutlich höheren Beliebtheit von Austrian­Aviation.net bei Usern in der Bundesrepublik liegen: Deutschland dominiert mit ca. 47,3 % als größter Traffic-Generator (Österreich liegt auf Rang 2), bei AustrianWings.info hält Deutschland als zweitgrößter Quellmarkt bei 33,13 % (Österreich ist die Nummer 1). 

Spannend wird, ob Austrian­Aviation.net die extrem hohen Visits der Lockdown-Phase im März und April halten können wird. T.A.I. wird die Entwicklung im Auge behalten.  

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