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Vorsaison-Rekord nur „passables Ergebnis“! Das hat seine Gründe

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Den stärksten Start aller Zeiten in den Sommer verzeichnete heuer im Mai und Juni Österreichs Tourismus. Laut Statistik Austria gab es einen Anstieg um 0,9 Prozent auf 17,31 Mio. Gästenächtigungen, womit der Spitzenwert der Sommervorsaison von 2015 mit damals 17,17 Mio. Nächten nochmals übertroffen wurde. Am stärksten dazu beigetragen haben das Bundesland Salzburg (plus 3,1 Prozent bzw. 80.800 mehr Nächtigungen), Wien (plus 3 Prozent bzw. 80.500 mehr Nächte) sowie das Burgenland mit plus 5,1 Prozent bzw. 30.600 mehr Übernachtungen. Nur drei Bundesländer (Kärnten -2,7 Prozent, NÖ -0,9 Prozent und OÖ -1,4) bilanzierten negativ.

„Das ist ein passables Ergebnis“, kommentiert Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der WKÖ, gemeinsam mit Andrea Steinleitner, Obfrau Fachgruppe Wien, die Zahlen. „Damit sehen wir uns gut aufgestellt, zumal die Feiertagsverschiebung in diesem Zeitraum und die EM dominierend waren.“

Die eher zurückhaltende Beurteilung der starken Vorsaison von Siegfried Egger hat ihren Grund und der liegt in den unerfreulichen Rahmenbedingungen für die Hotellerie, nicht zuletzt durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung. „Diese trifft die Branche hart. Wenn wir schon mit diesen 13 Prozent belastet werden, dann brauchen wir ein klares Bekenntnis der Politik zum Standort Österreich“, so Egger. Deshalb fordert er u.a. eine „Entlastung bei den Betriebsübergaben“ sowie „eine Gleichstellung von jungen Betriebsübernehmern mit Startups, für die die Bundesregierung ja erst kürzlich ein Förder-Paket geschnürt hat.“ Eggers Vorschläge reichen von einer Befreiung von Lohnnebenkosten bis hin zu Erleichterungen bei Betriebsanlagenüberprüfung für Jungunternehmer nach der Übernahme.

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Erstellt am: 27. Juli 2016

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