Print-Ausgabe 6. Oktober 2017

Aller guten Dinge sind drei. Und so gab’s in den zurückliegenden Wochen drei Airlines-Pleiten. Mit Alitalia hat’s al dente begonnen, Airberlin sorgte für die Curry-Würze und Anfang dieser Woche Monarch für ein „annus horribilis“ nicht für die Queen, sondern für Großbritanniens Luftfahrt.

Das britische Pleite-Drama zeigt, dass es nicht jedes Mal alles schlecht sein muss, wenn der Staat hilfreich unter die Arme greift. Was wurde gezetert und gemurrt, als Italien mit Millionen für eine geordnete Bruchlandung der Alitalia sorgte? Was wurde geschimpft und gedroht, als Deutschland dasselbe mit Airberlin tat?

Die 110.000 gestrandeten Monarch-Passagiere verdeutlichen, was hier an Ungemach entstanden wäre, hätte es nicht diese Staatshilfen gegeben. Monarch beförderte mit etwas mehr als 5 Millionen Fluggästen 2016 einen Bruchteil von Alitalia (21,6 Millionen) und Airberlin (28,9 Millionen). So gesehen machte die Staatshilfe bei beiden wirklich Sinn, meint der ansonsten diesbezüglich überaus reservierte

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