Österreich Tourismus

Sommer auf Rekordkurs. Top-Hotellerie profitiert davon kaum

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Österreichs Tourismus erwirtschaftete in den ersten vier Monaten der laufenden Sommersaison (Mai bis August) nicht nur ein Rekordergebnis bei den Ankünften und Übernachtungen, sondern auch bei den realen Einnahmen. Pro Nacht sind sie allerdings um 1 Prozent rückläufig. Erklärbar ist dies nicht zuletzt dadurch, dass die 5- und 4-Sterne Hotellerie nur gering an dem Nächtigungs-Plus partizipiert.

Nach Schätzungen des WIFO (Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung) kletterten die nominellen (nicht Inflations-bereinigten) Einnahmen im Vergleich mit der Vorjahresperiode um 4,2 Prozent auf 9,26 Mrd. Euro. Zieht man die Inflation ab, ergibt sich ein Einnahmen-Zuwachs von 2,2 Prozent.

Diesen steht ein Nächtigungs-Plus von 3,2 Prozent auf 55,98 Millionen gegenüber. Alle Bundesländer entwickeln sich positiv, mit Ausnahme des Burgenlandes, wo allerdings den ganzen Sommer hindurch (19. Juni bis 10. September) das Falkensteiner Balance Resort Stegersbach (140 Zimmer, 315 Betten) geschlossen war. Der Wegfall der Stegersbach-Betten in diesem Zeitraum war weit höher, als das Burgenland-Minus von 8.800 Nächten ausmachte.

Den Löwenanteil zum Zuwachs von österreichweit 1,738 Millionen Nächtigungen steuerten Kärnten (plus 414.700 Übernachtungen bzw. um 5,5 Prozent mehr), Salzburg (plus 366.300, um 3,8 Prozent mehr) und Tirol (plus 336.200, um 2,2 Prozent mehr) bei.

Getragen war die Entwicklung vor allem durch stärkere Nachfrage der Gäste aus dem Ausland (Zuwachs um 4,1 Prozent bzw. 1,56 Millionen Nächte auf 39,62 Millionen), wobei Deutschland für knapp die Hälfte der Zunahme sorgte.

Top-Hotellerie schwach, FeWos stark

Den höchsten Anteil haben die 5- und 4-Sterne Hotels mit 18,44 Millionen Übernachtungen, die allerdings mit plus 0,8 Prozent nur geringfügig vom Aufwärtstrend profitierten.

Das taten die Ferienwohnungen (plus 10,8 Prozent auf 4,02 Millionen) am intensivsten, gefolgt von den „sonstigen Unterkünften“ (Campingplätze, Jugendherbergen, Kurheime, Schutzhütten und sonstige gewerbl. Beherbergungsbetriebe) mit plus 7,0 Prozent auf 9,58 Millionen.

Die 3-Stern Hotellerie hielt sich mit plus 5,0 Prozent bzw. 11,6 Millionen Nächtigungen sehr gut, der 1- und 2-Sterne Sektor brach um -6,2 Prozent auf 3,86 Millionen Nächte weg.

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Erstellt am: 28. September 2017

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