Hotelinvestments in Österreich

Transaktionsvolumen steigt: Große Kettenhotels vor Verkauf

Print-Ausgabe 12. Februar 2016

Laut Christie + Co. wird es nach einem starken Jahr 2015 auch heuer zahlreiche Transaktionen geben – Biedermeier Wien macht den Anfang

Auf dem österreichischen Hotelinvestmentmarkt zeichnen sich einige interessante Transaktionen ab. „Es stehen aktuell einige große Kettenhotels zum Verkauf“, so Lukas Hochedlinger, Managing Director Germany, Austria & CEE bei Christie + Co. So wurde bereits der Kaufvertrag für das Mercure Grand Hotel Biedermeier Wien mit 198 Zimmern unterschrieben. Diese Transaktion soll im ersten Halbjahr abgeschlossen werden.

Im Vorjahr erreichte das Transaktionsvolumen auf Österreichs Hotelinvestmentmarkt laut der Immobilienberatung Christie + Co etwa 310 Mio. Euro. Damit wurde das Ergebnis von 2014, als es 243 Mio. Euro waren, deutlich übertroffen. Die Sumem nähert sich damit wieder an das stärkere Jahr 2013 an, als in Österreich laut Immobiliendienstleister CBRE rund 315 Mio. Euro in Hotels investiert wurden. Im Jahr 2012 waren es sogar rund 360 Mio. Euro.

Zu den Höhepunkten im Vorjahr zählten der im Oktober erfolgte Verkauf der K+K Hotelgruppe mit zehn Hotels in acht Ländern an die US-amerikanischen Highgate Hotels. Zum Portfolio gehörten unter anderem das K+K Palais Hotel (66 Zimmer) und das K+K Hotel Maria Theresia (132 Zimmer), beide in Wien.

Das Wiener Hostel „Wombats Naschmarkt“ (130 Zimmer) wurde von einem russischen Investor gekauft. Direkt an den Pächter, die Sunflower Management GmbH, zurück verkauft wurde das Leonardo Hotel Vienna (213 Zimmer) von der Immofinanz. Das Wiener InterCity Hotel mit 179 Zimmern wurde von einer Privatstiftung an die Investmentfirma Warburg HIH Invest veräußert. Die größte Einzeltransaktion des Jahres fand am Jahresende statt, als ein internationales Kettenhotel mit über 200 Zimmern in Wien von einem ausländischen Fonds erworben wurde.

Auch in den Bundesländern tat sich einiges. Im Mai wurde in Kärnten der Bleibergerhof (108 Zimmer) an den Kärntner Hotelier Bernd Hinteregger veräußert. Das Seehotel Klopein mit 78 Zimmern wurde von der Bank Austria an die am Klopeiner See ansässige Hoteliersfamilie Marolt verkauft. In Baden wurden das zuletzt im Eigentum der Novomatic befindliche Hotel Sacher (38 Zimmer) und das Grand Hotel Sauerhof (89 Zimmer) von der asiatischen Investmentfirma K.Y.A.T.T. akquiriert. Letzteres soll saniert und im August 2017 als 5-Sterne-Gesundheitshotel wiedereröffnet werden. Im September wechselte noch ein kettengeführtes Wellnesshotel mit über 100 Zimmern in Niederösterreich seinen Eigentümer. Der Käufer war ein Privatinvestor aus Österreich. 

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Erstellt am: 12. Februar 2016

Erwartet noch mehr Dynamik bei heimischen Hotelinvestments – Lukas Hochedlinger

Das 4-Sterne Thermenhotel Bleibergerhof in Kärnten ist seit Mai 2015 im Besitz des Hoteliers Bernd Hinteregger

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