Verkauf der Vienna International Hotels

Vienna House wird thailändisch! Warimpex-Chefs machen Cash

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Das 1989 gegründete, österreichische Hotelunternehmen Vienna International (VI; Markenname: Vienna House), wurde dieser Tage von den Gründungseigentümern Franz Jurkowitsch und Georg Folian an den thailändischen Immobilieninvestor U City verkauft. Die Transaktion soll bis zum Sommer abgeschlossen werden. CEO von Vienna House (aktuell 34 Hotels, davon 11 im Eigentum) bleibt unverändert Rupert Simoner.

U City-Deal auch mit Warimpex

Es ist nicht der einzige U City-Deal von Jurkowitsch und Georg Folian. Beiden zusammen gehören direkt bzw. indirekt über die beiden Privatstiftungen Bocca und Amber (dort waren auch die VI-Anteile gebündelt) zu 51 Prozent die börsennotierte Warimpex AG. Diese verkaufte an die von U-City gegründete Tochter Vienna House Capital um für rund 180 Mio. Euro sieben von VI betriebene Hotels (fünf in Polen, zwei Tschechien) sowie eine Pachtgesellschaft in Rumänien (angelo Airporthotel Bukarest).

Die Warimpex macht durch den Verkauf ordentlich Cash. Ihr Aktienkurs legte in den zurückliegenden sechs Monaten um 68 Prozent von 0,533 Euro auf 0,899 Euro zu, mit einem großen Sprung Anfang September und kontinuierlichem Plus seit Dezember. Da dürften – vorsichtig ausgedrückt - wohl einige Lunte von dem bevorstehenden Deal gerochen haben.

Mehr als 40 Mio. Euro für Vienna House

Wie viel Jurkowitsch und Folian (ihre beiden Privatstiftungen besaßen je 49,507 Prozent an VI; die restlichen 0,986 Prozent gehören dem früheren VI- und jetzigen Arcotel Vorstand Martin Lachout) für Vienna International erhalten, wurde nicht bekannt gegeben. Nimmt man die im Vorjahr erzielte Einigung zwischen den beiden und der Investorengruppe rund um Rudol Tucek als Maßstab (Ende Juli 2016 wurden für ihre 37,4 Prozent VI-Anteile 16 Mio. Euro gezahlt), so ergibt sich ein Wert von 40 Mio. Euro.

Durch die gute Geschäftsentwicklung (Vienna House erzielte im Vorjahr 188,0 Mio. Euro Umsatz 2016, der GOP stieg auf 69,6 Mio. Euro und erreicht nun 37,1 Prozent des Umsatzes) dürfte der Kaufpreis von U City darüber liegen. Auf der Expo Real 2016 gehörte Vienna House (die Kette betreibt europaweit 34 Hotels, davon elf in Deutschland) zu den Aufsteigern im Treugast Investment Ranking.

Sitz von Vienna House bleibt Wien

Das Management von Vienna House bleibt unverändert, mit ex-Kempinski-Mann Rupert Simoner als CEO. Ebenso wird die Vienna International Hotelmanagement AG ihren Unternehmenssitz in Wien beibehalten. Geplant ist, das Portfolio bis 2021 auf 50 Hotels zu erhöhen.

Der neue VI-Eigentümer in Stichworten

U City wurde 1988 gegründet, ist an der thailändischen Börse notiert (Marktkapitalisierung derzeit 16,44 Mrd. THB, umgerechnet 455 Mio. Euro). Deren Hauptaktionier ist mit knapp 36 Prozent die BTS Gruppe (Marktkapitalisierung umgerechnet 2,7 Mrd. Euro). Beide Unternehmen besitzen bereits Hotels in Thailand und wollen durch Engagements in Europa ihr Risiko diversifizieren. CEO von U City ist seit Jahresbeginn Ms. Piyaporn Phanachet.

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Erstellt am: 23. Februar 2017

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