Greenstorm Mobility

Mit coolen E-Bikes und E-Cars zu
höherer Auslastung und mehr Umsatz

Print-Ausgabe 19. April 2019

Können ein extremes Wachstum verbuchen: Greenstorm-Gründer Philipp Zimmerma­nn (l.) und Richard Hirschuber

Der Wachstumskaiser unter Österreichs Unternehmen bietet Hoteliers ein treffsicheres Erfolgsmodell, das mit „leeren Zimmern“ volle Kassen bringt

An Gäste E-Bikes und E-Cars zu verleihen und damit Auslastung zu steigern und zusätzliche Einnahmen zu generieren, das ermöglicht das Tiroler Startup-Unternehmen Greenstorm Mobilty von Richard Hirschhuber und Philipp Zimmermann. Bereits über 1.000 Hotels, Fachhändler und Betriebe in der DACH-Region sowie Italien, Kroatien und Slowenien setzen auf das innovative Verleihkonzept, mit dem Greenstorm im Vorjahr rund 24 Mio. Euro Umsatz erwirtschaften konnte. Die Wachstumskurve weist dabei steil nach oben: Aus 300 verliehenen Rädern im Sommer 2016 wurden 7.000 im Vorjahr, heuer sollen es rund 14.000 werden. So etwas bleibt nicht unbemerkt: In einem Anfang März veröffentlichten Ranking der „Financial Times“ über Europas 1.000 am schnellsten wachsende Unternehmen erreichte Greenstorm Platz 1 in Österreich und Rang 59 in Europa.

Das Konzept ist ausgeklügelt: Partner-Hotels erhalten E-­Bikes und E-Autos inklusive Ladestationen sowie Stromkosten für den Betrieb des Fuhrparks für die Dauer einer Saison. Bezahlen können sie dafür mit „leeren Zimmern“ – sprich mit Hotelgutscheinen – die über die SST-Touristik vertrieben werden. Die Hoteliers können dabei selbst entscheiden, für welchen Zeitraum Kontingente abgegeben werden und somit die Auslastung in schwächeren Zeiten erhöhen. Am Ende der Saison werden die Fahrzeuge von Greenstorm gebraucht weiterverkauft.

Um das extreme Wachstum finanziell abzusichern, wurde von Hirschhuber und Zimmermann die Kapitalbasis mittels Crowd­investing (1,2 Mio. Euro im Frühjahr 2018) sowie durch Hereinnahme des Private Equity-Investors Bregal Milestone vergrößert. Greenstorm erzielte gemäß Firmenbuch in den vorangegangenen zwei Geschäftsjahren jeweils solide Gewinne. Mit dem ehemaligen Volksbank-Gebäude in Kufstein erhielt die Firmenzentrale im Herbst vorigen Jahres zudem einen Platz, der für mehrere Jahre ausreichend Raum bieten sollte. „Wir sind binnen zwei Jahren drei Mal umgezogen, da die Mitarbeiteranzahl auf nahezu 100 Personen aufgestockt wurde“, stöhnt Hirschhuber, der eingesteht: „Hätten wir uns von Anfang an nach etwas Größerem umgesehen, wären wir in unserer Entwicklung jetzt noch weiter.“ 

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