Tourismuspolitik

Rekordniveau bei Investitionen! Anträge so hoch wie noch nie

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Das Investitionsklima in Österreichs Tourismus ist so gut, wie schon lange nicht. Die bei der ÖHT (Österreichische TourismusBank) im Vorjahr eingegangenen Kreditanträge erreichten mit 371,16 Mio. Euro sogar ein Rekordniveau. „Wir bejubeln nichts, aber die Lage ist besser, als es da und dort vermittelt wird“, betonte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner heute, Freitag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der ÖHT (Österreichische TourismusBank).

Hervorragendes Investitionsklima

Das Investitions-Klima im Tourismus hat sich demnach erheblich verbessert. Das laut ÖHT 2016 geförderte Gesamtinvestitionsvolumen (Förderzusagen) stieg demnach gegenüber 2015 um nahezu zwei Drittel (plus 63,36 Prozent) auf 662,715 Mio. Euro. ÖHT-Geschäftsführer Wolfgang Kleemann geht davon aus, dass dieses Hoch weiter anhält: „Wir haben die besten Förderrichtlinien und höchsten Fördermittel aller Zeiten.“ Wobei Kleemann seit 1983 bei der ÖHT tätig ist und damit einen Vergleichszeitraum überblicken kann, der bald dreieinhalb Jahrzehnte umfasst.

Im Vorjahr waren bei der ÖHT rund 1.900 Kreditnehmer registriert (in erster Linie Hotels und Bergbahnunternehmen). Wie gesund die Tourismusbranche ist, zeigt die Tatsache, dass 2016 lediglich 46 Betriebe (2,4 Prozent) bzgl. ihrer Kreditraten Stundungsansuchen gestellt hatten. Insolvenz gab es keine einzige.

Rekordsumme an Fördermitteln

Für 2017 stehen 321 Mio. Euro an Fördermitteln bei der ÖHT zur Verfügung (gegenüber 271,75 im Vorjahr). Darunter 60 Mio. Euro an Haftungen, 235 Mio. Euro an Krediten und 26 Mio. Euro an Barzuschüssen inkl. der neuen Investitionszuschussprämie (20 Mio. Euro). Kleemann: „Ich bin überzeugt, das auch realisieren zu können.“

Minister Mitterlehner geht davon aus, dass es 2016 in Österreichs Tourismus „zu einer Besserung der Ertragssituation gekommen ist. Das wird makroökonomisch zu belegen sein.“ ÖHT-Chef Kleemann spricht „von einer Stabilisierung mit Spielraum nach oben.“

Mehrwertsteuer kein Thema

Laut Mitterlehner habe sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Logis nicht negativ auf die Betriebe ausgewirkt: „Man muss die Gesamtangebotssumme sehen (also inkl. der weiterhin 10 Prozent MWSt. auf Gastronomieleistungen) und da sind wir international gesehen gut.“

Fachkräftemangel als Herausforderung 

Bezüglich Fachkräftemangel sei die Branche gefordert. Es gelte die Mobilität der Arbeitskräfte zu erhöhen, mehr Anreize durch Benefits und Incentives zu schaffen und auch den Ganzjahrestourismus zu forcieren.

Absage für den ÖHV-Kongress

Absagen muss Vizekanzler Mitterlehner hingegen seine Teilnahme am ÖHV-Kongress 2017 in Bad Ischl: der ORF machte ihm mit einer Einladung zur TV-Sendung „Im Zentrum“ am 15.01. abends einen Strich durch die Rechnung. Reinhold Mitterlehner wird dort mit FPÖ-Parteiobmann Heinz Christian Strache zusammentreffen.

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Erstellt am: 13. Jänner 2017

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