Spanien

Welterbe und Meisterwerke mit Einflüssen von drei Religionen

Print-Ausgabe 15. Dezember 2017

Der kulturelle Reichtum Spaniens kann sich sehen lassen. Mit historischen Altstädten, beeindruckenden Sakralbauten, Kunstschätzen von Weltrang und lebendiger Folklore kommen Geschichtsinteressierte und Kunstliebhaber, Entdecker und Genießer gleichermaßen auf ihre Kosten.

Spanien ist weltweit am dritthäufigsten in der Welterbeliste der Unesco vertreten – u. a. mit der Alhambra in Granada oder den Wandmalereien in der Höhle von Altamira. Aber auch die Klosteranlage El Escorial bei Madrid, das Werk des Architekten Antoni Gaudí oder die Städtchen Úbeda und Baeza in der andalusischen Provinz Jaén, beides Kleinode der Renaissance-Kunst, tragen den begehrten Titel. Zudem dürfen sich allein 15 spanische Städte, darunter Salamanca, Cáceres und Santiago de Compostela, „Weltkulturerbe-Stadt“ nennen.

Weltklasse-Künstler wie Velázquez, Goya und Sorolla, Picasso, Dalí und Miró haben in ihrem Heimatland Meisterwerke hinterlassen, zu bestaunen unter anderem im Prado, im Museum Reina Sofia oder im Museo Sorolla in Madrid, untergebracht im ehemaligen Wohnhaus des „Malers des mediterranen Lichts“. Ebenso im hohen Norden, in Bilbao, finden sich hochkarätige Institutionen wie das Guggenheim-Museum oder das Museum der schönen Künste, deren Spektrum von mittelalterlicher Malerei bis hin zu avantgardistischer und moderner Kunst reicht. Und mit dem Picasso-Museum, dem Museo Carmen Thyssen und Ablegern des russischen Staatsmuseums Sankt Petersburg sowie des Pariser Centre Georges Pompidou hat sich in den vergangenen Jahren auch das südspanische Málaga zum Kunst-Hot Spot gemausert.  Dazu kommen mehr als 1.500 weitere über das ganze Land verteilte Museen.

Die Einflüsse von Christentum, Islam und Judentum zeigen sich insbesondere in Toledo oder Córdoba, wo mit der Kathedralmoschee ein Paradebeispiel für die kulturelle Verschmelzung steht. Lebensfreude und südländisches Temperament kommen wiederum gut bei den vielen Festen und Feierlichkeiten zum Ausdruck – angefangen vom ausgelassenen Treiben in den Karnevalshochburgen Cádiz, Gran Canaria und Teneriffa, über die Prozessionen während der Karwoche und die Flamenco-Volksfeste in Andalusien bis hin zu traditionellen Kirchweihfesten und zahlreichen Musik-Festivals. www.spain.info 

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Erstellt am: 15. Dezember 2017

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