Kärnten Tourismus

Erfolgsweg mit „Slow Food“ und Digitalisierung wird fortgesetzt

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Der überraschende Wechsel an der ÖVP-Spitze in Kärnten sorgte für einen neuen Tourismuslandesrat: Ulrich Zafoschnig. An ihm wird es liegen, den unter seinem Vorgänger Christian Benger eingeschlagenen, durchaus erfolgreichen Weg fortzusetzen. Die Vorzeichen sind gut: im Mitte April präsentierten Kärntner Regierungsprogramm 2018 bis 2023 wurde dem Tourismus ein eigenes 4-seitiges Kapitel gewidmet.

Bereits in der Präambel ist von einer Vorbild-Region (wörtlich: „Tourismuseldorado“) die Rede. Die Schwerpunkte liegen auf einer Betten- und Verkaufsoffensive, der Schaffung neuer Angebote durch gezielte Investitionen in einzelbetriebliche Förderprogramme, Digitalisierungsoffensive mit Fokus auf digitale Buchbarkeit, Forcierung des Städtemarketings sowie Ausbau der touristischen Infrastruktur insbesondere für saisonverlängernde Maßnahmen. Geplant ist zudem ein „Radwege-Masterplan“, die Stärkung als weltweit erster Slow Food Travel Destination.

Im 42-seitigen Regierungsprogramm 2013-2018 (das aktuelle hat 98 Seiten) wurde der Tourismus nur neunmal (!) erwähnt, ein eigenes Kapitel gab es für ihn – anders als für Arbeit und Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie Kunst und Kultur – keines.

Der Tourismus erwirtschaftet mit 2,3 Mrd. Euro rund 15 Prozent des Kärntner Bruttoinlandsprodukts und stellt direkt oder indirekt 18 Prozent der Beschäftigten. 2017 wurden erstmals 3 Millionen Ankünfte erreicht. Die Investitionen der überwiegend kleinstrukturierten Familienbetriebe belaufen sich jährlich auf über 200 Mio. Euro.

Kurzportrait Ulrich Zafoschnig

Der neue Landesrat für Tourismus in Kärnten, Ulrich Zafoschnig (42), ist gebürtiger Klagenfurter und studierter Jurist (Uni Graz). Er war zuletzt Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung. In der Kärntner Landesregierung verantwortet zusätzlich zum Tourismus, touristische Beteiligungen und Tourismusinfrastruktur auch die Bereiche Wirtschaft, Handel und Export, Industrie, Bau, Mobilität, Logistik sowie Anlagenrecht (UVP).

Mit dem Tourismus hatte Zafoschnig durch seine bisherige Tätigkeit bei der Kärntner Beteiligungsverwaltung Berührungspunkte: ihr gehören 60 Prozent der Anteile an der Kärnten Werbung (dort ist Zafoschnig Aufsichtsratsvorsitzender), 80 Prozent am Flughafen Klagenfurt, 34,03 Prozent an der Kärnten Therme sowie an den Bergbahnen Nassfeld Pramollo (33,33%), Bad Kleinkirchheim (48,49%) und Turracher Höhe (27,87%).

Zafoschnig führt eine Lebensgemeinschaft und ist Vater eines Sohnes.

 

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Erstellt am: 12. April 2018

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