Trendziel Japan

Vergessener Schirm, Schlafen auf Tatami-Matten, Baden im Onsen

Print-Ausgabe 16. November 2018

Japan galt jahrelang nicht gerade als Boom-Destination für Österreichs Outgoing – das Land der Geisha entwickelt sich jetzt jedoch mehr und mehr zum Trendziel

Seit Anfang des Jahrzehntes klettern die Einreisezahlen von ÖsterreicherInnen in Japan kontinuierlich nach oben und steuern heuer mit weiteren plus 15,3 Prozent (Jänner bis Juli) auf ein weiteres Rekordhoch zu. „Japan hat sich zur Trend-Destination entwickelt“, betonte vor kurzem Verkehrsbüro-Vorständin Helga Freund im Gespräch mit T.A.I.

Konkret ist dies am Verhältnis zwischen Business- und Leisure-­Reisenden zu beobachten. Vor zehn Jahren hielten sich die beiden noch in etwa die Waage. Nunmehr dominieren bei den ÖsterreicherInnen die Leisure-Trips – sie machen drei Viertel des Gesamtvolumens aus. Dieser Trend verstärkt sich heuer weiter.

Was zieht, sind laut Helga Freund vor allem Rund- und Studien­reisen. Wobei Japan nicht von der Stange, sondern „individuell verkauft“ wird. Freund: „Es ist eine sehr sichere Destination. Wenn man z.B. den Schirm irgendwo vergisst und später ins Hotel zurückkommt, ist der Schirm schon dort.“

Ruefa bietet zahlreiche elf- bis 14-tägige Japan-Rundreisen (wie „Ins Land der Geisha“ oder „Best of Japan“) aber auch individuelle Trips sowie 5-tätige City-Breaks. Auch bei TUI besteht eine große Japan-Auswahl, vom „quirligen Tokio, das seine Besucher mit einer imposanten Skyline und der Nähe zum Fuji beeindruckt“ bis zur „Kaiserstadt Kyoto mit ihren zahlreichen Tempeln, Schreinen und traditionellen Märkten“.

Davon schwärmt auch Inga Schwer, Pressesprecherin von Dertour, die das Land der aufgehenden Sonne selbst bereist hat. Ihr besonderer Tipp: „Ein Stück echtes und traditionelles Japan erlebt man am besten bei einer Übernachtung in einem Tempelgästehaus, beispielsweise dem Fukuchi-in auf dem heiligen Tempelberg Koya-san.“ Geboten wird dort echt japanische Lebenskultur, mit Schlafen auf Tatami-Matten, Baden im Onsen (einem von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bad) und der Teilnahme an einem morgendlichen Shingon-­Ritualgebet. 

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Erstellt am: 16. November 2018

Insidertipp von Dertour-Pressesprecherin Inga Schwer: Die Schrein-Insel Miyajima mit ihrem orangefarbenen Tor

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