T.A.I. an Bord der Star Clipper

Viermaster und Vangelis! Eine nahezu unschlagbare Kombination

Print-Ausgabe 15. Juni 2018

Auf Einladung von Star Clippers kreuzte T.A.I. eine Woche durch die Gewässer Thailands und Malaysiens – individuell und abseits der Touristenströme

„Conquest of Paradise“ – ein Top-Hit der Popgeschichte. Das Hauptlied des gleichnamigen Historienfilms geht einem durch seinen hymnischen, feierlichen Charakter unter die Haut. Punkt.

Besonders intensiv ist die Wirkung, sobald die Musik von Vangelis auf einem Viermaster erklingt, abends, sobald Segel gesetzt und Anker gelichtet werden. Emotion pur. Bei Star Clippers ist man sich dessen bewusst. Und so werden tagtäglich die Abfahrten aus Häfen oder Buchten entsprechend inszeniert und mit den Klängen von Vangelis‘ Columbus 1492-Epos untermalt. Tränen in den Augen und Gänsehaut inklusive, verstärkt durch ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit allen anderen Passagieren und der Crew, gepaart mit den schönsten Sonnenuntergängen.

Privatyacht und zugleich auch Boutiquehotel

Es war nicht der einzige bleibende Eindruck, den T.A.I. von der Reise auf der „Star Clipper“ mitgenommen hat, einer Kombination von Urlaub in längst vergangener Zeit mit dem Luxus und Sicherheit von heute. Auf Einladung von Star Clippers ging’s unter der Begleitung von John Will (John Will Communications) in die Gewässer Thailands und Malaysiens.

Die Anreise ab Wien erfolgte mit Thai Airways via Bangkok. Nach Zwischenstopp und Terminalwechsel früh morgens in Phuket, stand zunächst ausreichend Zeit zum Frischmachen zur Verfügung (Tageszimmer im Hotel Seaview im Hafen von Phuket), samt kurzem Erkundungstrip  und Stadtrundgang. In der Ferne lag bereits majestätisch die „Star Clipper“ vor Anker.

Romantisch dann das Boarding: die Gäste werden mit Booten Richtung Viermaster getendert und an Bord mit Barmusik und kühlen Drinks von der Crew begrüßt. Das Einchecken ist extrem unkompliziert, nicht zu vergleichen mit den Formalitäten auf großen Kreuzfahrtschiffen (die 115 Meter lange Star Clipper ist für 170 Passagiere konzipiert, sechs Innen-, 70 Außenkabinen, acht Deluxe-Deckkabinen mit direktem Zugang zum Deck und eine großzügige Eigner-Kabine). Marmorbad, Wandsafe, Flachbildfernseher, Direktwahl-Telefon und eine äußerst komfortable Einrichtung sind selbstverständlich, alle Kabinen haben ein eigenes Duschbad und WC. Die 14,5 m² großen Kabinen der Kategorie 1 und die Eigner-Kabine (22 m²) sind sogar mit Whirlpool ausgestattet.

Umgehend entsteht der Eindruck, auf einem eigenen privaten Schiff zu sein, gepaart mit dem Luxus eines kleinen Boutiquehotels. Dieser Eindruck hat sich im Laufe der Woche an Bord noch verstärkt.

Verantwortlich dafür ist einerseits die überaus familiäre Atmosphäre, anderseits das unmittelbare Segelerlebnis (mit rund 3.500 m² Segelfläche), die wann immer möglich auch gehisst werden (Mithelfen der Gäste erlaubt), das erstklassige Service – so entstehen Freundschaften unter den Gästen, aber auch mit Mitgliedern der 74-köpfigen Bord-Crew, die sich aus bis zu 35 verschiedenen Nationen zusammensetzt.

Sport, Kulinarik und Kultur

Langeweile kommt keine auf. Ganz im Gegenteil. Ein eigenes Sport- und Animationsteam ermöglicht den Gästen jeweils kurz nach dem Ankern in den Buchten diverse Sportmöglichkeiten (außer Tauchen alle gratis), vom Standup-Paddeling, über Wasserski, Schnorcheln, Kanuing, Segeln in kleinen Segelbooten, bis hin zum Tauchen. In Thailand erfolgt letzteres sogar mit einem eigenen Tauchlehrer, Equipment ist für 15 Personen an Bord. In allen anderen Destinationen wird mit örtlichen Tauchschulen zusammengearbeitet.

Auch kulinarisch gibt sich die „Star Clipper“ nicht die geringste Blöße. Täglich werden die Gäste mit Spezialitäten aus einer anderen Region verwöhnt, einmal pro Woche gibt es ein Barbecue am Strand, einmal ein Mittags-Buffet mit Live Musik in der Tropical Bar an Bord mit Blick auf die eindrucksvolle Inselwelt.

Diese bildet zu allen Tageszeiten den Mittelpunkt sämtlicher Aktivitäten, seien es die morgendliche Gymnastik, die auf Kreuzfahrtschiffen obligatorischen Sicherheitsübungen, oder auch die Infotainment-Treffen mit Peter Kissner, dem bayrischen Kreuzfahrtdirektor, der täglich Informatives und Historisches über die jeweils angelaufene Destination zu erzählen weiß, garniert mit vielen persönlichen Erlebnissen.

Mast-Akrobatik und Live Musik

Die Crew rundum Kapitän Yuriy Slastenin aus der Ukraine und den aus Österreich stammenden Hotelmanager Arnold Deutschl ist stets präsent, die Gäste auf der Brücke fast zu jeder Zeit herzlich willkommen. Es besteht sogar die Möglichkeit, sich in den Mast ziehen zu lassen, den Maschinenraum zu besichtigen oder sich in das vordere Netz am Bug der „Star Clipper“ zu legen, was ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit entstehen lässt.

Nach dem Abendessen in dem eleganten Clipper Dining Room werden die Gäste mit einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm animiert, sei es bei einem fröhlichen Quiz, einem Kabarett mit Modenschau oder einfach Tanzen zu Live Musik unter freiem Himmel. Die Atmosphäre an Bord ist sportlich-elegant, ohne übertriebenen Dresscode, es genügen bei den Herren abends lange Hosen und ein Hemd.

Sehr angenehm sind übrigens die geringen Nebenkosten an Bord: Es müssen nur die Getränke, die an Bord gebuchten Ausflüge so wie das empfohlene Trinkgeld bezahlt werden, alles andere ist bereits im Reisepreis inkludiert.

Die Stärken der kleinen Größe

Womit sich zum Schluss die Frage stellt: Ocean-Cruiser oder Vier- (Star Clipper und Star Flyer) bzw. Fünfmaster (Royal Clipper)? Beides hat seine unvergleichbaren Reize. Ein ganz entscheidender Vorteil von Star Clippers gegenüber den Kreuzfahrtriesen ist aber, dass es kein Anstellen bei Landgängen und Exkursionen gibt, man wird mit Tenderbooten für bis zu 40 Passagiere an Land gebracht und dann gibt es jede halbe Stunde bis zur festgelegten Abfahrt einen Tender zurück an Bord.

Die drei Schiffe von Star Clippers (Nummer vier, die Flying Clipper als künftiges Flaggschiff, kommt Anfang 2019) können darüber hinaus auf Grund ihrer Größe auch kleine Häfen und Buchten anlaufen – individuell und abseits der Touristenströme, ein sanfter „Conquest of Paradise“, Vangelis pur.  

Premiere der Klipperromantik im Sultanat Brunei

Star Clippers ist der weltweit größte Anbieter von Segel-Kreuzfahrten und wurde 1991 vom erfolgreichen schwedischen Geschäftsmann Mikael Krafft gegründet. Der verwirklichte damit seinen Traum von der Wiederbelebung der legendären Klipperromantik. Die beiden viermastigen Schwesterschiffe „Star Clipper“ und „Star Flyer“ (je 170 Passagiere / 74 Besatzungsmitglieder) wurden ebenso nach seinen Vorstellungen gebaut, wie der Fünfmaster „Royal Clipper“ (227 Passagiere / 106 Besatzungsmitglieder).

2019 stehen zwei Premieren an: So soll das lange angekündigte künftige Flaggschiff „Flying Clipper“ in See stechen, während die „Star Clipper“ erstmals vor dem Sultanat Brunei die Segel setzen wird: bei vier 10- bzw. 11-tägigen Reisen im Mai und Oktober 2019 ab oder bis Singapur wird im Hafen von Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt des Sultanats Brunei, angelegt sowie auch Kurs auf Häfen in Malaysia und Indonesien genommen. Die Route führt entlang der Nordküste Borneos, der größten Insel Asiens. www.starclippers.com

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Erstellt am: 15. Juni 2018

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