Qatar Airways

Fliegen auf 5-Sterne Niveau
Eindrücke zum Relaunch-Jubiläum

Print-Ausgabe 1. Dezember 2017

Relaunch ist ein vielfach strapazierter Begriff, wenn es darum geht, am Markt vorbei produzierte Produkte auf Kurs zu bringen. Exakt 20 Jahre ist es her, dass Qatar Airways einer tiefgreifenden Reorganisation unterzogen wurde. 1993 gegründet, kam sie nie so richtig auf Touren, dass 1997 der erwähnte Relaunch notwendig war. Er zeigte Wirkung: Wenn heute von den Besten Fluggesellschaften der Welt die Rede ist, fällt immer wieder der Name Qatar Airways. Sie hat es zudem geschafft, unter die vom Umsatz her (im Vorjahr erstmals mehr als umgerechnet 10 Mrd. Euro) 20 größten Airline-Konzerne der Welt aufzusteigen, sowie zu den erfolgreichsten, wie die diesjährige T.A.I.-Airline-Statistik Anfang Juli zeigte.

Zum 20-jährigen Relaunch der SKYTRAX 5-Sterne Fluglinie mit Sitz in Doha „beschenkte“ Qatar nicht nur sich, sondern auch ihre KundInnen: so wurde das neueste Produkt QR-Business Class vorgestellt, die „Q-Suite“ und auch eine Flugzeugbestellung an Boeing im Wert von 2,16 Mrd. US-Dollar in Auftrag gegeben.

Qatar Airways ist eine von derzeit neun 5-Sterne Fluglinien weltweit (zu diesem Kreis gehören noch Singapore Airlines, Cathay Pacific, Asiana, Hainan Airlines, ANA, Garuda, EVA Air und Etihad). Die diesjährigen SKYTRAX Auszeichnungen als „Airline des Jahres“ (Beste Business Class weltweit, Beste First Class Lounge etc.) dürfen als Zeichen der anhaltend hohen Kundenzufriedenheit gewertet werden.

Das oneworld-Mitglied zählt auch zu den schnellst wachsenden Fluggesellschaften der Welt (Umsatz Vorjahr plus 10,4 Prozent, Passagiere plus 20,1 Prozent). Derzeit bedient QR mit einer Flotte aus 215 Flugzeugen (mit 5,7 Jahren Durchschnittsalter die viertjüngste der Welt) ein Streckennetz von 150 Destinationen auf sechs Kontinenten.

Seit 2003 fliegt Qatar regelmäßig nach Österreich. Anfänglich noch via München, ging‘s später mit Airbus A320 nonstop von Wien nach Doha. Seit September 2014 wird die Verbindung bis zu 12x wöchentlich mit dem Boeing 787-8 „Dreamliner“ angeboten.

Für T.A.I erhielt Martin Dichler (er ist Präsident der Flughafenfreunde Wiens) die Möglichkeit, das Produkt auf einem Flug nach Doha zu testen. Die „Dreamliner“-Vorzüge (große elektrisch dimmbare Fenster, neuartige LED Innenbeleuchtung, niedriger Kabinendruck, verbesserte Luftqualität etc.) sind bereits mehrfach beschrieben worden (auch Air India kommt mit dem „Dreamliner“ nach Wien, künftig auch Ethiopian Airways). Bei Qatar verfügt die 787-8 über 254 Sitzplätze in zwei Klassen Konfiguration. Die 22 Business Class-Fauteuls lassen sich in 203cm lange und 76 cm breite Betten verwandeln. Dank 1-2-1 Anordnung kann jeder Passagier ungehindert zu seinem Platz gelangen, ohne Sitznachbarn belästigen zu müssen.

Die Bedienung der Sitzeinstellungen sowie des preisgekrönten „Oryx One“-Entertainmentsystems sind einfach und logisch. Auf 17 Zoll Bildschirmen bietet das System eine Auswahl an 4.000 verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten, darunter 920 Stunden Film& TV Shows. Jeder Passagier hat zudem während des Fluges die Möglichkeit, ins World Wide Web einzusteigen oder SMS abzusenden.

Auch beim Catering bleiben keine Wünsche offen: Qatar Airways verlässt sich auf den Marktführer DO&CO mit seiner Marke Aioli (DO&CO darf exklusiv nur myAustrian führen). Der Business Class-Passagier kann aus einem umfangreichen Angebot wählen und selbst den Beginn des Service festlegen (siehe Info-Kasten).

Passagieren der Economy Class stehen die gleichen Unterhaltungs- und Kommunikationssysteme zur Verfügung. Der Sitzabstand und das gebotene Catering sind Spitze und die Freundlichkeit der Crew generell auf 5-Sterne Niveau.

Fazit: Der vor 20 Jahren eingeschlagene Qualitäts-Kurs von Qatar hat an Dynamik nichts eingebüßt und die KundInnen wissen es zu schätzen. So gesehen ist es kein Zufall, dass etwa bei TUI Qatar bei den Phuket-Flügen nach Austrian vom Aufkommen her aktuell die Nummer 2 ist. Die im Vorjahr beförderten knapp 85.000 Doha-Passagiere ab Wien (plus 23,2 Prozent) markieren mit Sicherheit nicht das Ende der Fahnenstange. 

Business Class Catering à la Carte

Martin Dichler entschied sich bei seinem Wien-Doha-Flug als Aperitif für ein Glas alkoholfreien Champagner der Marke „So Jennie Paris“. Nach Blick in die Menükarte bestellte er Maissuppe, gefolgt von geräuchertem Lachs, bevor er als Hauptgang ein Beefsteak mit Pfeffersauce serviert bekam.

Auf persönliche Empfehlung seines Pursers genoss Dichler sein Steak mit einem Glas australischen Shiraz aus dem Hause „Mount Langhi Ghiran“. Mit einem Glas Portwein der Marke „Gran Cruz“ aus dem Jahre 1992 und einer kleinen Käseauswahl beendete er sein exzellentes Dinner. Sein Fazit: „Aus meinem Vorsatz, die Qualität des Abendessens einfach nur zu testen, wurde nichts: viel zu gut war die gebotene Qualität und die empfohlene Weinbegleitung meines Pursers.“

Artikel teilen per Mail verschicken ausdrucken

Erstellt am: 01. Dezember 2017

Kommentar schreiben

Bitte die Netiquette einhalten. * Pflichtfelder

Nach oben