Tourismus-Finanzierung

„Alles bleibt besser”! Neue Eigentümer für die ÖHT Tourismusbank

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ERSTE Bank und UniCredit Bank Austria haben ihre Anteile an der Österreichischen Hotel und Tourismusbank (ÖHT) jetzt tatsächlich an die OeKB (Österreichische Kontrollbank) verkauft. ÖHT-Geschäftsführer Wolfgang Kleemann versichert, dass dies „keinerlei Auswirkungen auf die Förderstrategie“ nach sich ziehen werde, die „ÖHT bleibt auch nach Gesellschafterwechsel eigenständige Tourismusbank.“

Die Problematik

Die OeKB steht überwiegend im Besitz österreichischer Großbanken und ist dient der Wirtschaft als Exportbank. Touristische Kompetenzen hatte sie bislang keine, weshalb es von Seiten der Tourismusbranche größere Bedenken bezüglich Verkauf der ÖHT-Anteile gab. Die ÖHT wird u.a. als Garant zur „Sicherstellung der Struktur der österreichischen Hotellerie als Familienbetriebe“, gesehen, wie dies der Nationalratsabgeordnete und Tourismusunternehmer (Bergbahnen, Hotels), Franz Hörl, wiederholt betonte.

Die neue Eigentümerstruktur

Bislang stand die ÖHT im Eigentum von Bank Austria (50%), der Raiffeisen Banken (31,25%) und der ERSTE Bank (18,75%). Die Bank Austria ist direkt und indirekt größter Anteilseigner der OeKB (40,89%), die ERSTE Bank hält 12,89 Prozent. Beide wahren damit auch künftig ihren Einfluss auf die ÖHT. Bei den Raiffeisen Banken erhöht sich dieser sogar, da sie mit 13,12 Prozent an der OeKB beteiligt sind.

Die Zusicherung

2017 war die ÖHT eigenen Angaben zufolge bei touristischen Investitionen in Höhe von insgesamt mehr als 1 Mrd. Euro involviert, in Form von Zuschüssen, geförderten Krediten und/oder Haftungsübernahmen. Aktuell betreut die ÖHT Kredite der österreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,7 Mrd. Euro.

Laut Kleemann werde auch unter der neuen Eigentümerstruktur „das auf die KMU zugeschnittene Fördersystem weiter aufrechterhalten.“ Diesbezüglich gebe es die Zusicherung seitens der OeKB. Nachsatz: „Alles bleibt besser."

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