Neue Kreuzfahrtschiffe 2019

Kreuzfahrtkuchen wächst weiter Expansion mit Zwergen und Riesen

Print-Ausgabe 10. Jänner 2019

Das Angebot an Ocean-Cruisern und Expeditionsschiffen legt heuer ebenso wie das Passagiervolumen um weitere 8 Prozent zu

Die weltweite Kreuzfahrt­industrie boomt. 2018 waren rund 26 Mio. Passagiere unterwegs (plus 3,3 Prozent) und sorgten für einen Anstieg der Gesamtumsätze auf rund 45,6 Mrd. US-Dollar (plus 4,6 Prozent). Kritik (Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit für Destinationen etc.) begegnen die Reedereien mit der deutlichen Senkung von Verbrauch und Emissionen (u.a. durch den Einsatz der LNG-Technologie, wobei die AIDA Nova Ende vorigen Jahres diesbezüglich für die Weltpremiere sorgte).

Den Löwenanteil am weltweiten Marktvolumen schneiden sich laut Cruise Market Watch die Carnival Corporation (u.a. AIDA und Costa) sowie Royal Caribbean ab. Carnival bringt es auf 12,3 Mio. Gäste, RCCL kommt auf 5,98 Mio. Der Nettoumsatz von Carnival dürfte im Vorjahr 17,97 Mrd. US-Dollar erreicht haben, jener von RCCL rund 9,21 Mrd. Nummer 3 ist Norwegian Cruise Line mit ihren Töchtern Regent Seven Seas und Oceania Cruises (weltweiter Passagieranteil 9,5 Prozent, Umsatzanteil 12,6 Prozent), gefolgt von MSC Cruises (7,2 Prozent weltweiter Passagieranteil, 6,8 Prozent Umsatzanteil).

Die Karten werden 2019 zwar nicht neu, aber dennoch kräftig durchgemischt. Der Grund liegt in jenen 25 zusätzlichen Kreuzfahrtschiffen, die heuer auf den Markt kommen und die welt­weite Flotte auf 339 Schiffe mit einer Kapazität von über 580.000 Passagieren (2018 waren es 537.000) anwachsen lässt. Die Bandbreite dabei reicht von der 183.900 BRZ (Bruttoraumzahl) großen Costa Smeralda mit 5.224 Passagieren bis zur 4.900 BRZ kleinen Magellan Explorer für 100 Gäste.

Marktführer Carnival Cruise Line sorgt mit gleich vier Riesen (Costa Smeralda, Costa Venezia, Carnival Panorama und Sky Princess) für das größte Mengenwachstum (zusammen über 18.000 zusätzliche Passagiere), gefolgt von MSC mit der Bellissima und der Grandiosa (zusammen knapp 10.000 Passagiere).

Acht der 25 neuen Kreuzfahrtschiffe von 2019 werden eine BRZ von mehr als 140.000 aufweisen. Zehn sind in der Kategorie von 1.000 Passagieren und mehr angesiedelt, ein Dutzend setzt auf Kompaktheit mit 100 bis 300 Gästen.

Für all dies wird kräftig in die Tasche gegriffen: Alle 25 Neulinge zusammen stellen ein Investitionsvolumen von 10,3 Mrd. US-Dollar dar, mit der Norwegian Encore als teuerste Premiere. Sie kostet 1,1 Mrd. US-Dollar. 

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Erstellt am: 10. Jänner 2019

Norwegian Cruise Line-CEO Frank J. Del Rio bringt mit der Norwegian Encore den teuersten Neubau 2019 auf den Markt

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