Best Western Hotels & Resorts

„Soft Brand“ als starke Marke. Harmonie Vienna nutzt ihn bereits

Print-Ausgabe 29. Juni 2018

Die Markenvielfalt von BW im „Soft Brand“-Bereich wird ausgebaut – dies bringt Vorteile für Hotels, die ihre eigene Identität weiterhin stark betonen möchten

Die Best Western Hotels & Resorts haben heuer im Frühjahr ihr Markenportfolio um zwei weitere Soft-Brands erweitert. Welche Vorteile diese Marken potentiellen Mitgliedsbetrieben bringen, wie es um die weitere Expansion der Gruppe bestellt ist und wie sich die Umsätze entwickeln, darum ging es im Interview von T.A.I. mit Marcus Smola, Geschäftsführer Best Western Hotels Central Europe GmbH, Eschborn.

T.A.I.: Best Western hat zwei neue Marken im Bereich der „Soft Brands“ eingeführt. An welche Zielgruppen richten sich diese?

Smola: „Neben der vor zwei Jahren eingeführten ‚BW Premier Collection‘, der Kollektion für exklusive Privathotels, bieten wir nun auch die ‚BW Signature Collection‘ für Hotels der gehobenen Mittelklasse und die ‚Sure Hotel Collection‘ für Hotels im 3-Sterne-Segment an. Alle drei Soft-Brand Angebote richten sich an Hotels, die markenunabhängig bleiben und gleichzeitig von der Vertriebs- und Marketingpower einer der führenden globalen Hotelmarken profitieren wollen. Ein Soft-Brand eignet sich damit insbesondere für Hotels, die bereits stark mit eigenem Namen im Markt etabliert sind, aber auch für neue Hotelprojekte, die sich individuell ohne umfangreiches Marken-Branding positionieren wollen.“
 
T.A.I.: Welche Vorteile ergeben sich dadurch für Hoteliers?

Smola: „Alle Soft Brand Hotels von Best Western Hotels & Resorts erhalten das volle Dienstleistungspaket des weltweiten Verbunds: Sie werden nicht unter dem Markennamen Best Western Hotel geführt, sind jedoch über sämtliche Best Western Buchungskanäle, wie z. B. die Best Western Webseiten, via der weltweiten telefonischen Reservierungszentralen sowie über GDS und Buchungskanäle buchbar. Zudem profitieren die Hotels der Soft Brands von den weltweiten Konditionen aller globalen Partnerschaften der Hotelmarke – sowohl im Bereich der OTAs als auch weiterer Vertriebspartnerschaften bis hin zum Key-Account Management für Firmen- und Reisebüroverträge. Ferner werden alle Soft Brand Hotels in das Loyalty Programm Best Western Rewards mit 34 Mio. Nutzern sowie Loyaltypartner wie Lufthansa Miles und More und Payback eingebunden.“
 
T.A.I.: Wie werden die neuen Soft Brands von den Hoteliers angenommen?

Smola: „Wir sehen bereits kurz nach der Einführung ein deutliches Interesse im Markt und erhalten viele Anfragen. Beispielsweise in Österreich: Hier hat sich das Harmonie Vienna der BW Premier Collection angeschlossen. Als kleines Boutiquehotel mit einem Kunstkonzept und großem Augenmerk auf Individualität eignet es sich hervorragend für die exklusive Kollektion. In der Schweiz, in Horw im Kanton Luzern, ist jüngst das Gasthaus zur Waldegg zur BW Signature Collection gestoßen und nutzt damit ebenfalls die Vorteile der Gruppe.“
 
T.A.I.: Die Expansion von Best Western Central Europe schreitet zügig voran. Was überwiegt aktuell bei den neuen Projekten: Business- oder Ferienhotellerie?

Smola: „Das Gros unseres Portfolios bewegt sich nach wie vor im Bereich Stadt- und Businesshotellerie. Daher gibt es hier die meisten Projekte und Gespräche mit Hoteliers. Nichtsdestotrotz macht die Ferienhotellerie mittlerweile knapp 35 Prozent unseres Geschäfts aus. Unsere Dienstleistungen finden zu einem großen Teil im touristischen Kundensegment statt, sodass Ferienhotels davon profitieren können. Und die Anzahl Kunden, die auch über elektronische Distributionswege ihren Urlaub bucht, steigt signifikant.“
 
T.A.I.: Gibt es bestimmte Schwerpunktregionen in Central Europe, in denen besondere Potenziale gesehen werden?

Smola: „Unser Fokus liegt momentan auf Standorten in Österreich und der Schweiz, die wir dazugewinnen und von den Vorteilen überzeugen wollen. Bei Stadt- und Businesshotels in Metropolen wie auch B- oder C-Standorten möchten wir gerne ein flächendeckendes Netz anbieten können.“
 
T.A.I.: Welchen Schwerpunkt nimmt die Ferienhotellerie von Best Western speziell am österreichischen Markt ein?

Smola: „Österreich ist für viele ein Urlaubsland – vor allem für Reisende aus Deutschland. Daher ist es uns natürlich extrem wichtig, auch hier mit Ferienhotels und Häusern für Kurzreisen und Städtetrips vertreten zu sein. Generell sind alle namhaften Ferienregionen für uns interessant.“
 
T.A.I.: Der österreichische Markt erzielte 2017 ein Umsatzplus von 5 Prozent. Gibt es eine Zielmarke für dieses Jahr?

Smola: „Die guten und zum Teil nochmals gesteigerten Umsätze in unseren Hotels zeigen, dass wir mit den Dienstleistungen erfolgreich Geschäft in Hotels vermitteln können und dass unsere umfassenden Marketing- und Vertriebsmaßnahmen voll gegriffen haben. Der Markt in Österreich entwickelt sich sehr gut – sowohl in Bezug auf Übernachtungen als auch auf Umsätze. Daher rechnen wir auch in diesem Jahr mit einem Umsatz, der sich weiter auf diesem Niveau bewegt und sogar leicht gesteigert werden kann.
 
T.A.I.: Wie steht es um Expansionspläne in Österreich?

Smola: „In Österreich arbeiten wir daran, unser Portfolio stetig auszubauen und führen Gespräche mit Privathoteliers wie auch mit Neubauprojekten. Unser Ziel ist es, für unsere Gäste neben den bestehenden Häusern auch neue Hotels und Standorte in Österreich anbieten zu können. Dabei sehen wir große Potenziale vor allem im Bereich der neuen Soft Brands, die den Trend hin zu noch mehr Individualität unterstützen.“ 

Best Western Hotels & Resorts in Stichworten

Die 1946 in den USA gegründete Gruppe unabhängiger und individuell geführter Hotels zählt aktuell weltweit in über 90 Ländern rund 4.000 Mitgliedsbetriebe (ein Drittel davon in Europa) mit einem Volumen von 300.000 Zimmern (Anteil Europa mehr als ein Viertel). Das Bonusprogramm „Best Western Rewards“ wird bereits von mehr als 34 Mio. Gästen genutzt (vor vier Jahren waren es erst 24 Mio.). Die seit 1986 bestehende Region Central Europe umfasst 10 Länder (DACH sowie Luxemburg, Liechtenstein, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn) und bringt es aktuell auf rund 230 Hotels mit über 21.000 Zimmern.

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Erstellt am: 29. Juni 2018

Arbeitet stetig am Ausbau des Best Western Portfolios in Österreich: Geschäftsführer Marcus Smola

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